"Gotteslob" # 380, Strophe 9 und aktueller denn je:
Melodie: "Großer Gott, wir loben Dich!"
Sieh dein Volk in Gnaden an.
Hilf uns, segne, Herr, dein Erbe;
leit es auf der rechten Bahn,
dass der Feind es nicht verderbe.
Führe es durch diese Zeit,
nimm es auf in Ewigkeit.
Irrtum - es herrschte akuter Warenmangel, ich kenne noch den Standard: Reparierst Du mir mein TV, besorge ich Dir Farbe für Deinen Zaun, usw.
Der Unmut über den politischen Maulkorb war schon da, aber letztendlich nicht das primär Ausschlaggebende; meine Frau arbeitete in der HO (später KAISER's) an der Kasse. Nur deswegen hatten wir etwas mehr Lebensmittel des alltäglichen Bedarfs, als die "normalen" Bürger.
Ab Sommer 1989 wurden die Regale in den Kaufhallen immer leerer, die Mitarbeiter hatten Mühe, die Lücken in den Regalen auszugleichen.
Die DDR war mit ihrer nicht frei konvertierbaren Währung de facto pleite, trotz Strausscher 2Mrd. Westmark Finanzspritze, trotz Zwangsumtausch und Stasi-Oberst Scholodkowskis Klauereien (Koordinierung) überall im In- und Ausland.
Der wirtschaftliche Kollaps war nicht mehr zu übersehen, und konnte jede Woche eintreten.
Letztendlich hat die Staatssicherheit selbst, den Untergang der DDR eingeleitet - ohne den wirtschaftlichen Druck, hätten Demos der Bürger in einem Blutbad geendet - und in China war es ja auch so.
Letztendlich ging die DDR unter, nicht aber die Stasi - heute sitzt sie überall in Schlüsselpostionen der BRD, besetzt den Posten des Kanzlers der BRD und des Bundespräsidenten und krëirt die neue DDR 2.0, in der wir nun leben -
Ово више није моја земља
Die DDR-Bürger waren aber seit Kriegsende, seit 1953 und seit 1961 einen niederen Lebensstandard gewohnt, der aber immer noch höher, als in den anderen Ostblockstaaten war. Und sie hätten noch ein paar Jährchen durchgehalten. Nur das absolute Reiseverbot haben sie dann nicht mehr hingenommen. Für die Übernahme der Stasis waren übrigens ausnahmslos die westdeutschen Sozen und Linken verantwortlich, die als 68er Generation schon immer mit dem Sozialismus liebäugelten, ohne dessen Realität jemals kennen zu lernen oder lernen zu wollen. Mit Kusshand nahmen sie die hier heimlich verschwundenen Stasis auf. Diese sind heute Hauptunterstützer der Antifa. Leider sind die Ostdeutschen nach der Grenzöffnung von der Politik weg zum höheren Wohlstand hingelaufen. Ihre letzte politische Einflussnahme war ihr Druck auf die Wiedervereinigung, weil sich sonst das "Amt für nationale Verteidigung" sofort wieder breit gemacht hätte. Es macht sich jetzt mit einem Viertel Jahrhundert Verzögerung trotzdem breit. Damit hat keiner rechnen können.

Ich habe schon damals eine Zeit in der DDR verbracht und mit vielen gesprochen. Die wirtschaftliche Situation wurde immer schlechter, die andere Seite konnte man sich im TV jederzeit ansehen, die Unzufriedenheit war riesengroß..zuletzt ganz offen.
Bei Öffnung der Grenzen wären die Fachkräfte weg gewesen..
Einer meiner späteren Angestellten war ein Ossi aus Halle...dem es auch dort nicht schlecht ging, der aber trotzdem schon früher das Land verlassen hat.
Wenn es den Menschen wirtschaftlich besser gegangen wäre, die Revolution wäre ausgefallen...
Ein sehr schöner Film über die Ereignisse in Holland.
Quasi ein kleiner Maidan. Nur das keine westlichen Politiker Beifall klatschen.
„Es gibt kein gutmütigeres, aber auch kein leichtgläubigeres Volk, als das deutsche. Keine Lüge kann grob genug ersonnen werden, die Deutschen glauben sie. Um eine Parole, die man ihnen gab, verfolgen sie ihre Landsleute mit größerer Erbitterung als ihre wirklichen Feinde.“
Napoleon Bonaparte
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