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Nein, so "einfach" war es nicht.
Gewiss, Nazis und ihre Anhänger empfanden das Kriegsende als "Niederlage".
Wer aber die Nazis und ihre Verbrechen, die Deutschland überhaupt erst in diese schlimme Lage gebracht hatten, verabscheute und begriffen hatte, dass alles Unglück, das Deutschland getroffen hatte, u.a. die Bombenangriffe auf deutsche Städte und alles Leiden der Zivilisten, eine Folge der Politik, Kriegstreiberei und Verbrechen gegen die Menschlichkeit waren, die die Nazis zu verantworten hatten, der empfand die Beseitigung des Naziregimes und das Ende des furchtbaren Krieges als "Befreiung"!
Wenn man also Recht und Unrecht zu unterscheiden vermag, dann kann man die Beseitigung des Naziregimes und das Kriegsende nicht anders als eine "Befreiung" vom verbrecherischen Bösen schlechthin begreifen!
"Wenn wir irgendetwas beim Nationalsozialismus anerkennen, dann ist es die Tatsache, daß ihm zum erstenmal in der Politik die restlose Mobilisierung der menschlichen Dummheit gelungen ist."
Kurt Schumacher (1895-1952), deutscher Politiker und Patriot
"Die beiden Gelehrten Gabundus und Terentius diskutierten 14 Tage und 14 Nächte lang
über den Vokativ von Ego. Am Ende griffen sie zu den Waffen."
Umberto Eco
hast du nicht gelesen was ich aus dem prozeß irving-lipstadt in diesem form schrieb und zitierte? wobei prof. evans die ganze beweisführung von irving zurück folgte, und er durch dokumente beweisen konnte, daß die zahl ungefähr 25.000 war.
daß aber durch goebbels ministerium davon 250.000 gemacht wurde?
prof evans war - soweit ich weiß - kein mitglied der historiker-kommission. er hat aber drei weltweit anerkannte expertbücher geschrieben: »the coming of the third reich«, »the third reich in power« und »the third reich at war«.
ehrlich: goebbels traue ich alles zu. er schrieb nicht umsonst in seinem tagebuch, das sie viel zu verantworten hatten.
anti-extrem
Lieber Arnold...
als es auf praktisch jede größere deutsche Stadt Bomben regnete - in einem Ausmaß, welches die Welt noch nicht gesehen hat. Und seither auch nie wieder gesehen hat...
Man beachte, noch heute ziehen sie jede Woche Bomben aus deutscher Erde. Und zwar Bomben der perfidesten Art. Mit Zeitzündern, um die herbeieilenden Retter auch noch zu zerfetzen. -
also das alles haben die Menschen unmöglich als "Befreiung" erlebt. Ganz sicher nicht.
Man beachte auch den "Volkssturm", und dass es bis zuletzt keinen Aufstand gegen Hitler gab.
"Befreiung", dann hätten sie vielleicht keine Zivilisten bombardieren sollen, wie es absichtlich getan wurde.
Ich bleibe dabei, es ist nicht der historisch richtige Begriff.
Deutschland wurde besiegt, und "entnazifiziert". Schließlich waren fast alle begeistert dabei gewesen.
Auch "Befreier" sind Menschen. Angesichts der vom Naziregime verordneten, systematischen bestialischen Verbrechen der Deutschen war der Hass auf Deutschland und die Deutschen groß! Hass in jeder Form, ob als Rassenhass, als Rachegefühl usw., ist immer ein schlechter Ratgeber. Daher kam es auch auf Seiten der Armeen der demokratischen Staaten zu Verbrechen. Aber diese Verbrechen waren nicht staatlich angeordnet - das ist eben der Unterschied zu diktatorischen, verbrecherischen Regimen! -, sondern persönliche Verfehlungen und Verbrechen von Menschen, die sich nicht in der Gewalt oder einen zweifelhaften Charakter hatten. Die "Befreier" waren nicht diese Leute, sondern die verantwortlichen Politiker der demokratischen Staaten, die die Nazis militärisch besiegt und zur Rechenschaft gezogen haben!
Wenn wir in der BRD eine gerechte Gesetzgebung hätten,dann würden auch derartige Verharmlosungen von Verbrechen der Alliierten unter Strafe stehen. Ist es aber nicht. Und daran sieht man,dass deutsche Opfer weniger wert sind als beispielsweise jüdische Opfer.
Diese alliierten Verbrechen sind ausführlich wissenschaftlich untersucht worden, die Ergebnisse sind publiziert. Jeder, der "Spaß" daran hat, sich näher damit zu beschäftigen, hat dazu reichlich Gelegenheit.
Ansonsten gibt es keine Veranlassung, in Deutschland Gesetze zu beschließen, die "Verharmlosungen von Verbrechen der Alliierten unter Strafe" stellen, weil das niemand, der bei Verstand ist, macht und eine solche Behauptung nur Propaganda derjenigen ist, die die Naziverbrechen verharmlosen oder sogar leugnen wollen. Dagegen allerdings, gegen die Verharmlosung und Leugnung von Naziverbrechen, gibt es aus gutem Grund Gesetze, die ein solches Tun - eine Verhöhnung auch der deutschen Opfer des Naziregimes - unter Strafe stellt!
"Wenn wir irgendetwas beim Nationalsozialismus anerkennen, dann ist es die Tatsache, daß ihm zum erstenmal in der Politik die restlose Mobilisierung der menschlichen Dummheit gelungen ist."
Kurt Schumacher (1895-1952), deutscher Politiker und Patriot
Geschichtsforschung wird aber weder vor noch von Strafgerichten betrieben. Der durch Forschung erzielbare Erkenntnisgewinn mehrt sich auch nicht, wenn man nun in einer an Hysterie grenzenden Hektik versucht, die letzten "Täter" zu bestrafen, denen man habhaft werden kann.
Dazu zwei Dinge. Zum einen könnte man das so interpretieren, als seien die Handlungen der SS zum Tatzeitpunkt als statthaft erachtet worden. Damit stehst du im tiefen Widerspruch zur aktuellen Lesart. Zum anderen muss man feststellen, dass diese Regelungen herzlich wenig nutzen, wenn sich der Hauptakteur aller nennenswerten Kriege der letzten 50 Jahre sowieso einfach der Instanz entzieht, die sie durchsetzen und Verstöße dagegen sanktionieren soll.Gerade wegen der Mord-Exzesse der SS gibt es ja heute die Regelungen, die dergelichen nicht mehr als statthaft ansehen.
Geändert von OneDownOne2Go (19.10.2013 um 20:12 Uhr)
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