
Dazu zwei Anmerkungen:
"ohne Gesetze" bedeutet nicht "ohne Regeln". Gesetze in einem modernen Sinne sind ja was anderes als bspw. Traditionen, Sitten, Normen, sind was anderes als religiöse Gebote und Tabus, sind was anderes als Gewohnheitsrecht oder auch Richterrecht.
Und Selbstjustiz ist nicht die einzige Alternative zum staatlichen Gewaltmonopol - so wenig, wie die einzige Alternative zur Zentralverwaltungswirtschaft die Selbstversorgung ist. Sondern die Alternative zu einem Monopol ist ein Polypol, d.h. in diesem Falle die Freigabe der Durchsetzung von Regeln, woraus keine Pflicht zur Selbstdurchsetzung folgt.
(Darin irrte schon Locke in seinem 2nd Treatise, als er das Problem der allgemeinen Strafbefugnis zum Angelpunkt seiner Begründung für die Notwendigkeit eines Verlassens des Naturzustandes machte.)
Aktueller Kalenderspruch, KW 8: Nicht jeder, der Gutes tut, macht nichts Schlechtes. (Michael Heymig, 021019)
Da Demokratie bedeutet , viel Macht für Wenige , wäre dann Rio´s " Keine Macht für niemanden "nicht eine Alternative ? oder
dass "Macht kaputt was euch kaputt macht !"
Durch Arbeitsteilung entstand das Bedürfnis nach "führender Koordination". Wer diese Funktion ausfüllt, hat nun mal Macht. Aber es gilt, diese gerecht umzusetzen und nicht grundsätzlich abzulehnen.
Zum Zinseszins.
Ich setze hier mal etwas gegen deine "Verteufelung" des Zinseszins.
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Noch einen Satz zum Eigentum hineingeschmissen, dann geht's zum Abendessen:
The ultimate threat that underlies any systems of property is that of violence. If someone refuses to yield to arbitration and/or accept tthe judgment of the courts, the system (any system, including government) moves to violence.
(Benson, Bruce: Customary Law with Private Means of Resolving Disputes and Dispensing Justice, in: The Journal of Libertarian Studies, Vol. IX, No. 2 (1990), S. 35)
Aktueller Kalenderspruch, KW 8: Nicht jeder, der Gutes tut, macht nichts Schlechtes. (Michael Heymig, 021019)
Und zur Hierarchie:
As the result of widely diverse human talents, in every society of any degree of complexity a few individuals quickly acquire the status of an elite. Owing to superior achievements of wealth, wisdom, bravery, or a combination thereof, some individuals come to possess 'natural authority', and their opinions and judgments enjoy widespread respect.
(Hoppe, Hans-Hermann: Democracy. The God that Failed. The Economics and Politics of Monarchy, Democracy, and Natural Order, New Brunswick / London 2007 (9.), S. 71
Aktueller Kalenderspruch, KW 8: Nicht jeder, der Gutes tut, macht nichts Schlechtes. (Michael Heymig, 021019)
Sehr richtig. Im Studium hatten wir dazu den Begriff "informeller Führer"; es ist der in der Gruppe "superiore" Mensch aufgrund eines wie auch immer besonderen Leistungsvermögens. Das Ideal wäre, wenn der "formelle" (An)Führer zugleich auch der "informelle" wäre. Dann deckten sich sogleich die Erwartungshaltungen und die Gruppe empfände die Position des Anführers als durchweg gerecht.
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