Unbestritten - auch die Norweger, Schweden oder Holländer kann man da erwähnen - ABER, bei fast allen System (Österreich einmal aussen vor lassend) spielt eine, nenne ich es einmal, marktwirtschaftliche Kompomente eine Rolle - sprich ein Teil der Rentenbeiträge sind kapitalbasiert und damit ein absolutes NoGo in Deutschland.
Diese Ablehnung führt dem zu Kuriosum, dass z.B. in der Schweiz die Renten für Männer durchschnittlich bei 4 500 € + X liegt und bei Frauen "nur" bei 3 000 € + X (und hierbei werden nur die Beträge der Säule AHW - also beitragsfinanzierte Pflichtrente analog zum deutschen System und der zweiten, kapitalbasierten, Säule gerechnet - die dritte, freiwllig kapitalbasierte Säule käme, wenn vorhanden, on top). Nur - von der Schweiz ist seltsamweise fast nie die Rede.
Gut, das schweizer System ist auch ein extrem neoliberales System - ALLE bezahlen nach Einkommen den gleiche Prozentsatz in die AHV ein (also neben Entlohung aus Arbeit auch Einkünfte aus Mieten, Pachten, Zinsen, Dividenden etc.) UND es gibt eine gesicherte AHV-Grundrente (so um die 1 300 €) UND gleichzeitig eine Kappungsgrente wo die maximale Rentenzahlung der AHV-Rente gedeckelt ist (so um die 2 600 €).
Man kann doch von den deutschen Politikerinnen, Beamtinnen, Selbstständigen, Freiberuflerinnen und vor allem Bezieherin hoher und höchster Einkommen aus Mieten, Pachten, Zinsen, Dividenden etc. nicht erwarten ggf. zighunderttausende, wenn nicht gar zigmillionen an Euros in eine gesetzliche Rente einzubezahlen und am Ende das Tages mit einem Nasenwasser von maximal 2 600 € abgespeist zu werden - das wäre ja eine bodenlose Unverschämtheit und jetzt man auch, warum das deutsche Rentensystem so gestaltet ist wie man das System nun einmal parteipolitisch gestaltet hat.




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