

Familiennachzug wird man nie verhindern können. Und das ist auch kein Problem. Siehe Buch von Sarrazin. Da kannst Du selber nachlesen, dass nicht etwa die Gastarbeiterfamilien die Probleme verursachen, sondern eine kleine Gruppe, die erst nach den 80er/90er Jahren eingewandert sind und speziell handelt es sich um kriminelle Grossclans und organisierte Kriminalität. Diese sind auch nicht als normale Gastarbeiter nach Deutschland gekommen, sondern als Asylbetrüger.
Wenn jemand behauptet, er wäre politisch verfolgt, faktisch aber bei einer kriminellen Organisation sich betätigt, das für die organisierte Kriminalität verantwortlich ist, kann man von Asylmissbrauch sprechen.
Und hier liegt das eigentliche Problem.


Jein. Auch die Expansion der kriminellen Familienclans wird mittels Familiennachzug betrieben, auch wenn die ersten Mitglieder auf anderem Wege eingereist sein mögen.
Sarrazin schlägt ja vor, Nachziehenden noch intensivere Sprachkenntnisse bei der Einreise abzuverlangen und 10 Jahre Aufenthalt in Deutschland vorauszusetzen, bevor man Anspruch auf Sozialhilfe hat.
Das würde zumindest verhindern, dass man vorsätzlich wegen den Sozialleistungen immigriert.
Auch oder gerade hier versagen anscheinend Politiker und Behördenvertreter im Bereich Integration:
Schule
Niemand hilft Lehrern bei der Integration
Von news.de-Redakteurin Isabelle Wiedemeier
Vor schlauen Diskussionen über Integration können wir uns kaum retten. Aber der Härtetest findet woanders statt: in der Schule, vor allem an Hauptschulen. Seit 35 Jahren ist Ferdinand Wiesner dort Lehrer. Und gleicht aus, was die Behörden verpennen.
Ahmed kommt aus dem Irak und geht in Erfurt zur Schule. Foto: dapd.Neheim-Hüsten ist nicht Neukölln und ist nicht Duisburg. Doch auch in der sauerländischen Provinz ist Integration nicht erst seit Thilo Sarrazin ein Thema, sondern seit mehr als 40 Jahren eine tägliche Herausforderung. Zum Beispiel für Ferdinand Wiesner.
Der Lehrer unterrichtet seit fast 35 Jahren an der Grimme-Hauptschule. Früher brachte er den Kindern der sogenannten Gastarbeiter neben Geschichte, Erdkunde, Religion oder Biologie vor allem Deutsch bei. In den Ferien besuchte er die Familien mancher griechischen Schüler, abends passte eine von ihnen auf seine kleine Tochter auf.
Nach den Griechen, Italienern, Spaniern, Türken und Portugiesen kamen Ende der 1980er Jahre die Russlanddeutschen. Heute sind viele der Grimme-Schüler muslimische Migranten aus arabischen Ländern. Und viele Türken sind geblieben. In Wiesners Klasse haben derzeit zehn von 25 Kindern einen Migrationshintergrund - Italien, Kasachstan, Russland und die Türkei sind ihre Herkunftsländer.
Lehrer sind auf sich allein gestellt
«Die Integration ist sehr zufriedenstellend. Diskriminierungen gibt es bei uns eigentlich nicht», sagt der Hauptschullehrer. Er weiß aber auch, was er dafür tut. Kein Nachmittag vergeht, an dem nicht ein Elterngespräch in der Schule wartet oder zuhause das Telefon klingelt und eine Mutter dran ist. Vor Jahren ließ er eine türkische Schülerin bei sich unterschlüpfen, weil sie von ihren Brüdern zur Hochzeit in die Türkei verfrachtet werden sollte. Kürzlich wollte ihn ein türkischer Vater anzeigen, weil er seine Wohnung betreten hatte, ohne dass ein Mann anwesend war. Und vor zwei Wochen hat ein türkischer Schüler aus seiner Klasse eine Lehrerin geohrfeigt. Auch das ist Teil des Schulalltags an der Grimmeschule.
Die Kollegin hätte deeskalieren müssen, meint Wiesner. Doch im Umgang mit muslimischen Jugendlichen, die sich weiblicher Autorität nicht unterordnen können, ist niemand geschult. Die Lehrer handeln aus dem Bauch heraus – und das Gelingen von Integration hängt damit vom persönlichen Einsatz des Einzelnen ab. Zwischen Kulturen vermitteln und unseren Werte-Katalog verbreiten, das muss irgendwie nebenbei geschehen. Wie in dieser Woche im Deutsch-Unterricht. Da hat Wiesner ein Aufsatzthema gestellt über Religion, Hautfarbe und Herkunft der Schüler seiner Klasse. «Die Arbeiten waren fast alle «sehr gut».» Es hilft, den Schülern entgegenzukommen. Ihre Situation in den Blickpunkt zu rücken. Sich Zeit zu nehmen.
Sprache ist das eine große Thema ...
