
Zitat von
FranzKonz
Eine Frage der Planung:
Der gemeine Tourist sucht sich eine landschaftlich schöne Strecke zu einem herausragenden Ziel aus. Er schert sich den Teufel um Tankstellen, Ladestationen und andere Unfüglichkeiten. Muss er auch nicht, denn der Tiger im Tank bringt ihn hin und zurück.
Der gehobene eMobilist hingegen sucht sich eine möglichst ebene Strecke mit möglichst geringem Stromverbrauch aus. Im Sommer in schattiger Umgebung, um den Strom für die Klimaanlage zu sparen, im Winter mit Sonneneinstrahlung um Heizung zu sparen. Als Reiseziel kommt nur eine subventionierte Ladestation in Frage, die innerhalb der Reichweite des Fahrzeugs liegen muss.
Der gemeine Tourist besichtigt am Ziel eine Burg, ein Museum, eine Gartenschau oder vielleicht auch ein besonders schönes Puff, je nach Neigung und Interesse.
Die Interessen des gehobenen eMobilisten sind vorab festgelegt: Er unterhält sich (während er an der subventionierten Ladestation ansteht) mit dem gehobenen eMobilisten, der gerade lädt, über die Vorteile des eMobilismus. Derlei Gespräche sind ungemein tiefschürfend, denn es steht sehr viel mehr Zeit zur Verfügung, als dem gehetzten Gemeintouristen, dessen Karre in 3 Minuten für die nächsten 1000 km fit ist.