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Thema: Pleite aufgrund des Mindestlohns

  1. #361

    Standard AW: Pleite aufgrund des Mindestlohns

    Zitat Zitat von Rumburak Beitrag anzeigen
    Übrigens kostet so ein Nußknacker richtig Geld.

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    Und dann wollen sie nur zwischen 5 und 6 Euro Lohn zahlen können? Da war der Absatz wohl noch nie so üppig, oder einfach die Vermarktung schlecht.
    Steht ja dort: "Derzeit nicht lieferbar"

  2. #362
    Mitglied Benutzerbild von MANFREDM
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    Standard AW: Pleite aufgrund des Mindestlohns

    Zitat Zitat von Skorpion968 Beitrag anzeigen
    ... Außerdem wollte man in England die verhassten Gewerkschaften zerschlagen. Das hat Thatcher geschafft. Sie hat das Land komplett deindustrialisiert und stattdessen alles auf die Finanzwirtschaft gesetzt. Dazu wurden die Regulierungen für die Finanzwirtschaft weitgehend aufgehoben, damit der Markt frei schalten und walten kann. Das ist neoliberal.
    Leider ist Merkel nicht Thatcher, dann wären wir das Erpresser-Gesocks von Verdi, Cockpit, GDL längst los.
    Ich hab jetzt in der Bücherei den bisher unbekannten Krimi von Edgar Wallace entdeckt: Der Siezer!


  3. #363
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    Standard AW: Pleite aufgrund des Mindestlohns

    Zitat Zitat von Jodlerkönig Beitrag anzeigen
    letztendlich......um zum anfang zurückzukehren.....nicht die betriebe sind schuld, dass die erarbeitete kohle nicht mehr reicht um anständig zu leben. der richtige schlag auf den hinterkopf kommt ja erst noch.........wenn die geburtenstarken jahrgänge (60er jahre) in rente gehen. gute nacht!

    Es sind auch nicht immer die Betriebe Schuld, das wäre zu einseitig, aber genau im Mindeslohn sehe ich gerade die Chance für Firmen, Unternehmen die seriös und
    bisher gut gewirtschaftet haben. Denn das sind die Betriebe die seit 10 Jahren schon mehr als den Mindestlohn für ihre Angestellten zahlen, aber es immer schwer hatten gegen die Billigkonkurrenz. Denn da weiss ich wovon ich rede.
    Wenn ich einen Auftrag bekomme, von einem Kunden der Qualität erwartet und durch den engen Zeitrahmen schaffe ich es nicht alleine, hole ich mir einen Leiharbeiter.
    Aber ich möchte einen guten haben, kein 0 8 15 Typen, also muss ich was auch bezahlen dafür. Nehmen wir einen Schweisser, in Deutschland bezahlte ich seinerzeit 45 Euro in der Stunde, oft bekam er nur 7 Euro von seiner Leihbude ausgezahlt. In Norwegen bezahle ich an die 400 NoK und er bekommt zwischen 170 und 200 NoK ausgezahlt, immer auf die Stunde berechnet.
    In Deutschland musste der Schweizer seine Anfahrt Unterkunft alles selber bezahlen oft nur um die 20 Euro auslöse auf vier Tage berechnet, da die Leihbuden bescheissen ohne ende. In Norwegen bekommt er Unterkunft gestellt, Anfahrtkosten bezahlt und dann noch die Auslöse oben drauf dazu bekommt er auf dem jahr gerechnet 4000 Euro Ferienpenge und 4000 Euro Steuerrückerstattung, macht zu seinem Lohn ca 40.000 Euro noch 8000 Euro oben drauf, vom Staat geschenkt.
    Mit diesen mann kann ich alles reissen, der hat Motivation arbeitet auch 12 Stunden und Nachts. Der mit den 7 Euro schaut schon ab 14 Uhr auf seine Clock wann Feierabend ist. In Norwegen oder Schweden habe ich dazu nicht mal die Billigkonkurrenz ich kann mit meinen Auftraggeber gut handeln, oft ohne Probleme sogar die Abrechnung erhöhen, wenn es nötig ist. Deutschland ? gröhlll da versucht der Auftraggeber sogar sich um die Kosten zu drücken du rennt ewig dein Geld hinter her und must oft Klagen, neee Deutschland und arbeiten nie und nimmer.
    Ich kann nur jeden empfehlen der etwas handwerkliche Begabung hat, oder in einem Beruf tätig ist, was im Ausland gebraucht wird, raus aus Deutschland, Deutschland bekommt hochqualifizierte Fachkräfte aus Mogadischu, die dort studiert haben und bestens für den deutschen Niedriglohnsektor zu haben sind.

