Die Wahrheit über die „Stalinschen Säuberungen“
Der größte Trumpf, den die heutigen Liberalen gegen die Sowjetunion ausspielen, sind die so genannten „Stalinschen Säuberungen“. In den heutigen Massenmedien nennt praktisch niemand die genaue Zahl der Menschen, die in der Sowjetunion den Repressionen während der Stalin-Zeit zum Opfer gefallen sein sollen. Unsere „gewissenhaften Demokraten“ sprechen von „Dutzenden bis Hunderten Millionen Menschen“. In letzter Zeit ist sogar von „bis zu 150 Millionen(!) Opfern“ die Rede. Dies würde bedeuten, dass nahezu 80 Prozent der damaligen Sowjetbevölkerung aus „Opfern Stalinscher Repressionen“ bestand…
Diese Zahlen werden meist unhinterfragt hingenommen – auch von den Patrioten.
Doch gibt es Menschen, die den Versuch unternehmen, Licht ins Dunkel zu bringen. Wie viele Menschen waren denn nun Opfer der „Stalinschen Säuberungen“?
Herr Prof. Aslanbek Chaschumarowitsch Schogenow aus Naltschik, Doktor der technischen Wissenschaften, übersandte uns die Ergebnisse seiner Recherchen, die aus den bekannten Materialien über die politischen Repressionen in der Sowjetunion ein Fazit ziehen.
„Repressionen heute und gestern“
Viele Regierungsorgane, Vereine und Privatpersonen haben versucht, die politisch Unterdrückten in der UdSSR zu beziffern. Während der Regierungszeit von Nikita Chruschtschow resümierte eine Gruppe von Regierungsfunktionären, angeführt von R. Rudenko, dem damaligen Generalstaatsanwalt der UdSSR, folgendes: „Zwischen 1921 und heute (1954) wurden 3.777.380 Menschen aufgrund konterrevolutionärer Verbrechen verurteilt. Von diesen wurden 642.980 zum Tode verurteilt, 2.369.220 wurden zu Lagerhaft von bis zu 25 Jahren und 765.180 zu Verbannung verurteilt.“ Dies bedeutet, dass in 32 Jahren etwa 4 Millionen Menschen politischen Repressionen zum Opfer gefallen sind. Dies sind 125.000 Menschen pro Jahr bei einer Gesamtbevölkerung von durchschnittlich 165 Millionen Menschen. Dies erscheint natürlich nicht wenig, aber weitaus niedriger als die Berichte von „hunderten Millionen Repressierten“.
Auch unter Gorbatschow untersuchte man die „Stalinschen Säuberungen“
Die Kommission unter Führung des „Vorarbeiters der Perestroika“ und des antistalinistischen Chefideologen A. N. Jakowlew, konstatierte folgendes: „In der Zeit von 1930 bis 1953 haben die Organe OGPU, NKWD und NKWD-MGB 2.578.592 Strafverfahren eingeleitet und 3.778.234 Menschen politischen Repressionen ausgesetzt. Von ihnen wurden 786.098 mit dem Tod durch Erschießen bestraft“. Hier sprach man wieder von 4 Millionen Repressionsopfern, allerdings in einem Zeitraum von nunmehr 23 Jahren.
Zu einem anderen Ergebnis kam die Untersuchungskommission der Akademie der Wissenschaften der UdSSR im Jahre 1989. Der wissenschaftliche Mitarbeiter W. Semskow, der mit der Leitung der Kommission beauftragt war, präsentierte folgendes Ergebnis: „In 72 Jahren der sowjetischen Führung wurden knapp 4 Millionen Menschen politischer Verfolgung ausgesetzt. Zum Tode durch Erschießen verurteilt wurden dabei etwa 828.000. Der Großteil der politisch Verfolgten, nämlich 82 Prozent, entfällt auf die Jahre 1937 und 1938. Die übrigen 18 Prozent verteilen sich auf die übrigen 70 Jahre der sowjetischen Herrschaft.“
Warum gab es in den Jahren 1937 und 1938 derart viele politisch Verfolgte? Eine Antwort auf diese Frage liefern die Tagebuchaufzeichnungen des
früheren US-Botschafters in der UdSSR, Joseph E. Davis: „Dank der Bemühungen des FBI wissen wir heute, dass Hitlers Agenten überall tätig waren, darunter auch in den Vereinigten Staaten und in Südamerika. Die deutsche Intervention in Prag wurde durch die militärischen Organisationen von Konrad Henlein unterstützt. Dasselbe passierte auch in Norwegen (Quisling), der Slowakei (Tiso) und in Belgien (Degrelle)…. Doch derartiges beobachten wir in Russland nicht.
