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Thema: Dresdner Bombenholocaust-Gedenken mißfällt jüd. Gemeinde

  1. #921
    in memoriam Benutzerbild von Rheinlaender
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    Standard AW: Dresdner Bombenholocaust-Gedenken mißfällt jüd. Gemeinde

    Zitat Zitat von Würfelqualle Beitrag anzeigen
    @Rheinländer

    Die Deutschen in den nördlichen Gebieten von Österreichisch-Schlesien, Nordmähren und Nordostböhmen riefen im Oktober 1918 die deutschösterreichische Provinz Sudetenland aus, ....
    Ausrufen kann man fiel, um als Subject des Voelkerrechts agieren zu koennen muss man die tatsaechlche Staatsgewalt ausueben und von anderen souveraenen als solcher anerkannt werden. Das ist nicht der Fall gewesen, damit ist die irrelevant.

    Zitat Zitat von Würfelqualle Beitrag anzeigen
    Während die deutschen Kriegsheimkehrer der k.u.k. Armee abrüsteten, gründeten die tschechischen die Armee ihres neuen Staates und beanspruchten die "historischen Grenzen": Die Tschechoslowakei wurde im gesamten Gebiet der Kronländer Böhmen, Mähren und Schlesien etabliert.
    Die Grenzgarantien von 1648, 1815 und im Prager Frieden von 1866 bestanden weiter.

    Zitat Zitat von Würfelqualle Beitrag anzeigen
    Die tschechoslowakische Souveränität wurde schon im November und Dezember 1918 faktisch durchgesetzt und am 10. September 1919 durch den Vertrag von Saint-Germain bestätigt.
    Mehr braucht es nciht, damit es voelkerechtlich gesicht ist: Tatsaechliche Ausuebung der Staatsgewalt und int. Anerkennung derselben. Causa finita.

  2. #922
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    Standard AW: Dresdner Bombenholocaust-Gedenken mißfällt jüd. Gemeinde

    Zitat Zitat von Rheinlaender Beitrag anzeigen
    Ausrufen kann man fiel, um als Subject des Voelkerrechts agieren zu koennen muss man die tatsaechlche Staatsgewalt ausueben und von anderen souveraenen als solcher anerkannt werden. Das ist nicht der Fall gewesen, damit ist die irrelevant.
    National self-determination? Wilson? Den Deutschen wurde sehr wohl der Anschluss verwehrt.

    Im Uebrigen, lassen sich solche komplexen Fragen nicht abschliessend ueber einen Verweis auf das Voelkerrecht beantworten.
    "Ensinai aos vossos filhos o trabalho, ensinai às vossas filhas a modéstia, ensinai a todos a virtude da economia. E se não poderdes fazer deles santos, fazei ao menos deles cristãos"

    Salazar

  3. #923
    in memoriam Benutzerbild von Rheinlaender
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    Standard AW: Dresdner Bombenholocaust-Gedenken mißfällt jüd. Gemeinde

    Zitat Zitat von Salazar Beitrag anzeigen
    National self-determination? Wilson? Den Deutschen wurde sehr wohl der Anschluss verwehrt.
    Das war damals nicht im Voelkerrecht verankert - zumal dieser Begriff ziemlich schwer zu definieren ist: Was sit eine Nation? Sind die Cornish oder die Friesen eine Nation?

    IMHO - Der Begriff hat mehr Schaden angerichtet als Nutzen: Gutgemeint und uebel in der Auswirkung.

    Zitat Zitat von Salazar Beitrag anzeigen
    Im Uebrigen, lassen sich solche komplexen Fragen nicht abschliessend ueber einen Verweis auf das Voelkerrecht beantworten.
    Wenn es darum geht, wer und wie staatliche Gewalt ausuebt, kommt man nunmal auf diese Begriffe zurueck.

    ---

    Mal einen Tick tiefer: Die erste Aufgabe des Voelkerrechtes ist es den Frieden zu erhalten und falls dies nicht gelungen ist, einem Frieden keine unnoetigen Hindernisse entgegenzustellen. Dazu ist aber die Rechtssicherheit zwischen Staaten unbedingt erforderlich. Wenn nun jede Gruppe anfaengt aus sprachlichen oder sonstige Gruenden "Nationen" neu zu definieren und daraus Veraenderungen der Grenzziehung meint als Recht herleiten zu wollen, wird genau diese Rechtsicherheit unterminiert.
    Geändert von Rheinlaender (15.05.2008 um 18:51 Uhr)

  4. #924
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    Zitat Zitat von Rheinlaender Beitrag anzeigen
    Mit welchen Recht? - Polen hatte einen gueltigen Grenzvertrag vom 27. Jan. 1926. Wenn Polen auf diesen Vertrag bestand und ihn nicht weiter verhandlen wollte, so war dies seine Sache, die Dtld. so hinzunehmen hatte..
    Diese Gebiete gehörten seit Jahrhunderten zu Deutschland, dort wohnten mehrheitlich Deutsche und bei den Volksabstimmungen 1920 stimmten die Leute meist mit über 90% für Deutschland. Wäre Polen an einem konstruktiven Frieden interessiert gewesen, hätte es dieses Territorium freiwillig geräumt und mit dem Reich einen zufriedenstellenden Minderheitenstatus für seine dort lebenden Bürger ausgehandelt - es war aber nicht an einem Frieden interessiert, weil es den anderen Stänkerbruder GB auf seiner Seite glaubte!

