

das das nicht stimmt, solltest du an der entwicklung der arbeitnehmerrechte ablesen. die anzahl der arbeitsstunden, die zahl der urlaubstage, die krankenversorgung, die arbeitnehmervertretung, die arbeitsbedingungen, und nicht zu guter letzt, der unterschied zwischen brutto und netto plus arbeitgeberanteil.
und das alles vergleichst du mal bitte von heute zur nachkriegszeit. es ist die dekadenz, die ich bei solchen aussagen wie die von dir so hasse. ein arbeiter in den 60er oder 70er jahren, wäre gerne in der heutigen lage der arbeitnehmer gewesen. dessen lebensverhältnisse verglichen zu heute.....aber was rede ich. entweder bist du dafür noch zu jung.....oder einfach unwissend.
„Zuerst ignorieren sie dich, dann lachen sie über dich, dann bekämpfen sie dich und dann gewinnst du.“
Mahatma Gandhi


Heutzutage ist es doch schon ein Privileg sozialversicherungspflichtig beschäftigt zu sein. Der Billiglohnsektor heutiger Zeit hätte in den 60er und 70er Jahren zu einem Aufstand oder zu einer Abwanderung von West nach Ost geführt. Was meine Situation angeht: Mit meiner Ausbildung hätte ich vor 30 Jahren zur absoluten Elite gehört und hätte mir den Job aussuchen können. Heute geht es mir wie meinen Kollegen: Ein befristeter Vertrag, der 1-2 Jahre läuft, nach dem anderen, in dem Bewusstsein, dass man irgendwann keinen mehr bekommt. Die Bezahlung liegt kaum über Hartz IV Niveau und man ist über diese Situation wirklich noch froh, da es anderen mit vergleichbarer Qualifikation noch deutlich schlechter geht.
Darf man fragen, was Dein Beruf ist?
Dass bei einer Neuanstellung heute erst mal i.d.R. nur befristete Verträge bekommt, ist sicher schon fast eher zur Normalität geworden. Allerdings heißt das ja nicht, dass man nach Ablauf der Frist entsorgt wird aus der Firma.
Von Seiten der Arbeitgeber kann ich das Befristen der Verträge bei unserem starren Kündigungsschutz schon oft nachvollziehen. Dagegen ist es natürlich für die Arbeitnehmer nicht die Wunschsituation - aber das wird wohl in der Zukunft auch nicht besser werden wenn sich die Kündigungsgesetze nicht ändern.
Bei einer guten Ausbildung eine Bezahlung kaum über H4-Niveau zu erhalten dagegen, dürfte kaum der Normalfall sein.

Ich habe von Anfang an einen unbefristeten Arbeitsvertrag bei meinem Noch-Arbeitgeber erhalten. Dieser zahlt allerdings nicht nach irgendeinem Mondtarifvertrag und fällt zeitweise auch noch unter den Kündigungsschutz für Kleinbetriebe.
Außerdem gilt laut Vertrag nur der gesetzliche Kündigungsschutz.
Und genau das hat sich jetzt für ihn gerächt. Ich habe 5 Wochen vorher gekündigt und auf 2,5 Wochen Resturlaubsanspruch statt Auszahlung bestanden.
Klar kann man mit bestimmten Ausbildungen arm trotz Arbeit bleiben. Dazu empfehle ich etwas was mit Kunst, Gestaltung, Sozialwissenschaften oder Geisteswissenschaften zu tun hat.
Hatte ich bei meinem letzten Arbeitgeber auch. Später wurden dann dort erst mal nur noch Jahresverträge vergeben. Die allerdings wurden fast immer nach einem Jahr entfristet. Un dd das Geld war für die Branche völlig in Ordnung.
Im Normalfall ist es für eine Firma, der es wirtschaftlich gut geht, völlig schwachsinnig, Verträge nicht zu verlängern (ob man sie nun entfristet oder einfach neue Zeitverträge ausgibt). Wer gut arbeitet ist ein Gewinn für eine Firma. Den Vertrag mit dieser Person nicht zu verlängern, heißt, dass der AG Kosten für die Suche nach einem neuen Mitarbeiter auf sich nehmen muss, Zeit in Bewerbungsgespräche und Einarbeitung investieren muss und nicht weiß, wen er sich da ins Boot holt und ob der Neue ebenso gut sein wird wie derjenigen, der bereits den Betrieb kannte und gut eingearbeitet und produktiv war.
Augen auf bei der Berufswahl halt. Wer bestimmte Berufe wählt, weiß eigentlich, wie es um die Verdienstmöglichkeiten bestellt ist. Ein Altenpfleger, Friseur, Erzieher ... sollte seinen Beruf aus Überzeugung wählen und weil er genau das tun will.Klar kann man mit bestimmten Ausbildungen arm trotz Arbeit bleiben. Dazu empfehle ich etwas was mit Kunst, Gestaltung, Sozialwissenschaften oder Geisteswissenschaften zu tun hat.
Manche gut ausgebildeten Menschen sind auch unterbezahlt obwohl das eigentlich nicht "dem Berufsbild entspricht". Wenn man der Meinung ist, gut zu sein und dabei unterbezahlt, sollte man den AG wechseln. Oder ggf. die Region.


