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Thema: Krisenherd Ukraine (Dez. 2013 - Mai 2023)

  1. #16591
    Mitglied Benutzerbild von Olli
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    Standard AW: Krisenherd Ukraine

    Zitat Zitat von Soshana Beitrag anzeigen
    Gabriele Krone-Schmalz super ! Danke Widder fuer den Tipp.

    Anne Will vom Mittwoch:

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    Schließe mich dem Dank an,...Frau Krone-Schmalz, ehemalige ARD Korrespondentin der ARD in Moskau, ein Beispiel von Sachverstand, Einfühlungsvermögen und Fairness, allerdings war ich auch überrascht, das der Herr Missfelder (CDU) die Vorgänge in Kiew doch sehr differenziert betrachtet hat, wäre schön wenn die Bundesregierung sich diese Sichtweise anschließen könnte.

  2. #16592
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    Standard AW: Krisenherd Ukraine

    Zitat Zitat von Pius12 Beitrag anzeigen
    Kein Redeverbot für Schröder

    Straßburg (dpa). Die Grünen sind im Europaparlament mit einem Antrag gescheitert, der Ex-Bundeskanzler Gerhard Schröder beim Thema Krim-Krise zum Schweigen auffordern wollte. Die Abgeordneten wiesen den Vorstoß gestern in Straßburg mit Mehrheit ab.
    Die Fraktionsvorsitzenden der Grünen, Rebecca Harms und Daniel Cohn-Bendit, hatten in dem Antrag verlangt, Schröder sollte wegen seiner Beziehungen zum russischen Energiekonzern Gazprom "keine öffentlichen Aussagen zu Themen machen, die Russland betreffen". Harms sagte: "Schröder hat seine Rolle als ehemaliger Bundeskanzler mit den politischen Interessen der russischen Wirtschaft vermischt."
    Schröder hatte Moskaus Vorgehen in dem Ukraine-Konflikt als völkerrechtswidrig bezeichnet - zugleich wollte er aber Russlands Präsidenten Wladimir Putin nicht verurteilen. Zudem kritisierte er die Ukraine-Politik der EU. Schröder ist ein Freund von Putin.

    So demokratisch sind Grüne!!!!!!!!!!!!!1
    Gut dass die ein paar aufs Maul bekamen.

    Ein Beschluß "Schröder sollte keine öffentlichen Aussagen zu Themen machen, die Russland betreffen"
    wäre aber sowieso kein Redeverbot gewesen, sondern nur die schriftliche Fixierung einer depperten Wuschvorstellung.
    Ignoriert: ABAS amendment Anhalter autochthon Chronos Drache Dude Hakim Lykurg Mittendrin Navy Olliver pixel Politikqualle purple Ramjet Rikimer Shehara
    Quadrokopter in der Bibel:
    https://www.politikforen.net/showthread.php?186118


  3. #16593
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    Standard AW: Krisenherd Ukraine

    Zitat Zitat von ABAS Beitrag anzeigen
    Hoert die versuchte Threadzersetzerei auf Ihr Bloedspammer!

    Der Loesungsvorschlag fuer die Konflikte in der Ukraine ist nicht von
    mir sondern von Henry Kissinger den ich hier nochmals wiederhole,
    weil der " alte Haudegen " sich als Lichtgestalt bei der ernsthaften und
    vernuenftigen Loesung des Ukraine Konflikte aus der schaebigen Masse
    der Hardliner, Schattengewaechse und verbohrten Geostrategen abhebt:



    Ich halte aber diesen Vorschlag fuer den bisher einzigen konstrukiven
    und stabilisierenden Beitrag seitens aller Akteure die involviert sind
    oder sich als involviert sehe, mal von den pragmatischen Vorschlaegen
    der Chinesen abgesehen, die in diesem Falle nicht einfach die Lage
    loesen koennen indem sie mit Koffern von Geld in die Ukraine reisen.

    Nur wenn die Ukraine Mitgliedsland der EU geworden ist besteht auch
    fuer die Chinesen ein gesichertes Umfeld fuer weitere Investitionen,
    genau wie fuer die EU Laender, Russland und die USA als Investoren.