«Gar nichts» werde diesbezüglich von den Schulämtern geleistet. Nur Sprachförderung wird angeboten, allerdings auch nur für Schüler, die schon eine Basis haben. Wer frisch nach Deutschland kommt, ist auf sich allein gestellt. «Sie werden in die Regelklassen geworfen. Gerade erst haben wir einen neuen Schüler – der wird es nicht schaffen», sagt Wiesner. Dabei steht Sprache bei ihm in allen Fächern im Vordergrund. Ob Biologie oder technisches Zeichnen, er achtet immer auf Ausdrucksweise, Rechtschreibung und Grammatik.
Ein positives Beispiel sei die Eingliederung der Russlanddeutschen gewesen. «Sie bekamen nachmittags Unterricht durch Honorarkräfte. Da wurde Geld ausgegeben, das war unheimlich gut.» So gehörten diese Schüler schnell zu Leistungsträgern in den Klassen. Ein wichtiger Faktor ist, nicht anders als bei deutschen Schülern, das Bildungsniveau des Elternhauses. Die meisten Asylanten aus dem Irak beispielsweise seien Akademikerfamilien. «Diese Schüler machen fast alle Abitur. In vielen Familien jedoch sind die Eltern Analphabeten.»
... Religion das andere
Das zweite große Feld, das die Integration zu beackern hat, ist die Religion. Die meisten Schüler mit Migrationshintergrund sind Muslime – selbst an der katholischen Grimmeschule. Ferdinand Wiesner versucht das aufzufangen, im Religionsunterricht bespricht er die Weltreligionen, erarbeitet den Ursprung des muslimischen Schweinefleischverbotes oder der Beschneidung genauso wie des Weihnachtsfestes. «Es sind oft naive Dinge, aber es geht darum, die Gemeinsamkeiten zu sehen - das Religion nämlich ursprünglich auf Lebenshilfe basiert», erklärt der Lehrer.
Seine Vermittlungsarbeit findet er jedoch nicht ausreichend. Den Schülern fehle fundierter Islamunterricht – auch, um Islamismus vorzubeugen. Doch Nordrhein-Westfalen beginnt erst jetzt, Lehrer dafür auszubilden, mehr als 40 Jahre, nachdem die ersten Muslime in die Schule kamen. Gerade das Unwissen über ihre eigene Religion sieht der Lehrer als großes Problem für die Kinder und Jugendlichen, die in der Familie tagtäglich von islamischer Kultur und Geboten umgeben sind. «Sie wissen nicht einzuschätzen, was sich in der Welt tut. Sie sehen sich als Muslime und feiern das Zuckerfest am Ende des Ramadan, aber es fehlt der Unterbau.»
Deutsche werden?
Um ihnen den Stand hier in Deutschland zu erleichtern, empfiehlt er vielen Schülern, die deutsche Staatsangehörigkeit anzunehmen. «So kommen sie aus dem ambivalenten Verhältnis heraus, es stabilisiert sie in ihrem Befinden hier. Und sie haben einen größeren Schutz des Staates, auch wenn es später vielleicht darum geht, Ausbildungsförderung zu beantragen. Denn Diskriminierungen zeigen sich überall.»
Dabei werden junge Migranten doch jetzt in Deutschland als eine Lösung für die alternde Gesellschaft gesehen und müssten entsprechend gefördert werden. «Da merken wir nichts von», sagt Wiesner. Die Grundprobleme sind in 35 Jahren dieselben geblieben – vor allem die Ignoranz der Behörden.
.jag/reu/news.de
Quelle:
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Wachsamkeit, der Preis der Freiheit: "vigilantia pretia libertatis" :cool2:
Das Militär ist der einzige Weg (Q-Drop #26)
Da sich nun fast alle darauf geeinigt haben, daß auch Deutschland ein Einwanderungsland ist, wäre es doch am einfachsten, nicht dauernd neue Integrationsmaßnahmen zu diskutieren ….., sondern sich einfach ein Beispiel an den klassischen Einwanderungsländern wie z.B. USA, Kanada, Australien, ….. zu nehmen.
„Wir beschließen etwas, stellen das dann in den Raum und warten einige Zeit ab, ob was passiert. Wenn es dann kein großes Geschrei gibt und keine Aufstände, weil die meisten gar nicht begreifen, was da beschlossen wurde, dann machen wir weiter - Schritt für Schritt, bis es kein Zurück mehr gibt.”
(Jean-Claude Juncker erklärt seinen EU-Kollegen die Demokratie - SPIEGEL 52/1999)
„Wir beschließen etwas, stellen das dann in den Raum und warten einige Zeit ab, ob was passiert. Wenn es dann kein großes Geschrei gibt und keine Aufstände, weil die meisten gar nicht begreifen, was da beschlossen wurde, dann machen wir weiter - Schritt für Schritt, bis es kein Zurück mehr gibt.”
(Jean-Claude Juncker erklärt seinen EU-Kollegen die Demokratie - SPIEGEL 52/1999)
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