User in diesem Thread gebannt : autochthon and Optimist


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Thema: Russland

  1. #27041
    Mitglied
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    Standard AW: Russland

    Zitat Zitat von amendment Beitrag anzeigen
    Ich kann deiner kruden „Logik“ gerade nicht folgen! Die Sicherheitsinteressen Russlands betreffen russisches Territorium und der befreundeter Nationen - sofern diese es denn auch wollen. Desgleichen gilt für das NATO-Territorium sowie befreundete Nationen, sofern diese es denn wollen.


    Hä?

    Ach so...........Die Sicherheitsinteressen der Russen haben sich auf Russland zu beschränken,
    die Sicherheitsinteressen der Nato
    können aber fremdes Territorium mit einbeziehen und deswegen kann sich die Nato auch erweitern ?

    Interessante Logik, die Du hier "verkaufen willst".



    Nochmal,
    wenn man sich erweitert wegen "eigener Sicherheitsinteressen",
    wie wll man dann Anderen verweigern,
    wenn diese Anderen
    bei ihren Sicherheitsinteressen AUCH andere Länder berücksichtigt haben wollen?


    Und dabei ist es erstmal total uninteressant, was diese "anderen Länder im Umfeld der Machtblöcke" wollen oder nicht,
    denn
    es geht erstmal grundsätzlich um das Verhalten von "Machtblöcken" untereinander bzw. miteinander.

    WER ist der Richter, der entscheidet,
    welcher Machtblock über sein Territorium hinausgehende Sicherheitsinteressen haben darf und welcher Machtblock nicht?

  2. #27042
    Mitglied Benutzerbild von Blackbyrd
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    Standard AW: Russland

    Zitat Zitat von navy Beitrag anzeigen
    Wieder ein Lüge um von Deiner Demenz abzulenken. Dieser Beitrag um 14:59 hat Nichts mit Deinem Beitrag zutun, Eine dreiste Lüge!

    Real gilt Alles ab Deinem dubiosen ab 19.15 Uhr, den ich schwer kritisierte
    Was für dich real gelten soll und was du "schwer" kritisierst, ist nicht maßgebend.


    Maßgebend ist der Beitragsverlauf.

  3. #27043
    Mitglied Benutzerbild von Kurti
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    Standard AW: Russland

    Zitat Zitat von erselber Beitrag anzeigen
    Nun ja Geld kann nicht weg sein. Es hat nur ein Anderer.
    Zitat Zitat von Rabauke076 Beitrag anzeigen
    Richtig !

    Ein " ANDERER " der dies gar nicht haben dürfte !
    Fettung durch mich

    Allerwertestete Rabauke, darüber befinden Andere, nicht du und deine Gleichgesinnten.
    Finde dich damit ab und weine nicht!
    Whatever you do, do no harm!

  4. #27044
    Mitglied Benutzerbild von A-Lincoln
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    Standard AW: Russland

    Zitat Zitat von Virtuel Beitrag anzeigen
    Jeder meiner Links hat passend zum jeweiligen Beitrag eine Menge Belege geliefert.
    Du hast die Texte der Links nicht gelesen.
    Hier noch zwei weitere sehr eindrückliche Beispiele für Unterwanderung, Infiltration Korruption, Zersetzung, Propaganda des Westens durch Rußland.

    1. RED COCAINE

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    2. KLIMAWANDEL und weitere Kernpunkte

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    AUSZUG:

