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Thema: Indoeuropäische Ursprache und die Gemeinsamkeiten der Folgesprachen

  1. #101
    Gesichert kreml-treu Benutzerbild von Dima
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    Standard AW: Indoeuropäische Ursprache und die Gemeinsamkeiten der Folgesprachen

    Zitat Zitat von Gryphus Beitrag anzeigen
    Variationen des Russischen, die im Süden Russlands gesprochen wurden (vor allem im Kuban-Gebiet), waren dem heutigen Ukrainischen sehr ähnlich. Zwischen der Ukraine und Russland besteht ein sog. dialektologisches Kontinuum. Wieso sich diese beiden Sprachen heute aber so stark unterscheiden, ist weil unterschiedliche Dialekte als Grundlage zur Standardisierung genommen wurden. Das heutige Standard-Russisch (литературный русский язык) basiert auf dem zentralrussischen Dialekt, der in Moskau gesprochen wurde. Das Ukrainische nahm für dessen Standardisierung einen Dnjepr-Dialekt zur Grundlage. Was ich sagen will ist, dass das Ukrainische keine künstliche Esperanto-Sprache ist. Es ist eine natürliche, vollwertige Sprache mit echten Muttersprachlern.

    Worauf du hinweist ist, dass ohne fremdländische Einflüsse die Ukraine sich (aufgrund des starken Einflusses der russischen Kultur) vermutlich freiwillig russifiziert hätte, wie z. B. Weißrussland, und dort heute überall Russisch gesprochen werden würde. Das mag stimmen, spricht der ukrainischen Sprache aber ihre Existenzberechtigung nicht ab.
    Ich möchte niemandem verbieten, Ukrainisch zu sprechen oder ukrainischer Patriot zu sein. Meinetwegen darf jeder Ukrainer sich diesen ukrainische Dreizack quer übers ganze Gesicht tätowieren, wie ich schon sagte.

    Ich wollte nur darauf hinweisen, wie der Westen das Ukrainetum für seine Zwecke instrumentalisiert, um gegen Russland vorzugehen. Und das nicht erst seit 2014.
    “I don't need international law”
    US-Präsident Donald Trump - Quelle: New York Times

  2. #102
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    Standard AW: Indoeuropäische Ursprache und die Gemeinsamkeiten der Folgesprachen

    Zitat Zitat von Dima Beitrag anzeigen
    Ich möchte niemandem verbieten, Ukrainisch zu sprechen oder ukrainischer Patriot zu sein. Meinetwegen darf jeder Ukrainer sich diesen ukrainische Dreizack quer übers ganze Gesicht tätowieren, wie ich schon sagte.

    Ich wollte nur darauf hinweisen, wie der Westen das Ukrainetum für seine Zwecke instrumentalisiert, um gegen Russland vorzugehen. Und das nicht erst seit 2014.
    Der Westen (Merkel) hat schon davon geträumt, die russische Flotte entweder zu versenken oder zur Arktis zu verbannen, wenn die Ukraine in die EU-Knechtschaft aufgenommen.

    Igendwie hat das alles nicht geklappt ...
    Antwort bei Anstand und nicht Duzen für: amendment, Minimalphilosoph, Zack1, Stanley_Beamish, Larry Plotter, Hitman, XARRION, SingSing, ABAS, Nathan, mabf, Le Bon, Würfelqualle, witcher, Flaschengeist.Ötzi, Götz, GSch, tosh, Empirist, Ruprecht, Pommes, Mäcki. Hay, Kotzfisch
    Ich bin das Brot des Lebens. Wer zu mir kommt, den wird nicht hungern; und wer an mich glaubt, den wird nimmermehr dürsten. (hellenische Mysterien, Dionysos, später als Plagiat im Christentum)

  3. #103
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    Standard AW: Indoeuropäische Ursprache und die Gemeinsamkeiten der Folgesprachen

    Zitat Zitat von Mittelfrank Beitrag anzeigen
    Wir hier sprechen doch nicht über künstlich geschaffene ukr.Sprache die heutzutage sich schon formiert hat. Die Rede war doch dass dieser russische Dialekt doch nicht 30tsd.Jahre von der russischen Sprache zu unterscheiden wäre ., so wie diese idiotische Grafik zeigt [Links nur für registrierte Nutzer]
    30 000 Jahre? Du holst aber weit aus. Es ist mir zu viel Arbeit, die Entwicklungsgeschichte des Ukrainischen und des Russischen zu beschreiben. Beide basieren auf einer gemeinsamen alt-russischen Sprache und stellen eine Mischung aus Kirchenslawisch und vulgärem Ostslawisch dar. Die eigenständigen Sprachen Russisch und Ukrainisch entwickelten sich in den Jahrhunderten nach der Zerschlagung der Kiewer Rus.