    Wer Scheisse will soll auch Scheisse bekommen und wenn man in Scheisse schwimmt muss niemand jammern , wenn das nicht schmeckt.

    Sorry für die vielen Tippfehler aber ich sitze hier in einer technischen Anlage wo Internet nur dürftig funktioniert und die Tastatur sowieso spinnt

  4. #364
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    Standard AW: Pleite aufgrund des Mindestlohns

    Zitat Zitat von Jodlerkönig Beitrag anzeigen
    letztendlich......um zum anfang zurückzukehren.....nicht die betriebe sind schuld, dass die erarbeitete kohle nicht mehr reicht um anständig zu leben. der richtige schlag auf den hinterkopf kommt ja erst noch.........wenn die geburtenstarken jahrgänge (60er jahre) in rente gehen. gute nacht!
    hast Récht. Aber nebenbei noch ein wenig Russen sanktionieren, muss schon sein.

  5. #365
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    Standard AW: Pleite aufgrund des Mindestlohns

    Zitat Zitat von hthor Beitrag anzeigen
    Uebrigens, das liberalste und moderateste System, noch vor Norwegen hat die Schweiz, für mich das Vorbildland wie purer Kapitalismus mit einer guten Sozialpolitik funktionieren kann. Dort wird selbst niedrigste Arbeit belohnt. Und es geht niemanden schlecht dort.
    In der Schweiz gibt es übrigens keinen Mindestlohn.

    Warum sind hier eigentlich so viele der Meinung, ein Mensch habe das Recht auf ein bestimmtes Lohnniveau oder auf ein Einkommen in bestimmter Höhe? Wieso sollte er dieses Recht haben? Warum sollte der Staat ein Interesse daran haben, für diese Menschen tätig zu werden? Was tun diese Menschen im Gegenzug für den Staat?

    Und noch eine Frage: Wie begründet ihr, daß Deutsche ein Recht auf ein bestimmtes Lohnniveau oder ein Einkommen in bestimmter Höhe haben, hunderte von Millionen Menschen in der dritten Welt aber nicht?

  6. #366
    Mitglied Benutzerbild von hthor
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    Standard AW: Pleite aufgrund des Mindestlohns

    Zitat Zitat von Amadeus Beitrag anzeigen
    In der Schweiz gibt es übrigens keinen Mindestlohn.

    Warum sind hier eigentlich so viele der Meinung, ein Mensch habe das Recht auf ein bestimmtes Lohnniveau oder auf ein Einkommen in bestimmter Höhe? Wieso sollte er dieses Recht haben? Warum sollte der Staat ein Interesse daran haben, für diese Menschen tätig zu werden? Was tun diese Menschen im Gegenzug für den Staat?

    Und noch eine Frage: Wie begründet ihr, daß Deutsche ein Recht auf ein bestimmtes Lohnniveau oder ein Einkommen in bestimmter Höhe haben, hunderte von Millionen Menschen in der dritten Welt aber nicht?
    Das stimmt so nicht, in der Schweiz gibt es Tarifabschlüsse je nach Kanton und Qualifikation und es wird knallhart dagegen vorgegangen die zu umgehen. Die Tarifabschlüsse sind extrem hoch, so haben die Schweizer erst kürzlich in einem Referendum gegen die Einführung des Mindestlohnes um die 20 Euro gestimmt. Aber im Prinzip verdient fast jeder, auch unqualifizierter Arbeitnehmer diesen Lohn in der Schweiz.
    Normalerweise liegen die Facharbeiterlöhne in der Schweiz um die 30 Euro pro Stunde.

