Die PAZ hat Manfred Ritter wieder in Erinnerung gebracht.
[Links nur für registrierte Nutzer]Aktuell wie nie zuvor
Autor warnte schon vor 25 Jahren vor einem »Sturm auf Europa« – Buch jetzt neu aufgelegt
Einer, der im Zusammenhang mit der heute so brandgefährlichen „Flüchtlingskrise“ rechtzeitig die argumentative Flagge gezeigt hat, ist Manfred Ritter. Er veröffentlichte bereits vor 25 Jahren ein Buch mit äußerst realistischen Prophezeiungen zur Masseneinwanderung nach Deutschland und Europa. Das Buch „Sturm auf Europa. Asylanten und Armutsflüchtlinge. Droht eine neue Völkerwanderung“ ist auch heute noch höchst aktuell und erlebt jetzt im Hase & Köhler-Verlag eine Neuauflage. Die PAZ sprach mit dem Autor, der als Landesanwalt in Bayern viele Jahre mit dem Asylrecht befasst war. Das Interview führte Wolfgang von Weiden.
PAZ: Ihr vor 25 Jahren erschienenes Buch hat in den vergangenen Monaten im Antiquariats-Handel eine rekordverdächtige Preissteigerung erlebt. Vermutlich deshalb, weil es die Zustände vorhergesagt hat, die wir derzeit mit den Armutsflüchtlingen erleben. Im Jahr 1990 haben Ihre Thesen noch zu wütenden Angriffen linker und grüner Medien geführt. Werden Ihre Gegner nun zugeben, dass Sie recht gehabt haben?
Manfred Ritter: Das ist bei roten und grünen Ideologen leider nicht zu erwarten, obwohl es nun offensichtlich sein müsste, dass meine Argumente für eine „Festung Europa“ zutreffend waren. Im Übrigen war mein Buch in den vergangenen 25 Jahren eigentlich ständig aktuell. Wir hätten heute kein Flüchtlings-Chaos, wenn man meine Vorschläge nicht ignoriert hätte. Man darf allerdings neugierig sein, ob nun wenigstens die „Realos“ unter den Politikern meine Argumente objektiv und ohne Angst vor den darin enthaltenen Tabubrüchen diskutieren werden.Die damalige Hetze gegen Ritter.PAZ: Jahrzehntelang hat es die deutsche Politik vermieden, in Europa Sonderwege zu gehen. Wird Merkel jetzt mit ihrer Flüchtlingspolitik zur Totengräberin Europas?
Ritter: Merkel und ihre Anhänger glauben offenbar, dass der Wohlstand in Deutschland für Jahrzehnte gesichert ist, gleichgültig, wie viele Leute einwandern. Dabei droht uns eine weltweite Rezession, die in Europa und besonders im exportabhängigen Deutschland sehr schnell zu einer Massenarbeitslosigkeit und zum Zusammenbruch unserer Wirtschafts- und Sozialsysteme führen kann. Ich habe in meinem Buch bereits eindringlich vor dieser Achillesferse unseres Wohlstandssystems gewarnt. Jetzt ist diese Gefahr – auch wegen der Globalisierung – noch größer geworden. Viele Europäer fürchten daher zu Recht, dass Merkel mit den Flüchtlingen auch noch eine Massenarbeitslosigkeit importiert, unter der die EU zerbrechen könnte. Die moralisierenden Politiker sollten erkennen, dass nicht die „gute“ oder „böse“ Zielrichtung für das Ergebnis entscheidend ist, sondern dass politische Beschlüsse emotionsfrei getroffen werden müssen, wenn man vernünftige Lösungen erreichen will.
[Links nur für registrierte Nutzer]Haß gegen Ausländer (I)
Das Buch des Herrn Ritter
Ein Landesanwalt schreibt für die „göttliche Ordnung“
Von Christine Schulz
Als Landesanwalt hat Ritter die Aufgabe, vor dem Verwaltungsgericht bei der Rechtsfindung mitzuwirken, wenn etwa ein Asylersuchen strittig ist oder über eine Abschiebung entschieden werden muß. Dabei ist er, bayerische Besonderheit, gleichzeitig abhängiger Vertreter des Staates und unabhängiger Vertreter des öffentlichen Interesses, muß also, ähnlich wie ein Staatsanwalt, sowohl zu Lasten als auch zugunsten eines Angeklagten ermitteln.
Außer Dienst, in seinem Buch, zieht Ritter nun auf 143 Seiten gegen die „Vermischung der Rassen“ zu Felde. Er fordert die Abschottung Deutschlands und Europas vor einer Masseneinwanderung von „Armutsflüchtlingen“ aus der Dritten Welt. Sollte dies nicht geschehen, drohe Europa die „Hölle einer multikulturellen Gesellschaft“, verglichen mit der sogar „ein kommunistisches System noch wesentlich erträglicher“ sei.
Diese für einen in Asylverfahren tätigen Landesanwalt „heiklen Äußerungen“ (Oberlandesanwalt Philbert) begründet Ritter in neun Kapiteln. Das erste heißt gleich „Der Marsch in den Untergang“, im letzten wirft er deutschen Verwaltungsrichtern die Ausschaltung von Gesetzgeber und Volk zugunsten von „Asylschwindlern“ vor.



Mit Zitat antworten


