+ Auf Thema antworten
Seite 72 von 113 ErsteErste ... 22 62 68 69 70 71 72 73 74 75 76 82 ... LetzteLetzte
Zeige Ergebnis 711 bis 720 von 1125

Thema: Pleite aufgrund des Mindestlohns

  1. #711
    Vater der Drachen Benutzerbild von Skorpion968
    Registriert seit
    29.03.2005
    Ort
    Münster
    Beiträge
    45.287

    Standard AW: Pleite aufgrund des Mindestlohns

    Zitat Zitat von Antisozialist Beitrag anzeigen
    Einfache Dienstleistungen und Industrieprodukte einfacher bis mittlerer Güte können nicht zu Preisen vermarktet werden, die eine von Linken gewünschte Vergütung der einfachen Arbeiter und Angestellten ermöglichen, da ansonsten eine Verlagerung in die Selbsterbringung bzw. nach Südostasien drohen würde.
    Ja, dann sollen sie eben selbst erbringen oder verlagern. Erpressung zieht nicht.

    Für welchen Niedriglohn wärest du eigentlich selbst bereit, deine Lebenszeit und deine Arbeitskraft aufzuwenden? Und komm mir nicht mit Ausbildungsvergütungen. Ich meine langfristig.
    Teilen ist das neue Haben.

  2. #712
    Mitglied
    Registriert seit
    01.11.2012
    Beiträge
    22.908

    Standard AW: Pleite aufgrund des Mindestlohns

    Zitat Zitat von Skorpion968 Beitrag anzeigen
    Durch die Sozialabgaben erwirbt der Beitragszahler Leistungsansprüche. Die sind in Leistungskatalogen festgelegt. Daher kommen die selbstverständlich dem Beitragszahler zugute.
    Vom Grundsatz her kein Widerspruch - nur, was heute im "Leistungskatalog" definiert ist muss morgen nicht mehr gelten, sprich man bezahlt in ein System ein und weiß am Ende des Tages nicht, welche Leistung man erhält...ein Faktum, welches Du natürlich bestreiten wirst.

    Zitat Zitat von Skorpion968 Beitrag anzeigen
    Würde man die Sozialversicherungsbeiträge abschaffen, dann müssten die Leute sich privat versichern und die Kohle wäre trotzdem weg. Damit würde nur irgendwelchen gierigen Versicherungs-Asozialen Tür und Tor geöffnet, um Leute abzuzocken. Da hast du für nichts eine Garantie. Wenn deine Privatversicherung den Bach runter geht, kriegst du gar nichts mehr. Dann ist deine komplette Altervorsorge = NULL!
    Warum wäre die Kohle dann weg? Man kann wie bei den Banken eine Art Einlagensicherung gestalten, welche dann einspringt, sollte ein Versicherungsunternehmen in die Pleite gehen. Dies wäre erst einmal nur die Frage des politischen Gestaltungswillens.

    Ein Restrisiko bliebe - unbestritten - aber welche Garantie hast Du bei einem staatlichen System?

    Wer 2030 nach 45 Arbeitsjahren in Rente geht, dessen Rentenniveau wurde in seinem Arbeitsleben von rund 57% (1985) auf rund 43% (2030) abgesenkt - spricht eine Rentensenkung um 25%.
    Dazu gibt es schon heute Berechnungen (und dies nicht nur vom Versicherungswesen oder der Wirtschaft, sondern auch von der Rentenkasse wie den Sozialverbänden), dass sich das Verhältnis Beitragszahlung zu Rentezahlung ins negative verkehren...sprich für je 100 € bezahlten Beitrag erhältst Du dann nur noch 80, 90 € Rente zurück.

    Zitat Zitat von Skorpion968 Beitrag anzeigen
    Und dann schreien die Leute wieder nach dem Staat!
    Da die ausbezahlten Rente ab 2020, 2025 wohl für viele Menschen das Existenzminimum nicht mehr abdecken wird muss der Staat doch eh schon eingreifen - egal ob man dies nun Grundrente nennt (sprich eine Rentehöhe wo keine entsprechenden Beitragszahlungen gegenüber stehen) oder ob man über die Sozialsysteme aufstockt.
    Wo ist da ein Unterschied zu erkennen?