    Was das Recht auf ein bestimmtes Lohnniveau betrifft, Deutschland ist eins der reichsten Länder, aber auch eins der Länder wo der Reichtum und Verdienstmöglichkeiten
    am meisten ungleichgemäß verteilt ist. So gut wie in jeden wirtschaftlich starken Land wird weitaus mehr verdient wie in Deutschland. Obwohl die Leistung und Wirtschaftskraft oft unter der der Deutschen liegt. Das heisst inm Klartext, streichen sich die Unternehmensbosse weit aus mehr ein als in anderen Ländern, dazu kommt oft die antisoziale Politik vieler Unternehmen, was einzigartig in der EU ist.
    So, also warum soll der deutsche Arbeitnehmer sich schlechter bezahlen lassen, wie sein Kollege aus Holland, Belgien Schweden oder Schweiz, wo er doch die selbe Leistung odersogar die bessere bringt ? Falls das Argument kommt, in den anderen Staaten sind die Lebensherhaltungskosten auch höher so stimmt das nur zum Teil, Deutschland hat in den letzten Jahrzehnten die höchste Teuerungsrate mit erlebt ohne moderate Lohnsteigerung. In den meisten Ländern herrscht ein besserer Wohlstand als in Deutschland.
    Aber das ist nur ein Faktor, warum Deutsche Arbeitnehmer ein Anrecht auf guten Lohn haben sollten, die Deutschen zählen immer noch zu den Fachkräften mit der besten Berufsausbildung weltweit. Nur wenige Länder übertreffen damit die Deutschen. Wer heute zum Beispiel ein Anlagenmechaniker oder Techniker werden will, muss ein halbes Studium hinlegen, die Ausbildung geht oft über 3 Jahre.
    Wer also so ein gutes qualifiziertes Zeugniss vorlegen kann, hat auch das Anrecht, das seine Ausbildung, sein Können und Fähigkeiten hornoriert wird.

    Zur dritten Frage, wer soll denn für ein Ziegenhirte im Monat 3000 Euro bezahlen, ich denke damit hat sich deine Frage warum hundert Millionen Menschen aus der dritten Welt nicht das gleich Lohnniveau haben können beantwortet.

  7. #367
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    Standard AW: Pleite aufgrund des Mindestlohns

    Tatsache ist und bleibt: In der Schweiz gibt es keinen gesetzlichen Mindestlohn.

    Zitat Zitat von hthor Beitrag anzeigen
    [...]So, also warum soll der deutsche Arbeitnehmer sich schlechter bezahlen lassen, wie sein Kollege aus Holland, Belgien Schweden oder Schweiz, wo er doch die selbe Leistung odersogar die bessere bringt ?
    Es sagt doch keiner, daß er sich schlechter bezahlen lassen soll! Dann soll er halt selbst mal dafür tätig werden. Sich einen besseren Arbeitgeber suchen, bessere Tarifabschlüsse aushandeln.

    Aber warum soll der Staat irgendetwas für ihn tun? Was hätte der Staat davon? Das war meine Frage.

    Zur dritten Frage, wer soll denn für ein Ziegenhirte im Monat 3000 Euro bezahlen, ich denke damit hat sich deine Frage warum hundert Millionen Menschen aus der dritten Welt nicht das gleich Lohnniveau haben können beantwortet.
    Nein, die Frage ist gerade jetzt hochaktuell. In der dritten Welt gibt es nicht nur Ziegenhirten, sondern auch fähige Menschen, die gut ausgebildet sind oder sich gerne gut ausbilden lassen würden und auch könnten. Jetzt begründe doch mal, wieso die kein Recht auf gleichen Lohn und gleiche Sozialleistungen haben sollen wie Deutsche!

    Ich freue mich übrigens, daß die deutschen Linken diese ("rassistische") Ungleichbehandlung anscheinend auch immer weniger einsehen. Wir sehen ja, daß sich die Meinung durchzusetzen scheint, daß eigentlich jeder Mensch auf der Welt das gleiche Recht auf deutsche Jobs und deutsche Sozialleistungen haben sollte.

    Kann ja sein, daß es gute Argumente dagegen gibt. Aber wenn es sie gibt, dann bleiben die Gewerkschaften und Arbeitnehmervertreter und diejenigen, die von "sozialer Gerechtigkeit" reden, uns seit Jahrzehnten diese Argumente schuldig. Ich will jetzt endlich wissen, wozu wir diese ganze Sozialscheiße eigentlich haben sollten.

  8. #368
    Der Richtige Benutzerbild von Sven71
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    Standard AW: Pleite aufgrund des Mindestlohns

