User in diesem Thread gebannt : autochthon and Optimist


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Thema: Russland

  1. #27161
    Mitglied Benutzerbild von A-Lincoln
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    Standard AW: Russland

    Zitat Zitat von Glaubnix Beitrag anzeigen
    ebend,
    wenn/weil man davon ausgeht, dass R keine 500rmd zahlt, hätte man so wenigstens die Hälfte

    in der Hauptsache geht es darum Zeit zu gewinnen
    "Zeit gewinnen" ist kein Finanzierungsmodell, sondern eine Beruhigungsformel. Wenn die EU heute schon davor zurückschreckt, die 230 Mrd. eingefrorenes russisches Vermögen anzutasten, aus Angst vor Marktverwerfungen, Rechtsrisiken und Vertrauensverlust im internationalen Finanzsystem, dann wird sie das nach Kriegsende erst recht nicht tun. Dann sind die Haushalte leerer, die politischen Mehrheiten fragiler und die juristischen Ausreden zahlreicher.

    Die Idee, man müsse das Geld nur lange genug liegen lassen, bis Russland irgendwann zahlt, ignoriert eine simple ökonomische Realität: Für Moskau ist Nichtzahlen rational. 230 Mrd. abschreiben ist günstiger als 500 Mrd. überweisen. Das ist keine Geopolitik, das ist Grundrechnen.

    Und genau deshalb ist das Festhalten am eingefrorenen Vermögen kein Hebel, sondern eine Sackgasse. Es blockiert Optionen, ohne Einnahmen zu generieren, und erhöht langfristig das systemische Risiko für den europäischen Finanzplatz – Stichwort Präzedenzwirkung, Souveränitätsrisiko, Reservewährung-Vertrauen.

    Die deutlich intelligentere Lösung wäre eine diplomatisch verhandelte Rückgabe der Gelder an Russland gegen eine verbindliche russische Beteiligung am Wiederaufbau der Ukraine: Infrastruktur, Energie, Wohnungsbau – zweckgebunden, kontrolliert, international flankiert. Ergebnis: reale Investitionen statt symbolischer Forderungen, Einnahmen statt eingefrorener Illusionen – und beide Seiten können das Gesicht wahren.

    Kurz gesagt: Geld, das man aus Angst nicht ausgibt, bekommt man durch Zeit nicht mutiger zurück. Verhandeln ist kein Zeichen von Schwäche, sondern der Versuch, aus einer Pattsituation wieder Gestaltungsspielraum zu gewinnen. Wo Zwang nur Zeit verwaltet, schafft Diplomatie Optionen.

  2. #27162
    Mitglied Benutzerbild von Anhalter
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    Standard AW: Russland

    Zitat Zitat von Neu Beitrag anzeigen
    Du denkst falsch. Die NATO rückt Moskau immer näher. Das war so nicht ausgemacht, sie ist eine Bedrohung für Russland. Putin wird die Distanz der NATO erzwingen, das ist für mich sicher. Ob die Ukraine dann russisch ist, oder ukrainisch, ist so lange irrelevant, solange die NATO da nicht präsent ist.
    Der sogenannte Wertewesten begreift noch immer nicht das Russland Sicherheitsinteressen hat welche vollkommen legitim sind ...
    Friede den Hütten! Krieg den Kriegstreiberpalästen! (Georg Büchner und ich)

  3. #27163
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    Standard AW: Russland

    Zitat Zitat von Politikqualle Beitrag anzeigen
    .... @ amendment ... so schätze ich dich auch ein , wenn du schon die Russen in der Ukraine alle vernichten willst , wärst du wohl zwangsläufig damals auch in Nürnberg vor das US-Kriegsgericht gekommen ..
    Und dann?
    Klappe auf.....

  4. #27164
    Hüter der Idee Benutzerbild von amendment
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    Standard AW: Russland

    Zitat Zitat von A-Lincoln Beitrag anzeigen
    Zunächst zur Idee: Ich würde den Ist-Zustand linear in die Zukunft fortschreiben. Das tue ich ausdrücklich nicht. Was ich mache, ist Baseline-Analyse, Du Prognose. Aber! Prognose ist nicht gleich Extrapolation. Wer in Szenarien springt, ohne die gegenwärtigen institutionellen, ökonomischen und gesellschaftlichen Grenzen sauber zu vermessen, betreibt keine Vorausschau, sondern Narrativdesign.