    Das Volk der Ukraine braucht stabile politische Zustaende, eine neue
    Regierung die nicht korrupt ist und sich freiwillig einer Kontrolle ueber
    alle zukuenftig gemachte Investionen und Verwendung der Mittel
    unterzieht.

    Man sollte in der Ukraine die Bildung einer neuen Regierung zulassen
    wenn sich diese Regierung einer langjaehrigen Kontrolle durch die EU
    und alle anderen Investionslaender ueber die Verwendung der Mittel
    unterstellt. Das kann man vertraglich kontraktieren und schafft nicht
    nur Sicherheit fuer die Investoren sondern auch fuer das Volk in der
    Ukraine.

    Alle Konflikte in der Ukraine sind mit kontrollierten Investionen loesbar
    und nicht mit Waffengaengen! Das Volk und das Land Ukraine sind jede
    Investition seitens der EU, der Russen, der Chinesen und der USA wert!
    Kissingers Vorschlag ist gut, allerdings sollte man beim EU-Beitritt vorsichtig sein, da die EU bald einen Machtblock mit den USA in einer weiteren Stufe bilden soll. Die EU und die USA mit Kanada sollen verschmelzen.

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    Eine neue bargeldlose Waehrung, die den Euro und US-Dollar abloesen soll, wird geschaffen.

    Die USA werden also an der russischen Westgrenze vor deren Haustuere stehen.

    US-Konzerne erhalten Zugang zur Ukraine schon ueber das kommende Freihandelsabkommen. Die Konzerne stehen ueber dem Gesetz und den Nationalstaaten, die in Europa abgeschafft werden sollen:

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    Russland muss mistrauisch bleiben, da US-amerikanische Oelkonzerne Zugriff auf die Gas- und Oelleitungen bekommen wollen.

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    Weiterhin koennte es Kissinger, der ein verlaengerter Arm von Rothschild und Rockefeller ist, bei seinem "Vermittlungsvorschlag" um Zeitgewinn gehen ?

    Die alten Saecke der westlichen Hochfinanz bemerken naemlich, dass Putin eine Invasion in der Ukraine starten und die Putschisten stuerzen koennte.

    Putin duerfte bemerkt haben, dass diese Herren seinen Kopf wollen ?

    Der Sturz Putins ist vom Westen geplant und wird bereits vorbereitet. Wenn jetzt Putin zuschlaegt, dann koennte er die Plaene der westlichen Hochfinanz durchkreuzen und genau das duerfte Kissinger bei seinem Vorschlag mitberuecksichtigt haben ?

    Die Ukraine stellt fuer die westliche Hochfinanz ein Brueckenkopf zur Destabilisierung und zum Sturz Russlands dar. Deshalb darf nicht die ganze Ukraine zur EU kommen. Vielleicht nur der Westen um Lemberg, also Galizien ?

    Ausserdem koennte der Westen in 3-5 oder 10 Jahren einen Rueckzieher machen und die NATO in die Ukraine erweitern.

    Zu oft schon hat der Westen bzgl. der NATO-Osterweiterung seine Versprechungen gegenuber Russland gebrochen. Das ist fuer Russland eine traumatische Erfahrung, die man hier beruecksichtigen sollte.

    Bei Kissinger muss man zudem misstrauisch sein, da er Diener der Hochfinanz ist. Ausserdem weiss er auch, dass Putin in naechster Zeit gegen den US-$ agieren koennte.

    Das westliche FIAT-Geldsystem ist angeschlagen und die USA sind verwundbar.

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    “The powers of financial capitalism had another far reaching aim, nothing less than to create a world system of financial control in private hands able to dominate the political system of each country and the economy of the world as a whole.” –Prof. Caroll Quigley, Georgetown University, Tragedy and Hope (1966)

  4. #16594
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    Standard AW: Krisenherd Ukraine

    Ich gehe hier wider der hartnaeckigen Bloedspaemmer und Strangzersetzer
    auf den bedeutenden, wesentlichen, konstruktiven, stabilisierenden Vorschlag
    von Henry Kissinger zur friedlichen Loesung des Ukraine Konfliktes mit zwei
    Beitraege ein:
    Voltaire Netzwerk | 10. März 2014

    Henry Kissinger schlägt vor, die Ukraine zu finnlandisieren

    In einem offenen Forum von der Washington Post nimmt Dr. Henry Kissinger über die ukrainischen Krise Stellung[1]. Nachdem er erklärt hatte, dass die Ukraine als Staat weder als Verbündeter Russlands, noch als Verbündeter des Westens leben könnte, sondern nur als Brücke zwischen den beiden, fuhr er – bei der Gefahr sich selbst zu widersprechen – fort mit einer Präsentation der historischen Wurzeln Russlands und der Ukraine.

