Meh, das Leben eines Europäers sollte niemals gegen das Leben eines Eindringlings getauscht werden, aber mal ehrlich – der Rettungshelfer hat mehr als Pflichtbewusst seinen Job erfüllt. Wenn man seine Verantwortung als solcher ernst nimmt fragt man sowieso niemals danach, wen man retten will und wen nicht. Der Fall ist tragisch, aber schlecht machen sollte man die Selbstlosigkeit dieses Mannes nicht. Anders als z. B. bei irgendwelchen Dummhelfern, die in Flüchtlingsheimen ihr soziales Credo unter Beweis stellen wollen und dann verdient von ihren Lieblingen vergewaltigt, misshandelt, beleidigt oder ausgeraubt werden.
"Dem modernen Menschen ist es gleichgültig, in seinem Leben keine Freiheit zu finden, wenn er sie in den Reden jener verherrlicht findet, die ihn unterdrücken." - Nicolás Gómez Dávila
Kleiner Exkurs: Als ich mal mit dem eigenen Kfz nach Ägypten einreiste und in Nuweiba die dortigen Versicherungspapiere ausgehändigt bekam, instruierte mich ein Grenzbeamter dass ich, sollte es innerhalb einer Ortschaft zu einem Unfall mit Personenschaden kommen, ich auf gar keinen Fall anhalten, aussteigen und Hilfe leisten solle! Vielmehr sollte ich Gas geben und so schnell wie möglich den Ort des Geschehens verlassen, und mich auf direktem Weg zum nächsten Posten der Miliz oder Armee begeben. Dort sei ich in Sicherheit, und dort würde man sich um alles weitere kümmern.
Hab auf N24 mal so eine Art Quiz-Doku gesehen, wo in USA einer in einer Art Kanal in einer Sturzflut mitgerissen wird incl. dem ganzen Schrott. Das einzige und richtige was die Rettungskräfte machten war, zu versuchen, dem Ertrinkenden in Abständen immer wieder vom Ufer, bzw. einer Brücke einen Rettungsring mit Seil zuzuwerfen, was dann in diesem Fall glücklicherweise auch zum Erfolg führte.
Es ging hierbei um das richtige Verhalten in so einer Situation.
Beim gestellten Rettungsschwimmen (in der Schulzeit) hab ich gelernt, den zu Rettenden ersaufen zu lassen, wenn er versucht sich an einen zu klammern (dann ersaufen beide) und es vorher nicht möglich ist ihn k.o. zu hauen. Sonst von hinten unter dem Arm brustkorbumschlingend nehmen und rückwärts mit froschartigen Beinschlägen rausschwimmen. Das aber nicht in einer reissenden Flut.
Geändert von Heinrich_Kraemer (31.05.2016 um 20:28 Uhr)
Heizerist in Ben Ephraims Gemeinde.
Mit deiner Reaktion hast du - vermutlich unbewusst - genau das bestätigt, was ich schon unausgesprochen vermutete.
Ich will dir zunächst einmal die genauen Umstände dieses Vorfalls schildern, wie sie soeben im regionalen TV in zuvor noch nicht so detaillierter Form berichtet wurden:
Da sieht ein Feuerwehrtrupp vom am Rande einer überfluteten Unterführung aus einen Asylanten im Flutstrom fuchteln und unter Wasser verschwinden.
Dann wird einem Mitglied der Feuerwehr überstürzt ein Seil umgebunden, das von 30 (!) Feuerwehrmännern gehalten wird, und der Helfer geht ins Wasser.
Nach kurzem Gang erreicht er einen unter einem Meter liegenden Kanalisationsschacht, dessen Deckel weggespült worden war - was man in der Dreckbrühe natürlich nicht sehen konnte.
Der Helfer wird sofort in den Schacht gezogen, das Seil reisst am scharfkantigen Schachtrand und der Feuerwehrmann wird hineingezogen. Ende.
So, und nun meine für mich sehr deutlich erkennbaren Zwänge dieser Umstände (auch wenn ich nichts davon beweisen kann, erscheint es mir aber angesichts der gegenwärtigen Stimmungslage im Land sehr plausibel):
- Weil man nicht in den Verdacht geraten wollte, man hätte diesen Asylanten wegen rassistischer Motivation ersaufen lassen, beschließt der Einsatzleiter ohne nachzudenken eine äusserst riskante Aktion. Er lässt einen einzelnen Helfer an ein Seil binden und schickt ihn ohne vorheriges Überlegen der zu erwartenden Umstände ins Wasser.
- Er hätte wissen müssen, dass man einen einzelnen Helfer trotz Sicherheitsleine nicht in einen meterhohen, reissenden Wasserschwall gehen lassen kann, wenn man nicht mal weiss, was sich im Wasser befindet und man zusehen musste, dass sogar Autos wie Plastik-Badeentchen auf der Flut treiben und mitgerissen werden.
Das war umgekehrter Rassismus und die übertriebene Vorsicht, sich bloß nicht dem Vorwurf aussetzen zu müssen, man habe einen Asylanten fahrlässig und aus fremdenfeindlichen Motiven ersaufen lassen.
Da hat beim Einsatzleiter offenbar das Gehirn ausgesetzt. Anders ist diese unglaublich leichtsinnige und fahrlässige Handlungsweise bei einem geschulten Feuerwehr-Einsatzleiter nicht mehr zu erklären.
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