    Deine Passage zu Parametern, Gewichtungen und Eintrittswahrscheinlichkeiten klingt zunächst analytisch, bleibt aber auffällig unverankert. Du sagst selbst nicht, welche Parameter du konkret wie gewichtest, sondern betonst nur, dass es viele geben könnte. Das ist ein klassischer Fall von abstrakter Komplexitätsrhetorik: Sie erzeugt Tiefe, ersetzt aber keine belastbare Modellierung. Prognosen werden nicht besser, nur weil man ihre Unsicherheit ausführlich beschreibt.

    Inhaltlich problematisch wird es beim Europa-Teil. Du skizzierst ein unitaristisches Greater Europe als Manifestation eines freien Volkswillens – das gefällt mir - räumst aber gleichzeitig ein, dass der Impuls über einen äußeren Feind kommen könnte. Genau hier liegt der Bruch:

    Eine politische Ordnung, die emotional über Bedrohung aktiviert wird, erzeugt Mobilisierung, aber keinen stabilen Legitimationskern. Das ist kein Schönheitsfehler der Entstehungsgeschichte, sondern ein strukturelles Risiko. Angst integriert kurzfristig, fragmentiert langfristig. Ist das die Welt in der Du leben möchtest?

    Zum Konjunktiv selbst: Natürlich ist er in der Prognostik unvermeidlich. Aber es gibt einen Unterschied zwischen kontrolliertem Konjunktiv und entfesseltem Konjunktiv. Deine Prognosen und meine Analysen operieren auf unterschiedlichen Ebenen.

    Du arbeitest mit idealtypischen Zukunftsbildern, die stark von normativen Annahmen und selektiven Parametern geprägt sind. Ich nehme den aktuellen Zustand als Ausgangspunkt, um Restriktionen, Reaktionsgeschwindigkeiten und Kostenräume zu bestimmen.

    Kurz: Zukunftsvision vs. Systemanalyse – kann man machen, sollte man aber nicht verwechseln.
    Wie weit wärest du denn mit einer Baseline-Analyse im Mai 1945 in Deutschland gekommen? Und selbst die gewagtesten Prognosen, wo das geschundene Deutschland sich wohl in 10 Jahren nach Kriegsende ökonomisch, gesellschaftlich und militärisch befinden würde, wären als abwegig bzw. als Fantastereien abgetan worden!

    Zu jeder politischen Zukunftsprognose gehören nicht primär irgendwelche Algorithmen, sondern ein fester Bestandteil sind Visionen, die sich sowohl aus politischem Handeln als auch durch ideologische Vorgaben entwickeln. Dass hierbei stets ökonomische Aspekte im Vordergrund stehen, mag am Beispiel der Montanunion und auch noch der EWG so gewesen sein. Spätestens seit der Weiterentwicklung hin zur EG und zur heutigen EU steht jedoch der politische Vereinigungsprozess als Zielsetzung fest - und eben nicht lediglich nur die optimierten Handelsbeziehungen zu unseren europäischen Nachbarn.

    Was ich bei im Diskurs mit dir nicht nachvollziehen kann ist, dass du meine "Visionen" für ein zukünftiges Greater Europe mit einer Systemanalyse vergleichst; ich setzte das zu keinem Zeitpunkt gleich noch habe ich diese beiden unterschiedlichen Betrachtungsformen verwechselt!

    Auffällig bei den Gedankengängen ist auch, dass du sehr stark konzeptionell denkst und wenig kreativ. Meine Herangehensweise an das Thema EU ist ganz klar divergent oder schlicht: unkonventionell.

    Warum ist das so? Der Forist Abas hat das hier recht schnell als Erster richtig erkannt: Ich bin durch und durch Idealist! Und dort, wo du einer fast schon mechanisch wirkenden Arithmetik folgst, lasse ich im Gegensatz dazu "Fünfe gerade sein".

    Für mich ist das "Projekt Europa" ganz eindeutig für gänzlich neue, politisch innovative Denkstrukturen ausgelegt. Es gibt schon jetzt keine einzige historische Parallele zu unserer Europäischen Union. Und es scheitern deswegen ja auch so viele mit ihren politischen Erklärungsversuchen, weil sie ihre nationalstaatlichen Prägungen und Erfahrungen einfach nur auf die nächst höhere, supranationale Ebene zu bringen hoffen.

    Das aber ist leider der falsche Verständnisansatz. Ich habe das hier schon mehrfach ausgeführt, will von daher nicht näher darauf eingehen.

    Eines aber ist gewiss, dass alles, was die zukünftige Entwicklung der EU ausmachen wird, stets und immer auch gleichzeitig politisches Neuland ist...