    Er behauptet, die aktuelle Krise habe ihren Ursprung in dem Willen der beiden Führer der Ukraine, dem ganzen Land, auf Kosten der anderen Hälfte, seinen Willen aufzuzwingen. Ihm zufolge wäre Julia Timoschenko pro-europäisch und Viktor Janukowitsch pro-russisch.

    Er bedauert die aktuelle militärische Wende der Krise und warnt vor einem unsicheren Konflikt für beide Teile. Schließlich macht er vier Vorschläge, die er als Grundsätze der Diskussion darstellt und nicht als Anforderungen der US-Politik:

    1. Die Ukraine muss ihr Wirtschaftssystem wählen können und der Europäischen Union beitreten.
    2. Die Ukraine sollte nicht der NATO beitreten.
    3. Die Ukraine sollte finnlandisiert (d.h. neutral) werden.
    4. Die Krim soll sich nicht abspalten, aber Kiew soll ihr mehr Autonomie zuerkennen und die Beibehaltung der russischen Flotte in Sewastopol gewährleisten.


    Dieser differenzierte Text muss als Suche nach einem Ausweg angesehen werden. Die Beschreibung der zwei ukrainischen Führungsleute, die eine pro-europäisch und der andere pro-russisch, entspricht nicht der Realität: Frau Timoschenko hat das Gas-Abkommen mit Russland ausgehandelt und unterzeichnet, was ihr einbrachte, vor Gericht angeklagt und verurteilt zu werden; Janukowitsch jedoch hat das Abkommen für die Ausbeutung des ukrainischen Gases mit der Shell ausgehandelt und unterzeichnet, was ihm ebenfalls eine Verurteilung einbringen könnte. In diesen kritischen Fällen haben beide Verantwortliche nur ihre eigenen Interessen verfolgt und nicht die eines ideologischen Lagers.

    Wie auch immer, diese "ausgewogene" Präsentation, d.h. die gleichwertige Aufteilung der Fehler zwischen den beiden Seiten soll eine Krisenlösung ermöglichen: Washington würde verzichten, das Land in die NATO zu integrieren und die Fortsetzung der russischen Flotte im Schwarzen Meer garantieren, wenn Moskau darauf verzichtete, die Krim in die Zollunion aufzunehmen und sie nicht annektierte.

    Das Problem ist aber, dass dieses Angebot erst jetzt kommt, wo Washington bereits die Schlacht auf dem Terrain verloren hat. Wenn Moskau das Angebot ausschlagen sollte, könnte die NATO ihre Raketen vorschieben, würde aber 35 Milliarden Dollar Schulden verwalten müssen, eine Regierung voller Nazis und den Verlust der Krim verkraften müssen, und vielleicht noch viel mehr, d.h. auch Transnistrien.

    Zusammenfassung: In den Wirren der Explosion der UdSSR und den Verkündigungen der Unabhängigkeit der Sowjet-Staaten wurde die von Transnistrien so wenig bekannt, dass die Vereinigten Staaten, um ihren Einfluss dort zu schaffen, Opposition gegen seine Anerkennung durch die UNO eingelegt haben und versuchten, durch Unterstützung einer rumänisch-moldauischen Invasion jenseits des Dnijesters, es zu zermalmen. Aber sie unterschätzten stark die Moskauer Generäle die gegen Boris Eltsine arbeiteten, die durch die vor Ort stationierte 14. Armee den Sieg des Widerstandes unter der Leitung von dem damaligen Präsidenten von Transnistrien (Pridnestrovie), Igor Smirnov, erlaubten. Ein Bericht über unbekannte Ereignisse, die in einem Status Quo gipfelten, und wieder bei den Diskussionen über den Status des Kosovo und den russischen Rückzug aus dem KSE-Vertrag zur Debatte kamen[2]

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    IPG / Internationale Politikgesellschaft / 14. Maerz 2014

    Henry A. Kissinger: "Eine Dämonisierung Putins ist keine Politik"
    Vier Vorschläge für eine ausbalancierte Unzufriedenheit.