    Macht es trotzdem Sinn, die Versicherungssysteme wie Rente, Arbeitslosigkeit, Krankheit über staatliche Sicherungssystem abzudecken?
    Ja, es würde Sinn machen, wenn man damit eine Art Grundsicherung betreibt, wo ALLE einbezahlen und ALLE die gleiche Leistung erhalten - und dann kann sich ein Jeder selber entscheiden, reicht ihm dies oder will er mehr und wenn er mehr will, dann liegt dies in der Eigenverantwortung des Einzelnen.

    Eine Gesellschaft sollte die Grundsicherung gewährleisten - für "Luxusansprüche" ist aber nicht die Gesellschaft zuständig.

  3. #713
    Mitglied
    Registriert seit
    01.11.2012
    Beiträge
    22.908

    Standard AW: Pleite aufgrund des Mindestlohns

    Zitat Zitat von AbsolutRelativEr Beitrag anzeigen
    Und wie viel wäre deiner Meinung nach ein angemessener Stundenlohn eines gering Qualifizierten?
    Ein "angemessener" Stundenlohn muss immer im Verhältnis zu den herrschenden Lebenshaltungskosten gesehen werden. 10€ können in der Region A zuviel und in der Region B zu wenig sein.

  4. #714
    Einhorn
    Registriert seit
    15.12.2011
    Ort
    am Höllenschlund
    Beiträge
    12.896

    Standard AW: Pleite aufgrund des Mindestlohns

    Zitat Zitat von cornjung Beitrag anzeigen
    22 % Abgaben und Abzüge ?!?!?

    So einen Unsinn wie der @ Skorpion postet, kann auch nur ein Langzeit-Hartzer schreiben, der noch nie eine Gehaltsabrechnung mit den horrenden Abzügen in der Hand hatte, geschweige denn je selber einen Lohn ausbezahlt hat, sondern sein steuerfreies Geld vom Hartz4-amt bezieht. Klar das der keine Ahnung hast, wie hoch ein Arbeitnehmer abkassiert wird. Schon mal was von Abgaben und Beiträgen zur Sozialversichrung gehört ? ( Arbeitslosen-Kranken-Pflege-Renten -und Unfall )[Links nur für registrierte Nutzer]








    Ja, ja, und deswegen hetzt der angebliche Betriebsinhaber @ Skorpion ständig gegen seine Kollegen, plärrt unentwegt nach Steuererhöhungen für Freiberufler und Selbständige, damit immer mehr seiner refugees ausgehalten werden können. Seine Beiträge entlarven ihn. Er ist nicht mal über die regulären Steuern informiert, die jeder Gewerbetreibende zu zahlen hat. Einkommen- Gewerbe- Grund- Körperschaft- Kapital- Kirchen-Schankerlaubnis - Soli- Umsatz- Vergnüngungssteuer. Und..und..und...Zusätzlich irrwitzig hohe Abgaben und Gebühren wie Gema, IHK, SZV und und und..Alles noch nie gehört, Herr Betriebsinhaber ?
    Man ist auch ein Betriebsinhaber und bezieht ein Honorar, wenn man gelegentlich mal im DKP-Parteibüro eine parteiinterne Schulung abhalten darf.

  5. #715
    cornjung
    Gast

    Standard AW: Pleite aufgrund des Mindestlohns

    Zitat Zitat von Antisozialist Beitrag anzeigen
    Man ist auch ein Betriebsinhaber und bezieht ein Honorar, wenn man gelegentlich mal im DKP-Parteibüro eine parteiinterne Schulung abhalten darf.
    Ach so...tschuldigung.

  6. #716
    Einhorn
    Registriert seit
    15.12.2011
    Ort
    am Höllenschlund
    Beiträge
    12.896

    Standard AW: Pleite aufgrund des Mindestlohns

    Zitat Zitat von BlackForrester Beitrag anzeigen
    Ein "angemessener" Stundenlohn muss immer im Verhältnis zu den herrschenden Lebenshaltungskosten gesehen werden. 10€ können in der Region A zuviel und in der Region B zu wenig sein.
    Arbeitgeber sind keine Ersatzsozialämter. Was ein angemessener Stundenlohn ist, richtet sich danach, was ein Arbeitnehmer leistet. Ich lehne es ab, dass mein Nettogehalt nach dem Bedarf regionalen Hartzers plus berufsbedingten Mehrkosten bemessen wird.

    Also müsste sich der unsinnige Mindestlohn nach dem bemessen werden, was ein normaler Arbeitnehmer in der Region pro Stunde verdient abzüglich eines bestimmten prozentualen Abschlags.

