Wie Norwegen Asylbewerber nach 48 Stunden abschiebt
Deutschlands Polizei und Kommunen fordern ein Asylverfahren im Eiltempo. In Norwegen gibt es das längst – chancenlose Anwärter werden dort blitzschnell nach Hause geschickt. Kritiker halten das für rechtswidrig.
OsloIm Transitzentrum Refstad in der norwegischen Hauptstadt Oslo sind in den vergangenen Monaten Hunderte Menschen neu angekommen. Die meisten davon stammen aus Albanien und dem Kosovo. Hier gibt es einen Garten, eine Kantine und einen großen Gemeinschaftsraum, wo die Asylbewerber im Internet surfen oder fernsehen können. Doch ihr Aufenthalt ist nur von kurzer Dauer. Von sehr kurzer Dauer.
Nach höchstens zwei Tagen sitzen die meisten in einem Flugzeug zurück in ihre Heimat – oder in das Land, in dem sie zuletzt registriert wurden. Während die Koalitionspartner in Deutschland hitzig über die Einrichtung von Transitzonen an den Außengrenzen streiten, entscheidet Norwegens Migrationsbehörde UDI schon seit 2004 im Blitzverfahren über den Asylanspruch von Menschen, deren Bewerbungen als aussichtslos gelten.
„Die 48-Stunden-Prozedur wird nur bei Asylbewerbern angewandt, die aus Ländern kommen, die die UDI als sicher ansieht“, erklärt Dag Baervahr, stellvertretender Direktor der Behörde. Dazu müsse ihr Schutzanspruch „nach einer individuellen Betrachtung als offensichtlich unbegründet erachtet werden“. Bei dieser Betrachtung werden nach Auskunft der Behörde etwa „die Ernsthaftigkeit des Antrags“ sowie die Gesundheit des Asylbewerbers und die Frage berücksichtigt, ob er bei der Rückkehr in sein Land besonders gefährdet sein könnte.
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Aber der Michel ist dann erst mal wieder glücklich, weil D-Mark und alles wieder gut.