‚Wo sind die russischen Helfer Hitlers?‘, werde ich oft gefragt. Darauf antworte ich: ‚Sie wurden erschossen‘. Erst jetzt beginnt man zu begreifen, wie weitsichtig die sowjetische Regierung in den Jahren der Säuberungen handelte“. Mit dieser Ansicht stimme auch W. Molotow überein: „Wir müssen dem Jahr 1937 zugutehalten, dass wir keine Fünfte Kolonne hatten während des Krieges“.
Woher kamen also die Behauptungen, dass unter Stalin „dutzende bis hunderte Millionen Menschen“ Opfer politischer Repreassalien wurden? Richtig, von den üblichen, „demokratischen“ Lügnern. Herr Solschenizyn, zum Beispiel, bezifferte die „Opfer Stalinscher Säuberungen“ erst mit 66, dann mit 110 Millionen.
Solschenizyn, der von den Liberalen als „Vater der russischen Demokratie“ gefeiert wird, erzählte den Studenten der Züricher Universität über die „Grauen des Stalinismus“ wie folgt: „Ich finde, ich habe eine gewissenhafte Forschungsarbeit gemacht, auch wenn diese nicht in allen Belangen wissenschaftlich ist… Ich brauche nicht Hunderte von Fakten… anstelle von diesen Hunderten von Fakten habe ich meine Darstellungen mit künstlerischen Erzählungen untermalt.“
Oder, anders gesagt, Solscheniyzn hat in seinem Buch „Der Archipel Gulag“ völlig unverblümt den Baron von Münchhausen gespielt… Und das Allertraurigste an der Geschichte ist, dass dieses Buch ein Standardwerk im Geschichtsunterricht an russischen Schulen darstellt!!!
Wozu auch? Die „Demokratie“ braucht keine Fakten, keine Professorentitel, keine Forschungen, sie kann sich auf ihre „Freiheit“ berufen und mithilfe dieses Begriffes alles Mögliche behaupten.
Übrigens, wissen Sie eigentlich, dass das Buch „Der Archipel Gulag“ auf dem UN-Quartier in Genf von einem Verkaufsverbot betroffen ist, weil es eine „verleumderische Schrift in Bezug auf eines der UN-Länder (Russland)“ darstellt?
Noch ein Beispiel. Am 18. Oktober 1991 wurde in Russland das „Gesetz über die Rehabilitierung der Opfer politischer Repressionen“ erlassen. Die Durchführung des Gesetzes wurde abermals der Jakowlew-Kommission überlassen, die von A. N. Jakowlew, einem erbitterten Stalin-Gegner, angeführt wurde. Jakowlew räumte in einem Interview im Jahre 2006 ein, dass bereits 1,5 Millionen Opfer politischer Repression rehabilitiert wurden, obwohl deren Zahl nach Jakowlews Ermittlungen nur 637.614 betrug.
Selbst wenn man die Behauptungen Jakowlews für bare Münze nimmt, dann ergibt sich im Umkehrschluss die Situation, dass von den mindestens 66 Millionen angeblichen Opfern der politischen Repressionen, die in Solschenizyns Büchlein angeführt wurden, rund 64,5 Millionen tatsächlich juristisch schuldig sind. Es wurden ja lediglich 1,5 Millionen rehabilitiert... Und das obwohl die heutigen „Rechtsschützer“ der Ansicht sind, dass die „Opfer politischer Verfolgung“ ausnahmslos Unschuldslämmer sind…
Eine Lüge nach der anderen, eine Science-Fiction-Geschichte nach der anderen…