Das werde ich hier nicht äußern. In anderen Threads hatte ich aber ohnehin schon erwähnt, dass ich studiert und auch promoviert habe und zwar im MINT Bereich.
Doch, siehe: [Links nur für registrierte Nutzer][...]Bei einer guten Ausbildung eine Bezahlung kaum über H4-Niveau zu erhalten dagegen, dürfte kaum der Normalfall sein.
Tausende Akademiker sind in Deutschland über befristete Arbeitsverträge beschäftigt und eine Entfristung ist bereits jetzt die absolute Ausnahme. Der Trend geht in die Richtung, wer kein Professor wird oder den Absprung in die Industrie nicht schafft, landet irgendwann auf der Straße.
Es sind mehr Menschen Sozialversicherungspflichtig beschäftigt als jemals zuvor in Deutschland und das bei einem Rückgang von Menschen im erwerbsfähigem Alter von 300.000/Jahr.
Mit Sicherheit nicht, denn es waren nicht nur Löhne warum man damals von Ost nach West geflüchtet ist.Der Billiglohnsektor heutiger Zeit hätte in den 60er und 70er Jahren zu einem Aufstand oder zu einer Abwanderung von West nach Ost geführt.
In welcher Branche arbeitest du denn? Mir würde jetzt keine Berufsgruppe einfallen die sowas von sich sagen kann.Mit meiner Ausbildung hätte ich vor 30 Jahren zur absoluten Elite gehört und hätte mir den Job aussuchen können. Heute geht es mir wie meinen Kollegen: Ein befristeter Vertrag, der 1-2 Jahre läuft, nach dem anderen, in dem Bewusstsein, dass man irgendwann keinen mehr bekommt. Die Bezahlung liegt kaum über Hartz IV Niveau und man ist über diese Situation wirklich noch froh, da es anderen mit vergleichbarer Qualifikation noch deutlich schlechter geht.
Es gibt leider Altersdiskriminierung in Deutschland (vor der ich mich auch fürchte) und den öffentlichen Dienst, der Angestellte nur noch für 2 Jahre einstellt. Dann noch Postdienstleistungen wo miserable Löhne gezahlt werden (Im Vergleich zu den Beamten in den 60ern/70ern ... entsprechend ist die Qualität gesunken).
Für alle anderen Branchen/Berufsgruppen kann das eigentlich nicht sein!
1. Serve the public trust.
2. Protect the innocent.
3. Uphold the law.
Okay, verstehe ich.
Und dann ein so lausiges Gehalt und kein sicherer Job?In anderen Threads hatte ich aber ohnehin schon erwähnt, dass ich studiert und auch promoviert habe und zwar im MINT Bereich.
Schon komisch. Kenne ich so eher nicht. Liegt es vielleicht an der Region?
Na ja, dass im Öffentlichen Dienst nicht toll bezahlt wird, ist ja kein Novum. Mein Mann hatte da auch mal ein Angebot, das vom Arbeitsgebiet her für ihn superinteressant gewesen wäre. Aber die Bezahlung dort war indiskutabel. Ich selbst habe vor knapp 15 Jahren auch mal kurze Zeit im ÖD gearbeitet. Meins war das nicht.Doch, siehe: [Links nur für registrierte Nutzer]
Na das ist aber nun Quatsch. Mag ja für Deine Branche zutreffen, weiß ich nicht. Aber - auch wenn die ganz unbeschwerten Zeiten auf dem Arbeitsmarkt vorbei sind - im Normalfall findet ein guter Akademiker (sofern er nicht gerade was sehr freakiges studiert hat) auch vernünftige Jobs. Dauert halt vielleicht und heute ist man auch nicht mehr sein Arbeitsleben lang in nur einer Firma aber das, was Du da schreibst ist schon extrem dramatisiert.Tausende Akademiker sind in Deutschland über befristete Arbeitsverträge beschäftigt und eine Entfristung ist bereits jetzt die absolute Ausnahme. Der Trend geht in die Richtung, wer kein Professor wird oder den Absprung in die Industrie nicht schafft, landet irgendwann auf der Straße.

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