    Und eine "künstlich geschaffene" Sprache ist sowas wie Esperanto. Ukrainisch wurde von interessierten anti-russischen Parteien gefördert, aber nicht erfunden. Das ist nicht das Selbe.
    "Dem modernen Menschen ist es gleichgültig, in seinem Leben keine Freiheit zu finden, wenn er sie in den Reden jener verherrlicht findet, die ihn unterdrücken." - Nicolás Gómez Dávila

  4. #104
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    Standard AW: Indoeuropäische Ursprache und die Gemeinsamkeiten der Folgesprachen

    Zitat Zitat von Dima Beitrag anzeigen
    Ich wollte nur darauf hinweisen, wie der Westen das Ukrainetum für seine Zwecke instrumentalisiert, um gegen Russland vorzugehen. Und das nicht erst seit 2014.
    Wir kommen der Sache näher. Ukrainischer Nationalismus ist so ziemlich eine reine Ausgeburt Österreich-Ungarns. Die Sprache ist hiervon ein Nebenprodukt, aber zur Hölle kein "Dialekt des Russischen".
    "Dem modernen Menschen ist es gleichgültig, in seinem Leben keine Freiheit zu finden, wenn er sie in den Reden jener verherrlicht findet, die ihn unterdrücken." - Nicolás Gómez Dávila

  5. #105
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    Standard AW: Indoeuropäische Ursprache und die Gemeinsamkeiten der Folgesprachen

    Zitat Zitat von Gryphus Beitrag anzeigen
    Wir kommen der Sache näher. Ukrainischer Nationalismus ist so ziemlich eine reine Ausgeburt Österreich-Ungarns. Die Sprache ist hiervon ein Nebenprodukt, aber zur Hölle kein "Dialekt des Russischen".
    Die ukrainische Sprache und deren Eigenständigkeit wurde von den Österreichern und ihren untergebenen "ukrainischen Intellektuellen" gefördert, um dadurch den ukrainischen Nationalismus anzufachen, der eindeutig gegen Russland gerichtet ist.

    Ich meine, meinetwegen sollen die Leute Ukrainisch sprechen. Ich habe nichts dagegen. Für mich ist es keine eigenständige Sprache, aufgrund der genannten Gründe, aber das ist zweitrangig. Was interessiert schon meine Meinung.

    Was mich aber stört ist diese Zwangsukrainisierung seit dem Zerfall der Sowjetunion. Die ukrainische Sprache ist zu einer politischen Waffe geworden, um die russische Welt zu spalten.

    Ich war in den 90ern einige Male in der Ukraine. Sogar in Lwow hat man mehr Russisch gehört als Ukrainisch. Und von Kiew oder Dnepropetrowsk ganz zu schweigen.
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  6. #106
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    Zitat Zitat von Dima Beitrag anzeigen
    Die ukrainische Sprache und deren Eigenständigkeit wurde von den Österreichern und ihren untergebenen "ukrainischen Intellektuellen" gefördert, um dadurch den ukrainischen Nationalismus anzufachen, der eindeutig gegen Russland gerichtet ist.

    Ich meine, meinetwegen sollen die Leute Ukrainisch sprechen. Ich habe nichts dagegen. Für mich ist es keine eigenständige Sprache, aufgrund der genannten Gründe, aber das ist zweitrangig. Was interessiert schon meine Meinung.
    Ist aus linguistischer Sicht halt falsch und nützlich ist diese Ansicht auch nicht.

    Was mich aber stört ist diese Zwangsukrainisierung seit dem Zerfall der Sowjetunion. Die ukrainische Sprache ist zu einer politischen Waffe geworden, um die russische Welt zu spalten.

    Ich war in den 90ern einige Male in der Ukraine. Sogar in Lwow hat man mehr Russisch gehört als Ukrainisch. Und von Kiew oder Dnepropetrowsk ganz zu schweigen.
    In Kiew wird immernoch vorwiegend Russisch gesprochen, ich war vielleicht vor 4 Monaten zum letzten Mal dort. In Sachen Sprachpolitik unterstütze ich die Ukraine auch nicht, aber viele der Leute dort, die sich über den Status des Russischen beschweren, sind mir zu ungebildet und arrogant. Die Ukraine ist ein ethno-linguistisch komplixiertes Gebilde und muss in Sachen Nationalitätenpolitik sehr sorgfältig behandelt werden.
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  7. #107
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    Zitat Zitat von Gryphus Beitrag anzeigen
    Ist aus linguistischer Sicht halt falsch und nützlich ist diese Ansicht auch nicht.



