
Zitat von
Dayan
Sehr lesenswert.Islamismus muss gebremst werden um der Menscheitswillen!Man soll Merkelsche Sauerei keine Chance geben![Links nur für registrierte Nutzer]Allianz von Islamgegnern: Rechtspopulisten entdecken Israel als Verbündeten
Von Charles Hawley
Von Italien bis Finnland - Europas islamfeindliche Parteien sind eng vernetzt. Jetzt strecken sie ihre Fühler nach den israelischen Konservativen aus. Die Rechtspopulisten wähnen Israel an der Front im Kampf gegen den Islam. Da vergessen sie sogar ihre antisemitischen Vorurteile.Doch Europas rechtspopulistische Parteien wollen mehr - sie haben neuerdings auch Kontakte zu konservativen Politikern in Israel geknüpft. Wichtigste Anlaufstelle bisher ist Ajub Kara, der für die Likud-Partei des israelischen Premiers Benjamin Netanjahu im Parlament sitzt und als stellvertretender Minister für die Entwicklung des Negev-Gebietes und Galiläas fungiert.
Warum ausgerechnet der Brückenschlag nach Israel? "Auf der einen Seite", sagte FPÖ-Chef Heinz-Christian Strache kürzlich im Gespräch mit SPIEGEL ONLINE, "finden im Nahen Osten große Revolutionen statt. Wir würden uns freuen, wenn daraus überall Demokratiebewegungen entstehen. Aber ganz sicher kann man sich hier nicht sein, ob wir nicht am Ende rund um Israel, aber auch im Vorhof Europas vielleicht erleben müssen, dass dann islamische Gottesstaaten entstehen."
Israel ist für die Rechtpopulisten also die Frontlinie im Kampf, den sie gegen die angebliche schleichende Islamisierung Europas führen.
Israels Interesse an Europas Rechter
In Israel sehen das nicht wenige genauso, zum Beispiel Eliezer Cohen, ein hochdekorierter Oberst der israelischen Luftwaffe im Ruhestand. Früher war er Abgeordneter von Israel Beitenu, der stramm nationalistischen Partei von Außenminister Avigdor Lieberman, die derzeit in einer Koalition mit Netanjahus Likud das Land regiert. "Europäische Politiker vom rechten Flügel des Parteienspektrums sind sensibler gegenüber den Gefahren, die Israel drohen", behauptet Cohen im Gespräch mit SPIEGEL ONLINE. "Sie sprechen die gleiche Sprache wie der Likud und andere auf der israelischen Rechten. Ich bin zu alt, um lange drumherum zu reden: Wir hoffen, dass sich die Rechte in Europa durchsetzt."
Bei Ajub Kara klingt das nicht anders. "Ich suche nach Möglichkeiten, den islamischen Einfluss in der Welt zu bremsen," sagte der Likud-Abgeordnete der israelischen Tageszeitung "Maariv" im Juni. "Ich glaube, das sind die wahren Nazis unserer Zeit. Mir ist jeder willkommen, der eingesehen hat, dass uns dieser Krieg bevorsteht."
Auf den ersten Blick würde man die Beziehung europäischer Rechtspopulisten zu israelischen Politikern kaum für eine Liebesheirat halten. Beobachter sehen die FPÖ nur einen kleinen Schritt entfernt von den Gruppierungen der extremen Rechten, zu denen die Freiheitlichen Kontakt halten. Letztere sagen zwar, dass sie nicht antisemitisch seien - und Strache behauptet, dass er sich ihre Haltungen gegenüber Israel und den Juden sehr genau ansehe, bevor er eine Partnerschaft eingehe. Doch es ist nicht schwer, an der Basis dieser Gruppierungen das Gift des extremen Antizionismus und Antisemitismus zu finden.