    Verständnis für russische Geschichte und Psychologie zählt nicht gerade zu den Stärken von US-Entscheidungsträgern."

    Die öffentliche Debatte um die Ukraine dreht sich vor allem um das Thema Konfrontation. Aber wissen wir, auf was wir uns einlassen? Ich habe in meinem Leben vier Kriege erlebt, die mit großer Begeisterung und öffentlicher Unterstützung begonnen wurden. Bei allen wussten wir nicht, wie wir sie beenden sollten und aus dreien haben wir uns einseitig zurückgezogen. Der Test von Politik ist nicht wie sie beginnt, sondern wie sie endet.

    Die Ukraine-Frage wird viel zu oft als ein Showdown dargestellt: Geht die Ukraine an den Westen oder an den Osten? Aber um zu überleben und sich zu entwickeln, darf die Ukraine Niemandens Vorposten sein. Vielmehr sollte sie eine Brücke zwischen beiden Seiten darstellen. Was Russland und der Westen jetzt begreifen müssen Russland muss akzeptieren, dass der Versuch, die Ukraine in eine Satellitenrolle zu zwingen und Russlands Grenzen erneut zu verschieben, nur dazu führen würde, die Geschichte sich selbst verstärkender Kreisläufe wechselseitigen Drucks zwischen Russland und dem Westen zu wiederholen.

    Der Westen muss verstehen, dass die Ukraine für Russland nie ein beliebiges fremdes Land sein kann. Russlands Geschichte begann mit der Kiewer Rus. Von hier aus verbreitete sich die russische Religion. Die Ukraine war jahrhundertelang ein Bestandteil Russlands, und die Geschichte der Länder war schon vorher miteinander verknüpft. Einige der wichtigsten Schlachten um Russlands Freiheit – beginnend mit der Schlacht von Poltawa 1709 – wurden auf ukrainischem Boden geschlagen. Die Schwarzmeerflotte – Russlands Mittel zur Einflussnahme im Mittelmeerraum – ist langfristig in Sewastopol auf der Krim stationiert. Selbst so renommierte Dissidenten wie Alexander Solschenizyn und Joseph Brodsky betonten immer, dass die Ukraine ein integraler Bestandteil der russischen Geschichte, ja Russlands sei.

    Die Ukraine-Frage wird viel zu oft als ein Showdown dargestellt: Geht das Land an den Westen oder an den Osten? Aber um zu überleben und sich zu entwickeln, darf die Ukraine Niemandens Vorposten sein. Die Europäische Union muss verstehen, dass ihre bürokratische Zögerlichkeit und die Unterordnung der strategischen Dimension unter innenpolitische Erwägungen dazu beigetragen haben, dass aus Verhandlungen über das Verhältnis der Ukraine zu Europa eine Krise wurde. Außenpolitik ist die Kunst, Prioritäten zu setzen.

    Das entscheidende Element sind die Ukrainer selbst. Sie leben in einem Land mit komplexer Geschichte und mehrsprachigen Wurzeln. Der westliche Teil wurde 1939 in die Sowjetunion integriert, als Hitler und Stalin die Beute verteilten. Die Krim, deren Bevölkerung zu 60 Prozent aus Russen besteht, wurde erst 1954 Teil der Ukraine, als Nikita Chruschtschow, ein gebürtiger Ukrainer, das Gebiet an die Ukraine gab, als Teil der 300-Jahr-Feierlichkeiten eines Russischen Abkommens mit den Kosaken.

    Der Westen ist überwiegend katholischen, der Osten überwiegend russisch-orthodoxen Glaubens. Im Westen wird Ukrainisch, im Osten Russisch gesprochen. Jeder Versuch eines Teils der Ukraine, den anderen zu dominieren - so wie das bisher üblich war – würde langfristig zu einem Bürgerkrieg oder einer Spaltung führen.

