
Zitat von
Durkheim
Wenn auch sehr spät, seit 2004 wird bereits einiges getan, was die letzten 30 Jahre versäumt und an Fehlentwicklungen geleistet wurde.
Wenn ich hier mal eine Parallelentwicklungen zu den USA anführen darf, folgendes Beispiel, wie bei den Amerikanern zur selben Zeit die Entwicklungen verliefen. Insbesondere ab den 80er Jahren entschied man sich in den USA zu einer bedarfsorientierten Einwanderung in der Industrie und einer praktisch ungezügelten Einwanderung von sog. "High-Potentials", die schliesslich in der Forschung eingesetzt werden sollten. Während also in Deutschland daran gearbeitet wurde, lieber das allgemeine Lohnniveau zu drücken, setzten die USA enorme Energien in gesteuerte Einwanderung und vor allem um die klügsten Köpfe. Als die USA diese Politik bekannt machten, wies die indische Regierung seine Studenten an, das Land zu verlassen und in die USA zu gehen. Auch indischen Abiturienten wurde nahegelegt mit staatlicher Unterstützer die Ausbildung in den USA fortzusetzen. Mehr als eine Million Inder verliessen somit mit staatlicher Unterstützung das Land. Einerseits halfen sie den USA, andererseits auch neuerdings mit einigen Rückkehrern, um die indische Wirtschaft mit Know-how aus dem Westen aufzubauen.
Um es kurz zu fassen. Während die USA also vor Jahrzehnten den Wettbewerb um die gebildeten Schichten startete, war die Politik in Deutschland eher damit beschäftigt durch ungesteuerte Zuwanderung eine künstliche Situation zu schaffen, um das allgemeine Lohnniveau zu drücken hin zu Zeitarbeit, hin zu 1 Euro Jobs. Um High-Potentials wurde nicht geworben. Man hat praktisch das Feld den USA, Kanadiern und Australiern überlassen, die sich die besten Köpfe heraussuchen konnten. Australien kam auch sehr spät auf den Trichter und wildert mittlerweile auch auf dem deutschen Fachkräftemarkt.
Was ist zu tun? Zunächst einmal muss man die fehlgeleitete Politik detailliert betrachten, anschliessend kann man daraus lernen und Lösungswege suchen:
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Ein erster Step wäre die Gründe für die Abwanderung von deutschen Fachkräften zu analysieren und Gegenmassnahmen treffen. Ansonsten ist man bereits auf einem guten Weg anfänglich seit 2000, schwerpunktmässig seit 2004 mit der Integrationspolitik, wenn auch über 40 Jahre zu spät.