  7. #717
    Mitglied
    Registriert seit
    01.11.2012
    Beiträge
    22.908

    Standard AW: Pleite aufgrund des Mindestlohns

    Zitat Zitat von AbsolutRelativEr Beitrag anzeigen
    Blödsinn! Wegen des Mindestlohns geht kein Unternehmen Pleite. Liegt eher an der Unfähigkeit der Unternehmensführung. 8,50€ die Stunde? Wieviel hat er denn davor gezahlt?
    Was man als Unternehmer bezahlen kann ist immer eine Frage des gemachten Angebots und der daraus entstehenden Nachfrage.

    Interessant am Mindestlohn ist nämlich ein Faktor, der von der Mindestlohnbefürworterfraktion gerne und vollkommen ausgeblendet wird. Bei dem produzierenden, exportorienterten Wirtschaftsteil spielt der Mindestlohn - in der Regel - keine große oder gar keine Rolle. Es wird - in der Regel - deutlich ÜBER dem Mindestlohn bezahlt.

    Wo der Mindestlohn eine wesentliche Rolle spielt ist im weiten Feld des Dienstleistungsgewerbes und -berufe sowie im Bereich des sozialen Gewerbes und -berufen...und hier zieht dann auch das Argument der Arbeitsplatzverlagerung ins Ausland absolut nicht.

    Hier aber kommen wir - also auch Du und ich - ins Spiel...nämlich, sind wir bereit für eine entsprechende (Arbeits-)leistung auch einen entsprechenden Preis zu bezahlen?
    Ich will Dir dies am Beispiel der Milch darstellen - wenn wir in einem Supermarkt am Regel stehen und dort stehen 2 Packungen mit je einem Liter Milch, welche Milch werden wir kaufen - die Milch, wo günstig ist oder die Milch, wo dem Milchbauer durch einen höheren Abnahmepreis ein auskömmliches Einkommen garantiert wird und daher teurer ist?
    Wird diese Frage ehrlich beantwortet greifen 9 von 10 Menschen zu der billigen Milch.

    Wir, die Verbraucher in diesem Lande, können uns nicht der Verantwortung entziehen, dem Lohndumping Vorschub geleistet zu haben, indem wir nicht bereit waren und sind für eine Leistung einen adäquaten Preis zu bezahlen.

    Wir können auch das weite Feld der Pflege nehmen - eine gute Pflege (egal ob nun im Krankenhaus, im Pflegeheim oder zuhause) kostet Geld. Würde man die Pflegekräfte entsprechend Ihrer Leistung gut bezahlen müssten die Beiträge der sozialen Sicherungssysteme KV und PV steigen - man stelle sich aber einmal vor, man würde hier die Beiträge einfach pauschal um !% erhöhen - es ginge ein Aufschrei durch dieses Land.

    Wenn wir also nicht bereit sind für eine Leistung soviel zu bezahlen, dass ein Unternehmer seinem Angestellten die 8,50 € bezahlen kann - dann geht so ein Unternehmer schlicht und einfach pleite bzw. kommt heute erst gar nicht mehr auf den Markt...oder...wir weichen auf den Schwarzarbeitsmarkt aus.

  8. #718
    Mitglied Benutzerbild von Dr Mittendrin
    Registriert seit
    14.11.2010
    Ort
    z,Minga
    Beiträge
    113.890

    Standard AW: Pleite aufgrund des Mindestlohns

    Zitat Zitat von BlackForrester Beitrag anzeigen
    Was man als Unternehmer bezahlen kann ist immer eine Frage des gemachten Angebots und der daraus entstehenden Nachfrage.

    Interessant am Mindestlohn ist nämlich ein Faktor, der von der Mindestlohnbefürworterfraktion gerne und vollkommen ausgeblendet wird. Bei dem produzierenden, exportorienterten Wirtschaftsteil spielt der Mindestlohn - in der Regel - keine große oder gar keine Rolle. Es wird - in der Regel - deutlich ÜBER dem Mindestlohn bezahlt.

    Wo der Mindestlohn eine wesentliche Rolle spielt ist im weiten Feld des Dienstleistungsgewerbes und -berufe sowie im Bereich des sozialen Gewerbes und -berufen...und hier zieht dann auch das Argument der Arbeitsplatzverlagerung ins Ausland absolut nicht.