    Die Behandlung der Ukraine als Teil einer Ost-West-Konfrontation würde für Jahrzehnte jede Aussicht zerstören, Russland und den Westen – vor allem Russland und Europa – in einem kooperativen internationalen System zusammenzubringen.

    Die Ukraine ist seit lediglich 23 Jahren unabhängig; davor war sie seit dem 14. Jahrhundert immer unter irgendeiner Form von Fremdherrschaft. Es überrascht nicht, dass ihre Führer die Kunst des Kompromisses nicht gelernt haben, und noch weniger die der historischen Perspektive. Die Politik der Ukraine nach der Unabhängigkeit zeigt, dass die Wurzel des Problems in den Versuchen ukrainischer Entscheidungsträger begründet liegt, widerspenstigen Teilen des Landes ihren Willen aufzuzwingen. Dies geschah erst durch die eine Fraktion, dann durch die andere.

    Das ist die Essenz des Konflikts zwischen Viktor Janukowitsch und seiner größten politischen Rivalin Julia Timoschenko. Die beiden repräsentieren zwei Flügel der Ukraine und sind bislang nicht willens gewesen, die Macht zu teilen. Eine kluge US-Politik würde sich jetzt darum bemühen, den beiden Teilen der Ukraine einen Weg aufzuzeigen, wie miteinander kooperiert werden kann. Dabei sollten wir uns um Versöhnung bemühen, und nicht um eine Dominanz einer der Fraktionen.

    Die Dämonisierung von Wladimir Putin ist keine Politik. Sie ist ein Alibi für die Abwesenheit von Politik.

    Russland, der Westen und am wenigsten die Gruppierungen in der Ukraine selbst haben bislang nicht nach diesem Prinzip gehandelt. Jeder Akteur hat die Situation nur verschlimmert. Russland ist nicht in der Lage, eine militärische Lösung herbeizuführen, ohne sich in einer Zeit zu isolieren, in der bereits jetzt zahlreiche seiner Grenzen prekär sind. Und für den Westen gilt: Die Dämonisierung von Wladimir Putin ist keine Politik. Sie ist ein Alibi für die Abwesenheit von Politik. Zugleich sollte Putin ungeachtet seiner Sorgen realisieren, dass eine Politik des militärischen Zwangs einen neuen Kalten Krieg zur Folge hätte.

    Die Vereinigten Staaten ihrerseits müssen vermeiden, Russland als einen Abweichler zu behandeln, dem geduldig von Washington etablierte Verhaltensregeln beigebracht werden müssen.

    Putin ist ein ernsthafter Stratege - auf Grundlage der russischen Geschichte. Verständnis für amerikanische Werte und US-Psychologie sind nicht gerade seine Stärke.

    Doch zugleich gilt auch, dass ein Verständnis für russische Geschichte und russische Psychologie nicht gerade zu den Stärken von US-Entscheidungsträgern zählt.

    Vier Vorschläge zur Lösung der Krise

    Auf allen Seiten sollte die politische Führung nun dazu zurückkehren, nach Ergebnissen zu suchen, anstatt sich in einen Wettbewerb der Posen gegenseitig zu überbieten. Hier sind meine Vorschläge für ein Ergebnis, das mit den Werten und Sicherheitsinteressen aller Seiten kompatibel wäre:

    Erstens:

    Die Ukraine sollte das Recht haben, ihre ökonomische und politische Assoziierung frei zu wählen. Auch mit Europa.

    Zweitens:

    Die Ukraine sollte nicht der NATO beitreten. Dies ist eine Position, die ich auch schon vor sieben Jahren einnahm, als das Thema das letzte Mal aufgekommen ist.

    Drittens:

    Die Ukraine sollte frei sein, jede Regierung zu bilden, die mit dem ausdrücklichen Willen des ukrainischen Volkes kompatibel ist. Eine kluge Führung in Kiew würde dann eine Politik der Versöhnung zwischen den verschiedenen Teilen des Landes umsetzen. International sollte die Ukraine dabei eine Position einnehmen, die etwa mit der von Finnland vergleichbar ist. Finnland lässt keinen Zweifel an seiner leidenschaftlichen Unabhängigkeit und kooperiert in den meisten Gebieten mit dem Westen, aber es vermeidet zugleich vorsichtig jede institutionelle Feindschaft mit Russland. Es geht jetzt nicht um absolute Zufriedenheit, sondern um ausbalancierte Unzufriedenheit.

