Cundasawmy Narainee (44) stammt ursprünglich aus Mauritius.
„Die letzten 20 Jahre habe ich aber in Syrien gelebt“, sagt sie. Zuletzt in Idlib, einer Provinz, in der jetzt der IS das Sagen hat.
Einen Mann und vier Kinder im Alter von sechs bis 14 Jahren habe sie dort zurückgelassen. Die Idee: In Europa Asyl beantragen, dann die Familie nachholen. Weg vom Bürgerkrieg.
Nur: In Dänemark, wohin Cundasawmy letzten Herbst vom türkischen Izmir aus flog, hat man ihren ersten Asylantrag schon abgelehnt.
„Dort sagte man mir, ich solle nach Mauritius gehen, schließlich hätte ich zwei Nationalitäten.“ Doch das will Cundasawmy nicht - auch weil fraglich sei, ob sie ihre Familie dorthin mitnehmen könne.
Also fuhr sie nach Deutschland und stellte in Berlin einen weiteren Asylantrag. Sie wurde registriert, nach Chemnitz geschickt, blieb eine Woche dort.
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Mohamad Zaroon weint, als er seine Geschichte erzählt.
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„Die Behörden glauben mir nicht, dass ich erst 16 bin“, klagt Mohamad. Tatsächlich wurde er in Passau von Beamten auf 18 geschätzt - nur deshalb konnte er erst nach Chemnitz und jetzt nach Dresden geschickt werden.