    Zitat Zitat von Sprecher Beitrag anzeigen
    In den meisten Ländern Europas gibt es gesetzliche Mindestlöhne. Sind Holland oder England etwa sozialistisch regierte Staaten?
    Wer in einer Gegend wie Peine pleite geht weil er keine 8,50 zahlen kann und auch zu doof ist rechtzeitig die Produktion zu verlagern hat es verdient pleite zu gehen. Bei wirklich einfachen Tätigkeiten kann man übrigens auch mit Behindertenwerkstätten oder Justizvollzugsanstalten zusammenarbeiten. Für Knastbrüder und Behinderte gibts keinen Mindestlohn. Offenbar war diese Firma auch dazu zu blöd.
    Du maßt Dir also an, die Produktionsbedingungen im Einzelnen zu kennen? Gehst davon aus, daß die nächste JVA um die Ecke liegt und gerade Kapazitäten hat? Bist ambivalent genug, hier den Mindestlohn gutzuheißen, aber regst zugleich die Verlagerung der Produktionsstätte an? Für derartige Schlußfolgerungen fehlen schlicht ausreichende Daten. Wenn das Unternehmen tatsächlich wichtige Entscheidungen versäumt oder falsch getroffen hat oder über Jahre hinweg mißwirtschaftete, hat es die Pleite in der Tat als Konsequenz zu tragen. Es kann ebenso gut sein, daß die Margen für derartige Dekoprodukte einfach begrenzt bleiben, die Chinesen längst selbst die billigeren Kopien produzieren und die einzige Chance auf den Erhalt der Arbeitsplätze der ist, daß die Personalkosten unten bleiben. Das mag unerfreulich sein, ist aber m. E. besser als gar keinen Job zu haben.

    Wer es besser findet, solche Unternehmen dem Sozialstaat zu opfern, indem Mitarbeiter lieber zum Geld fürs Nichtstun animiert werden und dieser Transfer aus der Schere zwischen Brutto und Netto abzüglich der Gehälter für die Umverteiler finanziert wird, der mag das tun. Sollte sich aber klar darüber sein, daß es diese Zwangsabgaben sind, die überhaupt erst zur Mindestlohnforderung führen, weil deswegen netto nicht mehr genug übrig bleibt. Deswegen begeistert sich Skorpi ja auch so sehr dafür, weil es die gesicherten Abgaben aus dem Mindestlohn sind, die seinen leistungslosen Umverteilerposten füttern.

    Klar, andere Länder haben den Mindestlohn. Deswegen kämpfen die Niederlande (nicht Holland, Mensch) mit steigender Jugendarbeitslosigkeit von inzwischen 11,2 % bei steigendem Trend, Großbritannien bei 15,4 %. Deutschland hat - noch - 7% Jugendarbeitslosigkeit. Für den Einstieg junger Menschen in die Erwerbstätigkeit ist das schlicht ungünstig. Wie immer Du auf Sozialismus kommst: Diese Länder sind definitiv marktinterventionistisch. Unseres leider auch.
    "200 goals isn't a plan. It's a wishlist!"
    Dr. Jordan Peterson zu den Zielen des Pariser Klimaabkommens



  9. #369
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    Standard AW: Pleite aufgrund des Mindestlohns

    Zitat Zitat von hthor Beitrag anzeigen
    So, also warum soll der deutsche Arbeitnehmer sich schlechter bezahlen lassen, wie sein Kollege ....
    Solll er ja garnicht. Er kann sich so gut bezahlen lassen wie er will.

  10. #370
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    Standard AW: Pleite aufgrund des Mindestlohns

    Zitat Zitat von Amadeus Beitrag anzeigen
    Tatsache ist und bleibt: In der Schweiz gibt es keinen gesetzlichen Mindestlohn.

    staatlich regulierten Mindestlohn gbt es nicht, das ist richtig, ist auch nicht notwendig, da die Unternehmen dort vernünftige Sozialpolitik mit ihren Mitarbeitern betreiben

    Es sagt doch keiner, daß er sich schlechter bezahlen lassen soll! Dann soll er halt selbst mal dafür tätig werden. Sich einen besseren Arbeitgeber suchen, bessere Tarifabschlüsse aushandeln.

    Aber warum soll der Staat irgendetwas für ihn tun? Was hätte der Staat davon? Das war meine Frage.

    Der Staat ist nicht nur eine Merkel oder besteht nicht nur aus den Bundestag, der Staat ist alles.
    Die Politik wird geführt von den sogenannten Volksvertreter, wobei mir hier das Wort schwer fällt, diese Politiker als Volksvertreter zu bezeichnen, eher als nach dem Volk tretenen.
    Aber seisdrum, die führende Politiker haben nämlich eine Aufgabe, sie wurden gewählt um die Interessen ihres Volkes zu vertreten, das heisst auch das sie die Aufgabe haben, ihr Volk vor Lohndumping, kriminelle Machenschaften also auch auf Arbeit zu schützen. Dazu gehört nicht nur ein Mindestlohn, sondern auch Arbeitsschutz, der gerade von vielen Baufirmen nicht eingehalten wird. Ihr habt in Deutschland eine schwache Gewerkschaft, Arbeitnehmerinteressenverbände sind oft Zahnlose Tiger und nicht imstande die Interessen der arbeitende Bevölkerung zu vertreten.
    Also sollte in dem Fall der Staat die Aufgabe wahrnehmen und für das Wohl seiner Bürger sorgen, indem er genau dieses Lohndumping verhindert. Der Staat hat nicht die Aufgabe Lobbypolitik zu betreiben. Ansonsten, wenn du der Meinung sein solltest, das der Staat überhaupt für niemanden was tun sollte, könnte man sofort jede Organisation, wie Polizei Armee Ämter auflösen, die werden dann nicht mehr benötigt. Kein Hartz 4 mehr, keine Kontrollen mehr und die afrikanischen Einwanderer sind wieder in ihrer Heimat angekommen, somalische Verhältnisse auf deutschen Boden.