    Es ist nicht schwer zu sehen, wer am meisten von der radikalen Umweltbewegung profitiert. Ohne Frage profitieren Rußland und China. Hauptsächlich wegen der Umweltbedenken gegen Atomenergie und Kohle in Deutschland war Rußland in der Lage, Europa als einen Markt für seine Gasexporte zu beanspruchen. Unterdessen hat sich China seine Position als industrieller Produktionsstandort gesichert, da westliche Industrien nach China verlagert wurden. Diese Entwicklung war in weiten Teilen den untragbaren Kosten geschuldet, die mit amerikanischen und europäischen Umweltauflagen verbunden sind.7
    Aus offensichtlichen Gründen fanden die sowjetischen Strategen an einer obskuren [angeblich] wissenschaftlichen Hypothese Interesse: der These einer anthropogenen globalen Erwärmung. Hier gab es eine „wissenschaftliche“ Theorie, die vom sozialistischen Block strategisch eingesetzt werden konnte.
    Zu diesem Zweck haben Beeinflussungsagenten in der wissenschaftlichen Gemeinde die Fakten systematisch gefälscht. Karrieren sind zerstört worden.
    Wie bereits erwähnt, gibt es die Treibhausgastheorie der globalen Erwärmung seit mehreren Jahrzehnten. Sie war eine von vielen Theorien, die in wissenschaftlichen Studien präsentiert wurden. Die Autoren der Theorie waren keine sowjetischen Agenten. Es war die politische Instrumentalisierung der Theorie, die sie zu einem Bestandteil von jemandes Strategie machte. Gewiß, wenn wir die Frage stellen, „Cui bono?“, also, wer von der Theorie profitiert, können wir nicht umhin, in Richtung Moskau zu blicken. Doch hier ist mehr: Im Jahr 1982 schrieb der Vorsitzende des Wissenschaftlichen Rats des Präsidiums der Sowjetischen Akademie der Wissenschaften, Iwan Timofejewitsch Frolow (1929 – 1999), ein Buch mit dem Titel „Global Problems and the Future of Mankind“ (dt. Ausgabe, ‚Globale Probleme der Gegenwart‘, Ost-Berlin, Dietz, 1982). I
    Hier ist es, dargelegt im Jahr 1982 von einem sowjetischen Wissenschaftspropagandisten. Die Sowjetunion griff diese Idee auf, brachte ihre Agentennetzwerke in Stellung und baute das Ganze zu einer „etablierten Wissenschaft“ auf. Regierungsbeamte und Medien posaunten alles lautstark hinaus, und niemand würde sich dem noch entziehen können. Die Treibhausgas-Alarmisten konnten jeden vernichten, der sie in Frage stellte.
    Hier war ein politisches Instrument, mit dem die Energieunabhängigkeit des Westens sabotiert werden würde.
    Vier Jahre nach Hansens Spektakel im Senat schrieb Senator Al Gore, Jr. im Jahr 1992 sein Buch „Earth in the Balance: Ecology and the Human Spirit“ (dt. Ausgabe, ‚Wege zum Gleichgewicht: Ein Marshallplan für die Erde‘, Fischer, 1992). Wie als Widerhall Iwan Frolows schlägt Gore eine fundamentale soziale Transformation vor, um die Umweltverschmutzung und den Klimawandel zu bekämpfen.

    Gore war, wie Senator Joseph Biden, auf dem Weg zu seinem Senatssitz von Armand Hammer unterstützt worden (der von den britischen und amerikanischen Geheimdiensten als langjähriger sowjetischer Agent identifiziert wurde).11

    Als Stratege glaube ich nicht, daß all dies ein Zufall ist.

    Heute glaubt im Westen fast jeder an die Treibhausgastheorie von der anthropogenen globalen Erwärmung. Man könnte durchaus mit Recht sagen, „daß wir nun alle nützliche Idioten sind“.
    Der Schwindel, welcher der Propaganda von einer anthropogenen globalen Erwärmung zugrunde liegt, sollte für jeden, der Wissenschaft versteht, offensichtlich sein. Er sollte ebenso für jeden offensichtlich sein, der sowjetische Strategie, die kommunistische Bewegung und die Geschichte kommunistischer „Aktiver Maßnahmen“ versteht.

    Deutschland ist aller Wahrscheinlichkeit nach das Land, das von der Religion der anthropogenen globalen Erwärmung am meisten beschädigt worden ist. Unter seinem Klimaschutzprogramm 2030 und dem neuen Klimaschutzgesetz haben die Deutschen ihre Atom- und Kohlekraftwerke stillgelegt. Dies hat zu einer größeren Abhängigkeit von russischem Gas geführt. Wie Patrick Winter im Guardian erläutert, hat Deutschlands „Ausstieg aus der Atomkraft und seine Energiewende weg von der Kohle bedeutet, daß Deutschland sehr wenige Alternativen zu russischem Gas hatte“.12 Die Russen haben sogar vor einigen Monaten Vorbereitungen getroffen, um Deutschlands Gasversorgung zu kappen. Laut Robert Habeck sind die Gasspeicher in Deutschland, die unter russischer Kontrolle stehen, „über den Winter ’systematisch geleert‘ worden, um die Preise hinaufzutreiben und politischen Druck auszuüben. Es war ein niederschmetterndes Eingeständnis der Macht Rußlands, die Energieversorgung zu unterbrechen“.13