    Hier aber kommen wir - also auch Du und ich - ins Spiel...nämlich, sind wir bereit für eine entsprechende (Arbeits-)leistung auch einen entsprechenden Preis zu bezahlen?
    Ich will Dir dies am Beispiel der Milch darstellen - wenn wir in einem Supermarkt am Regel stehen und dort stehen 2 Packungen mit je einem Liter Milch, welche Milch werden wir kaufen - die Milch, wo günstig ist oder die Milch, wo dem Milchbauer durch einen höheren Abnahmepreis ein auskömmliches Einkommen garantiert wird und daher teurer ist?
    Wird diese Frage ehrlich beantwortet greifen 9 von 10 Menschen zu der billigen Milch.

    Wir, die Verbraucher in diesem Lande, können uns nicht der Verantwortung entziehen, dem Lohndumping Vorschub geleistet zu haben, indem wir nicht bereit waren und sind für eine Leistung einen adäquaten Preis zu bezahlen.

    Wir können auch das weite Feld der Pflege nehmen - eine gute Pflege (egal ob nun im Krankenhaus, im Pflegeheim oder zuhause) kostet Geld. Würde man die Pflegekräfte entsprechend Ihrer Leistung gut bezahlen müssten die Beiträge der sozialen Sicherungssysteme KV und PV steigen - man stelle sich aber einmal vor, man würde hier die Beiträge einfach pauschal um !% erhöhen - es ginge ein Aufschrei durch dieses Land.

    Wenn wir also nicht bereit sind für eine Leistung soviel zu bezahlen, dass ein Unternehmer seinem Angestellten die 8,50 € bezahlen kann - dann geht so ein Unternehmer schlicht und einfach pleite bzw. kommt heute erst gar nicht mehr auf den Markt...oder...wir weichen auf den Schwarzarbeitsmarkt aus.
    Hast du schon mal was gehört von Produktivitätspeitsche ?

    Man kann in der Pflege auch mehr bezahlen wenn man Geräte einsetzt die helfen und statt 2 nur 1 Kraft benötigen.
    Entfällt natürlich bei niedrigen Löhnen.
    Ohne Skepsis verhungert die Demokratie.

  9. #719
    Mitglied Benutzerbild von Dr Mittendrin
    Registriert seit
    14.11.2010
    Ort
    z,Minga
    Beiträge
    113.890

    Standard AW: Pleite aufgrund des Mindestlohns

    Zitat Zitat von Antisozialist Beitrag anzeigen
    Arbeitgeber sind keine Ersatzsozialämter. Was ein angemessener Stundenlohn ist, richtet sich danach, was ein Arbeitnehmer leistet. Ich lehne es ab, dass mein Nettogehalt nach dem Bedarf regionalen Hartzers plus berufsbedingten Mehrkosten bemessen wird.

    Also müsste sich der unsinnige Mindestlohn nach dem bemessen werden, was ein normaler Arbeitnehmer in der Region pro Stunde verdient abzüglich eines bestimmten prozentualen Abschlags.

    Logisch. Mit 8,50 € kommt in München jeder locker klar.
    Ohne Skepsis verhungert die Demokratie.

  10. #720
    Einhorn
    Registriert seit
    15.12.2011
    Ort
    am Höllenschlund
    Beiträge
    12.896

    Standard AW: Pleite aufgrund des Mindestlohns

    Zitat Zitat von Dr Mittendrin Beitrag anzeigen
    Logisch. Mit 8,50 € kommt in München jeder locker klar.
    Es ist irrelevant, wie toll Sie mit ihrem Gehalt klar kommen. Entscheidend ist, was Sie während der Arbeitszeit leisten.

+ Auf Thema antworten

Aktive Benutzer

Aktive Benutzer

Aktive Benutzer in diesem Thema: 1 (Registrierte Benutzer: 0, Gäste: 1)

Ähnliche Themen

  1. keine polizeikontrollen mehr aufgrund der hautfarbe
    Von fatalist im Forum Innenpolitik
    Antworten: 134
    Letzter Beitrag: 08.11.2012, 19:26
  2. Aufgrund eines Hinweises...
    Von WALDSCHRAT im Forum Freie Diskussionen
    Antworten: 5
    Letzter Beitrag: 16.04.2006, 22:26

Nutzer die den Thread gelesen haben : 0

Du hast keine Berechtigung, um die Liste der Namen zu sehen.

Forumregeln

  • Neue Themen erstellen: Nein
  • Themen beantworten: Nein
  • Anhänge hochladen: Nein
  • Beiträge bearbeiten: Nein
  •  
nach oben