    Nein, die Frage ist gerade jetzt hochaktuell. In der dritten Welt gibt es nicht nur Ziegenhirten, sondern auch fähige Menschen, die gut ausgebildet sind oder sich gerne gut ausbilden lassen würden und auch könnten. Jetzt begründe doch mal, wieso die kein Recht auf gleichen Lohn und gleiche Sozialleistungen haben sollen wie Deutsche!

    Ich freue mich übrigens, daß die deutschen Linken diese ("rassistische") Ungleichbehandlung anscheinend auch immer weniger einsehen. Wir sehen ja, daß sich die Meinung durchzusetzen scheint, daß eigentlich jeder Mensch auf der Welt das gleiche Recht auf deutsche Jobs und deutsche Sozialleistungen haben sollte.

    Kann ja sein, daß es gute Argumente dagegen gibt. Aber wenn es sie gibt, dann bleiben die Gewerkschaften und Arbeitnehmervertreter und diejenigen, die von "sozialer Gerechtigkeit" reden, uns seit Jahrzehnten diese Argumente schuldig. Ich will jetzt endlich wissen, wozu wir diese ganze Sozialscheiße eigentlich haben sollten.
    Warum soll ich sowas begründen ? Dafür gibt es keinen Grund, weil ich der Meinung bin, Können und Leistung zählt.
    Aber gut, ich gebe dir gerne meine Meinung dazu, im Ostblock war es damals Gang und Gebe, die Hilfe für dritte Weltländer in Ausbildung und Errichtung einer Infrastruktur zu stecken. Die war oft dort Effektiv, wo die Mentalität der Menschen es zu liess und sie aus diesem Wissen was machten. Kuba in Lateinamerika aber insbesondere Vietnam profitieren enorm aus der Ostblockhilfe in den 80iger Jahre heute noch. Gerade vietnam ist ein land mit einem guten und moderaten WIrtschaftswachstum , im Gegensatz zu China wird das Lebensniveau der Menschen langsam aber dafür auf alle Schichten verteilt angehoben. Also bin ich durchaus der Meinung, Hilfe ja, zur Selbsthilfe. Die Ostblockhilfe in Afrika verlief bis auf wenigen Ausnahmen alle im Sand, weil die Afrikaner nicht das kulturelle Niveau haben aus sich was zu machen.
    Es gibt so gut wie keine Negerrepublik, die langfristig es geschafft haben ein stabilen demokratischen Staat zu gründen. Ein Grund sicherlich auch durch den oft hohen muslimischen Bevölkerungsanteil, die nicht gewillt sind mit anderen religösen Minderheiten Frieden zu schliessen. Und das alles trotz grosser Entwicklungshilfe, Förderprojekte und reiche Bodenschätzen.

    Aber vielleicht mal ein Argument warum ein Inder, ein Nigerianer in seiner Heimat nicht den selben Lohn erwarten kann wie in Deutschland oder Schweiz, auch wenn er eine hervorragende Qualifikation besitzt. Ganz einfach, weil die Firmen, Unternehmen vor Ort nicht die finanzielle Deckung besitzen wie europäische, weil die Lebensherhaltungskosten um ein vielfaches geringer sind. Um in der Schweiz ein Leben auf ein vernünftiges Niveau zu führen benötige ich 3000 Euro Netto, in Deutschland in etwa 2000 Euro. In Nigeria hätte ich damit den Stand eines sehr Reichen Paschas mit 10 Frauen und könnte mir den ganzen Tschadsee damit kaufen.

    Zu dem einen Satz von dir, begründe mir mal bitte warum jeder Mensch ein Anspruch hat auf ein deutschen Job und auf ein deutsches Gehalt, warum ?

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