    Es hat im Westen ein allgemeiner intellektueller Niedergang stattgefunden. Statt geschichtlichem Wissen und klassischer Philosophie haben wir Verschwörungstheorien, die von Ressentiments getragen sind. Diese feindseligen Gefühle werden nur allzu leicht instrumentalisiert, insbesondere von Moskau. Rechtsgerichtete Verschwörungstheorien können sogar als Anhängsel der alten marxistisch-leninistischen Demagogie angesehen werden, deren Grundlage die Nutzbarmachung von Klassenressentiments zur Entfachung einer „proletarischen“ Revolution ist. Wie die Geschichte zeigt, haben die Kommunisten diese Art der Nutzbarmachung auf rassische und sexuelle Ressentiments ausgeweitet, was verheerende kulturelle Folgen für den Westen mit sich gebracht hat. Nach dem angeblichen Zusammenbruch des Kommunismus in Rußland konnte Moskau diese Strategie ungehindert auf die Ausbeutung konservativer Ressentiments ausdehnen — um sich das revolutionäre Potential entfremdeter Traditionalisten, Rassisten und Libertärer zunutze zu machen.23

    Wenn man die Gedanken eines Menschen beherrscht, so beherrscht man den Menschen als Ganzes. Zu diesem Zweck haben Moskau und Peking überall auf der Welt Netzwerke aufgebaut, deren Aufgabe es ist, in anderen Ländern subversive Gedanken zu verbreiten.
    (1) Moskau und/oder Peking sind nicht Ihr wirklicher Feind. (2) Ihr wirklicher Feind ist die Elite Ihrer eigenen Gesellschaft. Diese Botschaft ist essentiell leninistisch.
    Moskau und Peking haben mit ihrem Informationskrieg Erfolg. Sie haben den Westen intellektuell entwaffnet. Indem sie die falsche Flagge ihres eigenen fadenscheinigen Kapitalismus gehißt haben, schufen sie Erzählungen, mit denen sie Konservative in Revolutionäre verwandeln konnten.
    Kernproblem: Du arbeitest fast ausschließlich mit post-hoc-Schlüssen. Russland profitiert -> Russland hat es gesteuert. China profitiert -> China steckt dahinter. Das ist ein klassischer Fehlschluss. In komplexen Systemen profitieren immer mehrere Akteure aus sehr unterschiedlichen Gründen. "Nützt es jemandem?" ist kein Beweis für Steuerung, höchstens ein Anfangsverdacht – den du dann aber nie falsifizierst.

    Nach deinem Denkschema wären Russland und China im Übrigen beliebig austauschbar. Man könnte morgen auch die USA, Big Oil, Finanzeliten oder Brüssel einsetzen – man findet immer Akteure, die von bestimmten Entwicklungen profitieren, und kann daraus rückwirkend Steuerung ableiten. Genau das zeigt, wie schwach das Modell ist: Es ist nicht trennscharf. Es identifiziert keinen spezifischen Täter, sondern nur Nutznießer – und verwechselt beides systematisch.

    Stichwort: confirmation bias in Kombination mit motivated reasoning. Informationen werden nicht geprüft, sondern so interpretiert, dass sie in das gewünschte Ergebnis passen. Widersprüche gelten nicht als Gegenargumente, sondern als weiterer Beleg für die Raffinesse der Verschwörung.

    Dazu kommt eine massive Monokausalität: Klimapolitik, Energiewende, Deindustrialisierung, gesellschaftliche Polarisierung, sogar intellektueller Niedergang werden auf eine einzige geheime russisch-chinesische Steuerung reduziert. Genau das ist das Merkmal eines geschlossenen Deutungsmodells.

    Besonders auffällig ist der innere Widerspruch: Einerseits beschreibst du den Westen als manipuliert, intellektuell entwaffnet und fremdgesteuert. Andererseits unterstellst du ihm eine beinahe naive Allmacht, mit der sich Wissenschaft, Medien, Politik und Gesellschaft jahrzehntelang widerspruchslos dirigieren lassen. Beides gleichzeitig geht nicht.

    Du beklagst den "intellektuellen Niedergang des Westens", lieferst aber selbst ein Narrativ, das auf Totalverdacht, Agentenerzählungen und nicht falsifizierbaren Behauptungen basiert. Genau diese Denkform ist historisch das klassische Produkt von Desinformationsökosystemen – egal, ob sie aus Moskau, Peking oder dem eigenen Kopf stammen.