    Zitat Zitat von Rheinlaender Beitrag anzeigen
    Das ist Stuss - historisch hat man solche Konstruktionen, und viel komplexere, gerade zur Friedenssicherung verwendet. Lies Dir mal die Regelnung bezueglich Nord-Savoyen in der Wiener Kongress-Schlussakte durch oder die Regelungen der Rechte des Dt. Bundes und niederlaendischen Koenigs in Maastrich. Das waren noch vertricktere Regelungen als der Korridor und Danzig; sie waren eindeutig als friedenssichernd gedacht.
    Dein bester Witz heute; trennende Grenzziehungen durch Völker hindurch bzw. verfeindete Etnien in einen Staat zwingen soll also friedenssichernd sein - das sichert einzig und allein permanente Konflikte, die man sich immer gern zunutze macht, wenn es wieder Zeit für einen Krieg wird!

    "Lieber entdeckte ich einen Satz der Geometrie, als daß ich den Thron von Persien gewänne!"
    Thales von Milet (Philosoph, Staatsmann und Mathematiker 624 v.u.Z. - 546 v.u.Z.)

  5. #925
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    Standard AW: Dresdner Bombenholocaust-Gedenken mißfällt jüd. Gemeinde

    Zitat Zitat von Salazar Beitrag anzeigen
    Im Uebrigen, lassen sich solche komplexen Fragen nicht abschliessend ueber einen Verweis auf das Voelkerrecht beantworten.
    Man kann nur die Hände über dem Kopf zusammenschlagen, wie sich ein mit seinen Ansichten vollkommen alleinstehender Rheinlaender anmaßen kann, zu bestimmen, was für ganze Völker in Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft bestimmend sein soll, bloß weil er in die große Paragraphen-Lotterie hineingreift und ein Los herauszieht; inhaltlich gesehen lauter Nieten, aber so was juckt ihn natürlich nicht.

    Ich habe ihn schon vor Monaten gefragt, ob es außer ihm noch jemanden gibt, einen Völkerrechtsexperten beispielsweise, oder ein Gerichtsurteil, das seine Ansichten als verbindlich erklärt, und natürlich keine Antwort erhalten.

    Das Schauspiel, das Rheinlaender hier abzieht, hat etwas von "Klein-Erna erklärt den Großen, wie die Welt funktioniert".

  6. #926
    Mitglied Benutzerbild von Kreuzbube
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    Zitat Zitat von Brutus Beitrag anzeigen
    Man kann nur die Hände über dem Kopf zusammenschlagen, wie sich ein mit seinen Ansichten vollkommen alleinstehender Rheinlaender anmaßen kann, zu bestimmen, was für ganze Völker in Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft bestimmend sein soll, bloß weil er in die große Paragraphen-Lotterie hineingreift und ein Los herauszieht; inhaltlich gesehen lauter Nieten, aber so was juckt ihn natürlich nicht.

    Ich habe ihn schon vor Monaten gefragt, ob es außer ihm noch jemanden gibt, einen Völkerrechtsexperten beispielsweise, oder ein Gerichtsurteil, das seine Ansichten als verbindlich erklärt, und natürlich keine Antwort erhalten.

    Das Schauspiel, das Rheinlaender hier abzieht, hat etwas von "Klein-Erna erklärt den Großen, wie die Welt funktioniert".
    Wer ihn länger kennt, kann damit umgehen - ich lege es ihm als englischen Humor aus und nehme es nicht weiter übel. Traurig ist nur, daß auch seine Regierung nebst etlicher Vorgänger von diesem Denken beseelt waren; da wirkt wohl noch ihr verflossenes Tee-und Bananen-Empire nach!
    Geändert von Kreuzbube (15.05.2008 um 19:47 Uhr)

    "Lieber entdeckte ich einen Satz der Geometrie, als daß ich den Thron von Persien gewänne!"
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  7. #927
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    Zitat Zitat von Kreuzbube Beitrag anzeigen
    Wer ihn länger kennt, kann damit umgehen - ich lege es ihm als englischen Humor aus und nehme es nicht weiter übel.
    "Dinner for One", will sagen, "International Law for One" in der Endlosschleife. Kann man nur besoffen ertragen!

    Zitat Zitat von Kreuzbube Beitrag anzeigen
    Traurig ist nur, daß auch seine Regierung nebst etliche Vorgänger von diesem Denken beseelt ist; da wirkt wohl noch ihr verflossenes Tee-und Bananen-Empire nach!
    Mein Eindruck, der natürlich falsch sein kann, ist der, daß wir nicht einmal in der britischen Regierung seine Ansichten wiederfinden. So etwas wie seine Begründungen gibt es nirgendwo auf der Welt, wobei ich zugeben muß, daß ich die die psychiatrischen Kliniken zu wenig kenne, um wirklich ausschließen zu können, ob Rheinlaender nicht vielleicht doch noch einen Gesinnungsgenossen hat.