  5. #27165
    Mitglied Benutzerbild von Achilleas
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    Standard AW: Russland

    Zitat Zitat von Anhalter Beitrag anzeigen
    Die normalen Menschen wollen endlich Lösungen um diesen verdammten Ukrainekrieg zu beenden !


    Absolut! Wir sind müde von Durchhalteparolen, Schuldzuweisungen und Endlosschleifen aus Worten.

    Wir wollen kein geopolitisches Schachspiel auf unserem Rücken, sondern endlich ernsthafte, sichtbare Schritte hin zu einem Ende des Krieges.

    Frieden ist kein Zeichen von Schwäche, sondern von Verantwortung – gegenüber den Opfern, gegenüber der eigenen Bevölkerung und gegenüber der Zukunft Europas.
    FUCK THE WOKE

    Dinge kommen zurück und sind wieder in. Ich kann es kaum erwarten,bis Moral, Respekt und Inteligenz wieder im Trend sind.

  6. #27166
    Mitglied Benutzerbild von Neu
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    Standard AW: Russland

    Zitat Zitat von pixelschubser Beitrag anzeigen
    Nunja, Haftungsunion würde „Alle“ bedeuten. Nur ist das eben in der EU nicht wirklich so. Die BRD als größter Nettozahler drängelt sich ja immer vor.

    Da werden mal eben 90 Milliarden in ein Fass ohne Boden geschüttet und Klingbeil stimmt das Volk auf noch heftigere Einschnitte ein. Nebenher wundern sich diese Leute dann über massive Stimmenzuwächse bei der AfD und diskutieren über ein Verbot der aktuell stärksten Kraft im Land.
    Die 90 Milliarden sind ein Tropfen auf einen heissen Stein. Das reicht für ein paar Monate, um die Beamten ... zu bezahlen. Dann gibts nochmal 90 Milliarden. Und nochmal... ein Fass ohne Boden, bis Deutschland absolut pleite ist. Das Bargeld wird abgeschafft, der digitale €, der Lastenausgleich, die Inflationsrate, .... wird das Fussvolk Deutschlands verarmen lassen. Wohl dem, der jung ist, gutausgebildet und Sprachen kann, und sich gescheite Länder sucht, die nicht ruiniert werden.

  7. #27167
    Mitglied Benutzerbild von schlaufix
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    Standard AW: Russland

    Zitat Zitat von Lykurg Beitrag anzeigen
    Ja, sicher. Vor allem zuerst einmal gegen deutschfeindliche Politiker, die mein Land im Inneren zerstören, mein geliebtes Volk gegen Araber und Afrikaner austauschen und meine deutsche Kultur ebenso ausrotten.

    Was glaubst du, was ich seit vielen Jahren mache?
    Blödsinn schreiben!
    [SIGPIC][/SIGPIC]

  8. #27168
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    Standard AW: Russland

    Zitat Zitat von Anhalter Beitrag anzeigen
    Der sogenannte Wertewesten begreift noch immer nicht das Russland Sicherheitsinteressen hat welche vollkommen legitim sind ...
    Das Problem ist, dass die Deutschen dem Wahrheitsministerium verfallen sind. Sie himmeln gerade das ZDF ... an. Feindsender sind verpönt.

  9. #27169
    Hüter der Idee Benutzerbild von amendment
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    Standard AW: Russland

    Zitat Zitat von Ossi Beitrag anzeigen
    Fett/Rot - Nein, Du bist einfach nur Krank! Du sehnst Dich nach einer Welt wo Macht und eine diktatorische "Wahrheit" sich über alles erhebt....
    Anders denken, nöö, weg mit denen...
    Ich hasse jede Diktatur und ich hasse auch deren Vorbeter!
    Du als kleiner Putin-Gefolgsmann willst mir als aufrechtem Deutschen mit entsprechendem Hintergrund irgendetwas über Macht, über Machtpolitik, über Diktatur oder gar über die Macht des Proletariats erzählen?

    Dann fang mal an; ich höre dir aufmerksam zu ...

  10. #27170
    Mitglied
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    Standard AW: Russland

    Zitat Zitat von amendment Beitrag anzeigen
    Du als kleiner Putin-Gefolgsmann willst mir als aufrechtem Deutschen mit entsprechendem Hintergrund irgendetwas über Macht, über Machtpolitik, über Diktatur oder gar über die Macht des Proletariats erzählen?

    Dann fang mal an; ich höre dir aufmerksam zu ...
    Nöö, ich verschwende keine weiteren Worte an Dich.....

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