  5. #27045
    Balkan Spezialist Benutzerbild von navy
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    Standard AW: Russland

    Zitat Zitat von Virtuel Beitrag anzeigen
    Du nimmst meine Argumente gar nicht zur Kenntnis.
    Wie ich schon sagte, hast Du Dich in formale Logik verrannt.

    Beispiel:

    "Denn wenn der Westen angeblich von inneren Agenten gesteuert wird, dann ist er nicht Opfer fremder Barbaren, sondern handlungsunfähig durch eigene Eliten."

    Warum versuchst Du, meine Argumentationskette durch so eine Aussage auszuhebeln?

    Natürlich ist der Westen von Agenten durchsetzt - von außen und von innen - und damit ist er Opfer geschickter Unterwanderungen, die SO nur in offenen demokratischen oder liberalen Gesellschaften überhaupt möglich sind.

    Die USA sind auch nicht von "eigenen" Eliten regiert, derzeit jedenfalls nicht......

    Die Sowjet-Show hat eine bestimmte Clique in Rußland reich gemacht, sie haben den Westen
    verarscht und ihm Milliarden aus den Rippen geleiert, dazu noch die ganze Technologie für
    Rußlands Aufrüstung...

    [Links nur für registrierte Nutzer]
    versuch nicht vom kriminellen Treiben der US NeoCons abzulenken. hatten gedacht, mit dem $ kontrollieren wir die Welt mit der Weltbank,IMF. Sind halt immer auch Finanzgavoven mit den Georg Soros Umtrieben und Tausenden von kriminelle NGOs.

    Orginal Super Mafia auch bei Drogen und schon lange. Klaus Schwab, WEF gehört auch zu den Banditen
    Die Selbstverwaltungsstrukturen, die die NATO im Kosovo wachsen ließ, kritisierte eine als „Verschlusssache“ eingestufte Studie des Instituts für Europäische Politik (IEP) 2007 als „fest in der Hand der Organisierten Kriminalität“, die „weitgehende Kontrolle über den Regierungsapparat“

  6. #27046
    Balkan Spezialist Benutzerbild von navy
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    Standard AW: Russland

    Zitat Zitat von Blackbyrd Beitrag anzeigen
    .......................


    Maßgebend ist der Beitragsverlauf.
    Genau, Du dementer Lügner und verdreher
    Die Selbstverwaltungsstrukturen, die die NATO im Kosovo wachsen ließ, kritisierte eine als „Verschlusssache“ eingestufte Studie des Instituts für Europäische Politik (IEP) 2007 als „fest in der Hand der Organisierten Kriminalität“, die „weitgehende Kontrolle über den Regierungsapparat“

  7. #27047
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    Standard AW: Russland

    Zitat Zitat von amendment Beitrag anzeigen
    Ich kann deiner kruden „Logik“ gerade nicht folgen! Die Sicherheitsinteressen Russlands betreffen russisches Territorium und der befreundeter Nationen - sofern diese es denn auch wollen. Desgleichen gilt für das NATO-Territorium sowie befreundete Nationen, sofern diese es denn wollen.

    Bullshit !

    Nach dem Maidan hat Präsident Poroschenko 2015 die neue ukrainische Militärdoktrin in Kraft gesetzt, in der die Ukraine erstens Russland als ihren Hauptfeind definiert und zweitens eine Angleichung der ukrainischen Streitkräfte an NATO-Standards bis 2020 verkündet hat.

    Nachdem das umgesetzt war, hat der neue ukrainische Präsident Selensky am 24. März 2021 die „Strategie zur Deokkupation und Reintegration der Krim“ in Kraft gesetzt.

    Als würde Russland ein atomar bewaffnetes „Anti-Russland“ vor der eigenen Haustür dulden.
    Ich bin frei von Vorurteilen. Ich hasse alle Menschen gleichermaßen. #W. C. Fields#

  8. #27048
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    Standard AW: Russland

    Zitat Zitat von navy Beitrag anzeigen
    Genau, Du dementer Lügner und verdreher
    Für Lügen und Verdrehen von Tatsachen bist du und deine Genossen zuständig.