    Viertens:

    Eine Annexion der Krim durch Russland ist mit den Regeln der bestehenden Weltordnung inkompatibel. Zugleich sollte es aber möglich sein, die Beziehungen der Krim zur Ukraine auf eine weniger belastete Grundlage zu stellen. Hierfür würde Russland die Souveränität der Ukraine über die Krim anerkennen. Zugleich sollte die Ukraine die Autonomie der Krim verstärken, und zwar in Wahlen, die unter Beteiligung von internationalen Beobachtern durchgeführt werden. In diesem Prozess müssten zugleich jegliche Zweideutigkeiten über den Status der Schwarzmeerflotte in Sewastopol bereinigt werden.


    Dies sind Prinzipien, keine Verschreibungen. Beobachter, die mit der Region vertraut sind, werden wissen, dass nicht alle für alle Parteien verdaulich sind. Doch es geht jetzt nicht um absolute Zufriedenheit, sondern um ausbalancierte Unzufriedenheit. Wenn es nicht gelingt, eine Lösung zu erzielen, die auf diesen oder vergleichbaren Elementen beruht, werden wir uns immer schneller auf eine Konfrontation zubewegen. Die Zeit dafür wird schnell genug kommen.

    (c) 2014 Tribune Media Services
    Autor: Henry A. Kissinger
    Veröffentlicht am 06.03.2014

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  5. #16595
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    Standard AW: Krisenherd Ukraine

    Zitat Zitat von Sprecher Beitrag anzeigen
    Er wird von Soros bezahlt.
    Genauso wie diese Leute:

    "ECFR's German Council Members include:

    Roland Berger - Founder and Chairman, Roland Berger Strategy Consultants GmbH

    Franziska Brantner - MP, Bündnis 90/Die Grünen

    Daniel Cohn-Bendit - Member of the European Parliament


    Gerhard Cromme - Chairman of the Supervisory Board of Siemens AG

    Hans Eichel - former Finance Minister

    Joschka Fischer - former Foreign Minister and vice-Chancellor

    Karl-Theodor zu Guttenberg - former Minister of Defence

    Annette Heuser - Executive Director, Bertelsmann Foundation Washington DC

    Wolfgang Ischinger - Chairman, Munich Security Conference

    Roderich Kiesewetter - MP, CDU

    Gerald Knaus - Chairman, European Stability Initiative and Open Society Fellow

    Caio Koch-Weser - Vice Chairman, Deutsche Bank Group; former State Secretary

    Alexander Graf Lambsdorff - MEP & Vice-Chair, Group of the Alliance of Liberals and Democrats in Europe

    Wolfgang Münchau - President, Eurointelligence ASBL

    Dietmar Nietan - MP, SPD

    Cem Özdemir - MP & Leader, Bündnis90/Die Grünen (Green Party)


    Ruprecht Polenz - former Chairman of the Bundestag Foreign Affairs Committee

    Norbert Roettgen - MP, CDU & Chairman of the Bundestag Foreign Affairs Committee

    Klaus Scharioth - Dean of the Mercator Fellowship on International Affairs; former Ambassador of Germany to the US

    Michael Stürmer - Chief Correspondent, Die Welt


    Andre Wilkens - Director Mercator Centre Berlin and Director Strategy, Stiftung Mercator"




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    Schon bei einigen Namen (ich kenne nicht alle) kriegt man das

    Das kannte ich noch garnicht:
    "Der European Council on Foreign Relations (ECFR) ist eine „[Links nur für registrierte Nutzer]“, die Analysen zu Themen europäischer Außenpolitik bereitstellt...." wiki

    Erinnert sehr an den jüdischen [Links nur für registrierte Nutzer] der USA!
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  6. #16596
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    Standard AW: Krisenherd Ukraine

    Zitat Zitat von Soshana Beitrag anzeigen
    Kissingers Vorschlag ist gut, allerdings sollte man beim EU-Beitritt vorsichtig sein, da die EU bald einen Machtblock mit den USA in einer weiteren Stufe bilden soll. Die EU und die USA mit Kanada sollen verschmelzen.

