
Zitat von
Nereus
Da diese „heiligen“ Zuhälter- und Hurengeschichten aus dem hebräischen Tanach offenbar auch Teile der katholischen Morallehre sind, wie hier von einer Politikwissenschaftlerin zu erfahren ist, nun etwas nähere Aufklärung dazu.
Abrahams Vater Tharah hatte zwei Frauen, von denen die Halbgeschwister Abraham und Sarah abstammten. Abraham war mit seiner Halbschwester Sarah verheiratet, gab sie aber gelegentlich nicht als seine Ehefrau, sondern als seine unverheiratete Schwester aus. Diese Betrug brachte ihm großen Reichtum ein.
Als er mit der schönen Sarah in Ägypten war um Nahrung zu besorgen (1. Mose 12, 10-20), warb der Pharao um die Hand der angeblich unverheirateten Abraham-Schwester und bezahlte eine fürstliche Ablösesumme an ihren Bruder mit „ Schafen, Ziegen, Rindern, Eseln, Knechten und Mägden, Eselinnen und Kamelen“. Doch der Betrug mit der unberührten Jungfrau flog schnell auf. Sarah zeigte sich im Bett als schon gebraucht, worauf sie dem Pharao beichtete, daß sie eigentlich Abrahams Ehefrau wäre und nur ausgeborgt sei. Der Pharao war empört, schimpfte mit Abraham wegen dessen Täuschung, beließ ihm aber den Hurenlohn für seine Halbschwester. Das Abrahamgeschäft muß aber noch einträglicher gewesen sein, denn anschließend erfährt man aus der Bibel, daß Abraham nun sehr reich an Vieh, Silber und Gold sei. Da Abraham offenbar keine Lust hatte mit Sarah zu schlafen, überließ ihm diese ihre ägyptische Magd Hagar aus dem Pharaonenlohn, da er ihr offenbar ihre angebliche Unfruchtbarkeit eingeredet hatte, weil sie nach dem Beischlaf mit dem Pharao nicht schwanger geworden war. Hagar gebar nun den Sohn Ismael und spielt sich anschließend als Herrin in der Familie auf.
Das Geschäftsmodell wurde fortgesetzt. Um für die vom Pharao erbeuteten großen Viehherden Weideflächen zu pachten, machte Abraham mit dem [Links nur für registrierte Nutzer] von [Links nur für registrierte Nutzer], ca. 13 km südlich von Gaza, einen Vertrag, wobei Sarah wieder mit ins Spiel kam (1. Mose 20). Die Hurengeschichte lief genauso ab wie schon beim Pharao: Abimelech löhnte Schafe, Ziegen, Rinder, Knechte und Mägde. Als das falsche Spiel raus kam, gab Abimelech die Frau dem Abraham zurück und legte noch 1000 Silberstücke dazu. Vermutlich hatte er sich mit Sarah gut verstanden. Sarah wurde schwanger.
Abimelech hatte bald Sehnsucht nach ihr und besuchte mit Gefolge den Abraham und die Sarah bei ihren Zelten und Viehherden, was als „große Ehre durch den hohen Herren“ aufgefaßt wurde. Abraham eilte aufs Feld um Braten für ein Festmahl vorzubereiten. Der „hohe Gast“ näherte sich inzwischen seiner großen Liebe, die ihm ihr süßes Geheimnis anvertraute, daß sie einen Philisterkönig unter ihrem Herzen trüge. Bei seiner Rückkehr prophezeite ihm der „hohe Gast“, daß Sarah ihm bald einen Knaben schenken würde, womit Abraham auf seine Anerkennung der fremden Vaterschaft vorbereitet und verpflichtet wurde. Nach der Geburt des Isaak, befahl Sarah die Hagar mit ihrem Ismael in die Wüste zu schicken, wegen deren Überheblichkeit und Isaaks Erbsicherung. Das besorgte Abraham widerstandslos, da der Ismael offenbar nicht von ihm gezeugt worden war und auch nur von einem ägyptischen Knecht abstammte. Vermutlich war Abraham unfruchtbar oder homosexuell. Sein Erbe hatte er daher schon seinem Knecht Elieser aus Damaskus versprochen. So beschloß Abraham den lästigen Sara-Sohn aus dem Weg zu schaffen und „dem Hirtengott als Schlachtopfer“ darzubringen. Doch vermutlich befürchtete der kindermordlustige Abraham die Blutrache des Philisterkönigs Abimelech und seiner eigenen Halbschwester Sarah, besann sich kurz vor der Bluttat und wählte einen Sündenbock aus als Ersatzopfer für seinen Gott.
Nach dem Studium dieser Geschichten im Alten Testament, kam der gläubige Christ Theodor Fritsch auf den Gedanken, daß diese Moralvorstellungen nicht dem Wesen und der Art der Europäer entsprechen können und daher der hebräische Hirtengott Jahweh, der im Koran mit anderem Namen genannt wird, der falsche Gott sei.