    In Kiew wird immernoch vorwiegend Russisch gesprochen, ich war vielleicht vor 4 Monaten zum letzten Mal dort. In Sachen Sprachpolitik unterstütze ich die Ukraine auch nicht, aber viele der Leute dort, die sich über den Status des Russischen beschweren, sind mir zu ungebildet und arrogant. Die Ukraine ist ein ethno-linguistisch komplixiertes Gebilde und muss in Sachen Nationalitätenpolitik sehr sorgfältig behandelt werden.
    Aber die Ukren, die mit Bandera-Porträts und Nazi-Symbolen Fackelzüge veranstalten und "Moskowiter an den Galgen" schreien, sind gebildet und nicht arrogant??

    Ich glaube, da sind die Kritisierer des Russisch-Status noch die Adäquateren.
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  8. #108
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    Standard AW: Indoeuropäische Ursprache und die Gemeinsamkeiten der Folgesprachen

    Zitat Zitat von Dima Beitrag anzeigen
    Aber die Ukren, die mit Bandera-Porträts und Nazi-Symbolen Fackelzüge veranstalten und "Moskowiter an den Galgen" schreien, sind gebildet und nicht arrogant??

    Ich glaube, da sind die Kritisierer des Russisch-Status noch die Adäquateren.
    Ich stelle mich ja nicht auf deren Seite. Dieser ganze Konflikt dort ist verabscheuungswürdig und bringt niemanden weiter.
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  9. #109
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    Standard AW: Indoeuropäische Ursprache und die Gemeinsamkeiten der Folgesprachen

    Ganz nach meinem Geschmack:
    Eine schöne Karte der diversen Sprachen als Sprachfamilien.
    -

    -
    janzbikowski.de/spr/familien.png
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  10. #110
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    Standard AW: Indoeuropäische Ursprache und die Gemeinsamkeiten der Folgesprachen

    Zitat Zitat von Dima Beitrag anzeigen
    Erstens. Ich erkenne niemandem etwas ab. Meinetwegen kann sich jeder als Ukrainer sehen, der es will. Meinetwegen können sich alle Ukrainer ihren ukrainischen Dreizack ins Gesicht tätowieren lassen. Das ist mir egal. Aber es gibt die historische Tatsache, und die einschlägige Quelle habe ich zitiert, dass das Verständnis "Ukrainer" von polnischen und österreichischen Eliten künstlich geschaffen wurde, um die russische Welt zu spalten.

    Zweitens steht in meiner Geburtsurkunde zunächst einmal "Vater Russe, Mutter Deutsche". Mein Vater hat wiederum hat einen russischen Vater und eine tschuwaschische Mutter. Meine Oma ist Tschuwaschin. Keine Türkin..

    Ich meine, wenn du die Ukrainer schon von den Russen unterscheidest, dann musst du so konsequent sein, einzusehen, dass Tschuwaschen keine Türken sind. Ich war selber in Tscheboksary (Şupaşkar), der Hauptstadt der Republik Tschuwaschien, da sieht sich keiner als Türke.

    Und um Russisch zu sein, muss man kein 100%iger slawischer Russe sein. Ich bin kein Rassist. Für mich kann jeder Russe werden, der sich vollständig in der russischen Welt assimiliert. Deshalb sagt man bei uns: "Russe ist keine Ethnie, Russe ist ein Geisteszustand".
    Jemand der unmerklich Ukrainer zu Russen deklariert, der sollte bei Tschuwaschen genauso konsequent sein. Ich bin väterlicherseits aus dem Nord Kaukasus - meine Großmutter und selbst mein Vater sprechen fließend Bolgartürkisch/Tschuwaschisch - wenn auch mit anatolischen Akzent.

    Ein kleiner Einflug für dich vom Metzler Lexikon:

    Turksprachen

    Südwesttürkisch (Oghusisch)
    Osttürkisch (Karlukisch)
    Westtürkisch (Kiptschakisch)
    Nordtürkisch
    Nordosttürkisch
    Bolgartürkisch
    Tschuwaschisch
    “Bu dünyadan özgür bir adam olarak gitmek kadar büyük bir zafer yoktur.”


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