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    Eine neue bargeldlose Waehrung, die den Euro und US-Dollar abloesen soll, wird geschaffen.

    Die USA werden also an der russischen Westgrenze vor deren Haustuere stehen.

    US-Konzerne erhalten Zugang zur Ukraine schon ueber das kommende Freihandelsabkommen. Die Konzerne stehen ueber dem Gesetz und den Nationalstaaten, die in Europa abgeschafft werden sollen:

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    Russland muss mistrauisch bleiben, da US-amerikanische Oelkonzerne Zugriff auf die Gas- und Oelleitungen bekommen wollen.

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    Weiterhin koennte es Kissinger, der ein verlaengerter Arm von Rothschild und Rockefeller ist, bei seinem "Vermittlungsvorschlag" um Zeitgewinn gehen ?

    Die alten Saecke der westlichen Hochfinanz bemerken naemlich, dass Putin eine Invasion in der Ukraine starten und die Putschisten stuerzen koennte.

    Putin duerfte bemerkt haben, dass diese Herren seinen Kopf wollen ?

    Der Sturz Putins ist vom Westen geplant und wird bereits vorbereitet. Wenn jetzt Putin zuschlaegt, dann koennte er die Plaene der westlichen Hochfinanz durchkreuzen und genau das duerfte Kissinger bei seinem Vorschlag mitberuecksichtigt haben ?

    Die Ukraine stellt fuer die westliche Hochfinanz ein Brueckenkopf zur Destabilisierung und zum Sturz Russlands dar. Deshalb darf nicht die ganze Ukraine zur EU kommen. Vielleicht nur der Westen um Lemberg, also Galizien ?

    Ausserdem koennte der Westen in 3-5 oder 10 Jahren einen Rueckzieher machen und die NATO in die Ukraine erweitern.

    Zu oft schon hat der Westen bzgl. der NATO-Osterweiterung seine Versprechungen gegenuber Russland gebrochen. Das ist fuer Russland eine traumatische Erfahrung, die man hier beruecksichtigen sollte.

    Bei Kissinger muss man zudem misstrauisch sein, da er Diener der Hochfinanz ist. Ausserdem weiss er auch, dass Putin in naechster Zeit gegen den US-$ agieren koennte.

    Das westliche FIAT-Geldsystem ist angeschlagen und die USA sind verwundbar.

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    Das kapiert Abas nicht.
    Ohne Skepsis verhungert die Demokratie.

  7. #16597
    Erfinder von USrael Benutzerbild von tosh
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    Standard AW: Krisenherd Ukraine

    Zitat Zitat von Cruithne Beitrag anzeigen
    Leute, ich habe gelesen, dass die braunen Banditen in Kiew offensichtlich eine 60.000 Mann starke "Armee" aus "Euromaidan-Aktivisten" mobilisieren wollen, um angeblich "Terrorismus" zu bekämpfen?! ....
    So viele Aktivisten mit Schusswaffen gab es nich auf dem Maidan.
    Ignoriert: ABAS amendment Anhalter autochthon Chronos Drache Dude Hakim Lykurg Mittendrin Navy Olliver pixel Politikqualle purple Ramjet Rikimer Shehara
    Quadrokopter in der Bibel:
    https://www.politikforen.net/showthread.php?186118


  8. #16598
    renitent Benutzerbild von Anne Bonny
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    Standard AW: Krisenherd Ukraine

    Zitat von Sprecher [Links nur für registrierte Nutzer]

    Er wird von Soros bezahlt.
    Genauso wie diese Leute:

    "ECFR's German Council Members include:

