
Zitat von
Ali Ria Ashley
Karol, das Problem liegt auch und vor allem darin: Wer als türkischer Migrant nach Deutschland kommt, bleibt fremd. Mehr noch, auch nach 50 Jahren, nach manchmal drei, vier Generationen, selbst mit deutschem Pass, lebt eine alarmierend hohe Zahl von türkischen Zuwanderern nach wie vor in einer Parallelwelt, und um ihre Zukunft der meisten steht es schlecht.
Diese bisweilen Isolierten Menschen, werden verhöhnt, beleidigt, verspottet und gedemütigt, ihre würde mit Füßen getreten. Im kleinen und im großen.
Und dann wirfst du ihnen vor, sie sind es selber schuld. Aber, das ist nicht die Schuld dieser Menschen allein, ganz sicher nicht. Das ist eben auch das Ergebnis von Sprüchen wie:
„Du bist kein Deutscher, du hast hier nicht zu wollen?“ Oder „Halte dich aus deutschen Angelegenheiten etc“.
Mein Gott ihr gebt ihnen bisweilen keine einzige Chance und sagt: „Ihr wollt ja gar nicht!“
Könnt ihr euch nicht vorstellen dass solche Worte wie Hohn klingen?
Diese Einstellung von einigen hat Folgen für Deutschland. Das Land braucht Zuwanderung, weil die Deutschen zu wenig Kinder bekommen; die Bevölkerung schrumpft, sie altert, ihre Produktivität ist in Gefahr.
Doch wenn die kinderreichen türkischen Migranten schlecht ausgebildet sind, wenn sie keine Jobs finden, dann kosten sie den Staat Geld, statt ihn zu stützen. Eine Studie der Bertelsmann-Stiftung von 2008 schätzt die Lasten verfehlter Integration auf bis zu 16 Milliarden Euro, pro Jahr.
Aber warum bleiben die Fremden so häufig fremd, warum kommen vor allem Türken nicht in Deutschland an, offenbar nicht einmal die, die hier geboren sind? Vielleicht könnte man ja mal etwas mehr nachdenken und Nachhaltige Antworten schreiben als bisweilen nur öde, rassistische, Sprüche.