Nachbar gesteht Brandanschlag auf Flüchtlingsheim
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Escheburg. Der Escheburger, ein 38 Jahre alter Familienvater, hat nach Angaben der Lübecker Staatsanwaltschaft den
[Links nur für registrierte Nutzer] in der Gemeinde im Kreis Herzogtum-Lauenburg gestanden.
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Erleichterung, aber auch Entsetzen – das sind die vorherrschenden Gefühle in Escheburg, jener Gemeinde im Kreis Herzogtum Lauenburg, in der vor elf Tagen ein
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Erleichterung, weil jetzt ein Tatverdächtiger festgenommen wurde. Bei dem Mann soll es sich laut übereinstimmenden Medienberichten um einen Mitarbeiter der Hamburger Finanzbehörde handeln.
Entsetzen herrscht in Escheburg, weil der Mann, der die Tat jetzt gestanden hat, ein unmittelbarer Nachbar der Unterkunft ist. Ein 37 Jahre alter Familienvater, nicht vorbestraft. Er steht nun unter dringendem Tatverdacht, am 9. Februar einen Brandsatz in das Haus geworfen zu haben, in das einen Tag später sechs Männer aus dem Irak einziehen sollten.
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Der 3400-Einwohner-Gemeinde, in der es vor dem Anschlag Aufruhr wegen der kurzfristig verkündeten Ankunft der Asylbewerber gab, steht ein schwieriger Weg bevor.
Escheburgs Bürgermeister Rainer Bork glaubt, dass die Tat "eine Kurzschlusshandlung" war. Er sei auch erleichtert darüber,
dass die Tat offenbar "keinen rechtsradikalen Hintergrund" habe.
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Etwa 15 Anwohner aus der direkten Nachbarschaft hatten beim Bürgermeister und auch im Amt Hohe Elbgeest vehement protestiert, als bekannt wurde, dass sechs Männer in die Unterkunft ziehen sollen und nicht, wie die Anwohner glaubten, Familien.
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Das Amt Hohe Elbgeest will aber daran festhalten, dass Asylbewerber in das Haus in Eschenburg kommen.