    Roland Berger - Founder and Chairman, Roland Berger Strategy Consultants GmbH

    Franziska Brantner - MP, Bündnis 90/Die Grünen

    Daniel Cohn-Bendit - Member of the European Parliament


    Gerhard Cromme - Chairman of the Supervisory Board of Siemens AG

    Hans Eichel - former Finance Minister

    Joschka Fischer - former Foreign Minister and vice-Chancellor

    Karl-Theodor zu Guttenberg - former Minister of Defence

    Annette Heuser - Executive Director, Bertelsmann Foundation Washington DC

    Wolfgang Ischinger - Chairman, Munich Security Conference

    Roderich Kiesewetter - MP, CDU

    Gerald Knaus - Chairman, European Stability Initiative and Open Society Fellow

    Caio Koch-Weser - Vice Chairman, Deutsche Bank Group; former State Secretary

    Alexander Graf Lambsdorff - MEP & Vice-Chair, Group of the Alliance of Liberals and Democrats in Europe

    Wolfgang Münchau - President, Eurointelligence ASBL

    Dietmar Nietan - MP, SPD

    Cem Özdemir - MP & Leader, Bündnis90/Die Grünen (Green Party)


    Ruprecht Polenz - former Chairman of the Bundestag Foreign Affairs Committee

    Norbert Roettgen - MP, CDU & Chairman of the Bundestag Foreign Affairs Committee

    Klaus Scharioth - Dean of the Mercator Fellowship on International Affairs; former Ambassador of Germany to the US

    Michael Stürmer - Chief Correspondent, Die Welt


    Andre Wilkens - Director Mercator Centre Berlin and Director Strategy, Stiftung Mercator"

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    Zitat Zitat von tosh Beitrag anzeigen
    Schon bei einigen Namen (ich kenne nicht alle) kriegt man das

    Das kannte ich noch garnicht:
    "Der European Council on Foreign Relations (ECFR) ist eine „[Links nur für registrierte Nutzer]“, die Analysen zu Themen europäischer Außenpolitik bereitstellt...." wiki

    Erinnert sehr an den jüdischen [Links nur für registrierte Nutzer] der USA!
    Bei den gefetteten Namen kotze ich eine Runde mit!
    Wer die Zahl der Moslems in Deutschland erhöhen will, nimmt eine zunehmende Gefährdung des inneren Friedens in Kauf.“

    (Helmut Schmidt, SPD-Altkanzler, 2008 in seinem Buch Außer Dienst, S. 236).

  9. #16599
    Resteverwerter Benutzerbild von brain freeze
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    Zitat Zitat von Soshana Beitrag anzeigen
    Kissingers Vorschlag ist gut, allerdings sollte man beim EU-Beitritt vorsichtig sein, da die EU bald einen Machtblock mit den USA in einer weiteren Stufe bilden soll. Die EU und die USA mit Kanada sollen verschmelzen.
    [...]
    Die EU ist in keinem guten Zustand. In dieser Situation darüber nachzudenken, die Ukraine in die EU aufzunehmen oder Versprechen zu machen, nur um einen aktuellen Konflikt zu entschärfen, der später wieder aufbrechen kann, ist schon etwas bizarr.

  10. #16600
    Mitglied Benutzerbild von Soshana
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    Standard AW: Krisenherd Ukraine

    Zitat Zitat von Olli Beitrag anzeigen
    Schließe mich dem Dank an,...Frau Krone-Schmalz, ehemalige ARD Korrespondentin der ARD in Moskau, ein Beispiel von Sachverstand, Einfühlungsvermögen und Fairness, allerdings war ich auch überrascht, das der Herr Missfelder (CDU) die Vorgänge in Kiew doch sehr differenziert betrachtet hat, wäre schön wenn die Bundesregierung sich diese Sichtweise anschließen könnte.
    Herr Missfelder ist mir in letzter Zeit auch immer wieder positiv aufgefallen. Manchmal hatte ich den Eindruck, dass Missfelder von Merkel vorgeschickt wird ?

    Es kann durchaus sein, dass Merkel mit Missfelder in vielen Punkten uebereinstimmt, nur darf sie das oeffentlich aus Ruecksichtnahme zu den USA nicht so aeussern. Missfelder uebernimmt dann diesen Part, um Signale nach aussen zu geben.

    Gut fand ich, dass die Problematik mit den Nazis in der Junta angesprochen worden ist.
    “The powers of financial capitalism had another far reaching aim, nothing less than to create a world system of financial control in private hands able to dominate the political system of each country and the economy of the world as a whole.” –Prof. Caroll Quigley, Georgetown University, Tragedy and Hope (1966)

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