    Die britische Regierung handelt selbstverständlich durch und durch zynisch und brutal, aber sie drapiert ihre Niedertracht nicht mit den stinkenden Fetzen des Völkerrechts.

  8. #928
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    Zitat Zitat von Kreuzbube Beitrag anzeigen
    Diese Gebiete gehörten seit Jahrhunderten zu Deutschland,
    Nein - eindeutig nicht. Sie waren weder Gebiete des heiligen Roemsichen Reiches, noch des Dt. Bundes. Staatsrechtlich zaehlte sie erst nach 1871 zu Deutschland.

    Zitat Zitat von Kreuzbube Beitrag anzeigen
    dort wohnten mehrheitlich Deutsche
    Nachdem diese Gebiete polnisch wurde, waren es keine Deutschen mehr, sondern Polen. Der Souveraen wechselte und bestimmte ueber seine Unterthanen - auch das ist nicht Neues und passierte zuvor hunderte Male in der Weltgeschichte - das einzig neue daran war die dt. Aufgeregtheit.

    Zitat Zitat von Kreuzbube Beitrag anzeigen
    Wäre Polen an einem konstruktiven Frieden interessiert gewesen,
    Dieser Frieden wurde durch Vertraege von Locarno spaetens erreicht.

    Zitat Zitat von Kreuzbube Beitrag anzeigen
    Dein bester Witz heute; trennende Grenzziehungen durch Völker hindurch bzw. verfeindete Etnien in einen Staat zwingen soll also friedenssichernd sein - das sichert einzig und allein permanente Konflikte, die man sich immer gern zunutze macht, wenn es wieder Zeit für einen Krieg wird!
    Das habe ich hier schon erlaeutert:

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    Du findest solche Konstruktionen als Elemente der Friedenssicherung sowohl im Westfaelischen Frieden, wie Frieden von Frieden von Rijswijk und Utrecht oder in der Wiener Kongressschlussakte. Auch das nichts Neues also - das einzig neue daran war wieder die dt. Aufgeregtheit.
    Geändert von Rheinlaender (15.05.2008 um 20:24 Uhr)

  9. #929
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    Zitat Zitat von Brutus Beitrag anzeigen
    "Dinner for One", will sagen, "International Law for One" in der Endlosschleife. Kann man nur besoffen ertragen!

    Mein Eindruck, der natürlich falsch sein kann, ist der, daß wir nicht einmal in der britischen Regierung seine Ansichten wiederfinden. So etwas wie seine Begründungen gibt es nirgendwo auf der Welt, wobei ich zugeben muß, daß ich die die psychiatrischen Kliniken zu wenig kenne, um wirklich ausschließen zu können, ob Rheinlaender nicht vielleicht doch noch einen Gesinnungsgenossen hat.

    Die britische Regierung handelt selbstverständlich durch und durch zynisch und brutal, aber sie drapiert ihre Niedertracht nicht mit den stinkenden Fetzen des Völkerrechts.
    Zur Ehrenrettung von GB muß ich sagen, daß ich persönlich in Schottland sehr nette, freundliche und hilfsbereite Leute kennenlernte; sehen wir ihn also als Ausnahme und nehmen seine Späße gelassen!
    Geändert von Kreuzbube (18.05.2008 um 10:50 Uhr)

    "Lieber entdeckte ich einen Satz der Geometrie, als daß ich den Thron von Persien gewänne!"
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  10. #930
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    Standard AW: Dresdner Bombenholocaust-Gedenken mißfällt jüd. Gemeinde

    Zitat Zitat von Rheinlaender Beitrag anzeigen
    Nein - eindeutig nicht. Sie waren weder Gebiete des heiligen Roemsichen Reiches, noch des Dt. Bundes. Staatsrechtlich zaehlte sie erst nach 1871 zu Deutschland.

    Nachdem diese Gebiete polnisch wurde, waren es keine Deutschen mehr, sondern Polen. Der Souveraen wechselte und bestimmte ueber seine Unterthanen - auch das ist nicht Neues und passierte zuvor hunderte Male in der Weltgeschichte - das einzig neue daran war die dt. Aufgeregtheit.

    Dieser Frieden wurde durch Vertraege von Locarno spaetens erreicht.

    Das habe ich hier schon erlaeutert:

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    Du findest solche Konstruktionen als Elemente der Friedenssicherung sowohl im Westfaelischen Frieden, wie Frieden von Frieden von Rijswijk und Utrecht oder in der Wiener Kongressschlussakte. Auch das nichts Neues also - das einzig neue daran war wieder die dt. Aufgeregtheit.
    Warum eigentlich waren die Engländer 1982 so aufgeregt und machten ein Riesen-Theater wegen der Falkland-Inseln; dort wechselte doch lediglich der Souverän, was ja bekanntlich in der Geschichte nichts Ungewöhnliches ist?!

    "Lieber entdeckte ich einen Satz der Geometrie, als daß ich den Thron von Persien gewänne!"
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