  9. #27049
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    Standard AW: Russland

    Zitat Zitat von amendment Beitrag anzeigen
    Du argumentierst primär mit dem Ist-Zustand und das halte ich - mit Verlaub - für einen falschen Argumentationsansatz. Warum? Weil es bezüglich der Prognosevarianten eine Vielzahl von Parametern gibt, die auf die unterschiedlichsten Szenarien führen können. Welche Parameter benutzt man? Welche Gewichtung bemisst man den Parametern zu? Von welchen Eintrittswahrscheinlichkeiten geht man aus? Geht man idealistisch oder realistisch bei der Erstellung einer Prognose vor, ist man risikoaffin oder riskioavers usw.

    Und wenn man ehrlich ist: Gerade bei politisch basierten Betrachtungen ist es am Unwahrscheinlichsten, wenn man für eine Zukunftsprognose einfach nur den aktuellen Ist-Zustand als lineare Entwicklung in die Zukunft transferiert. Wo hat das nur ein einziges Mal funktioniert? Da fällt mir so ad hoc kein einziges Beispiel ein.

    Zur Einheit Europas bzw. zur Entwicklung selbiger.

    Richtig ist, dass diese eher einem fragilen Konstrukt entspräche, sollte eine politische Einheit sich ausschließlich auf den gemeinsamen Sieg oder einen gemeinsamen Erfolg unterschiedlicher Interessensgruppen - hier: die der europäischen Nationen - begründen. Das reichte mit Sicherheit nicht, um darauf basierend so etwas wie ein "Greater Europe" zu "installieren". Denn: Es soll eben nicht "installiert" werden, quasi aus einem Zweckbündnis heraus entstehend, sondern es soll die idealisierte politische Manifestation des freien Willens der europäischen Völker abbilden. Ein unitaristisches Großeuropa, basierend auf einer mehrheitlich getragenen, tiefen politischen Überzeugung samt eines allgemein akzeptierten Wertekonsenses.

    Und wenn eine derartige Entwicklung durch einen äußeren Feind angestoßen werden sollte, so mag das nicht einer idealen Entstehungsgeschichte vom Nationalen zum Supranationalen entsprechen, aber zumindest wäre der Beginn initiiert. Was danach käme, steht bei aller Prognostik aktuell noch deutlich mehr "in den Sternen", aber ein dazugehöriger "Triumph des Willens" könnte bei einem Erfolg über ein bedrohlich wirkendes, autoritäres Regime sich schneller seinen Weg bahnen, als dass wir uns das heute bei der Analyse des aktuellen Ist-Zustandes vorstellen können.

    Viel Konjunktiv, ich weiß, aber der Konjunktiv ist nun mal sowohl ein rhetorisches Mittel in der Politik als auch unabdingbar bei der Prognoseerstellung. Denn auch das Fortschreiben eines Ist-Zustandes ist im Grunde nichts anderes als eine Variation des Konjunktivs...
    Zunächst zur Idee: Ich würde den Ist-Zustand linear in die Zukunft fortschreiben. Das tue ich ausdrücklich nicht. Was ich mache, ist Baseline-Analyse, Du Prognose. Aber! Prognose ist nicht gleich Extrapolation. Wer in Szenarien springt, ohne die gegenwärtigen institutionellen, ökonomischen und gesellschaftlichen Grenzen sauber zu vermessen, betreibt keine Vorausschau, sondern Narrativdesign.

    Deine Passage zu Parametern, Gewichtungen und Eintrittswahrscheinlichkeiten klingt zunächst analytisch, bleibt aber auffällig unverankert. Du sagst selbst nicht, welche Parameter du konkret wie gewichtest, sondern betonst nur, dass es viele geben könnte. Das ist ein klassischer Fall von abstrakter Komplexitätsrhetorik: Sie erzeugt Tiefe, ersetzt aber keine belastbare Modellierung. Prognosen werden nicht besser, nur weil man ihre Unsicherheit ausführlich beschreibt.

    Inhaltlich problematisch wird es beim Europa-Teil. Du skizzierst ein unitaristisches Greater Europe als Manifestation eines freien Volkswillens – das gefällt mir - räumst aber gleichzeitig ein, dass der Impuls über einen äußeren Feind kommen könnte. Genau hier liegt der Bruch:

    Eine politische Ordnung, die emotional über Bedrohung aktiviert wird, erzeugt Mobilisierung, aber keinen stabilen Legitimationskern. Das ist kein Schönheitsfehler der Entstehungsgeschichte, sondern ein strukturelles Risiko. Angst integriert kurzfristig, fragmentiert langfristig. Ist das die Welt in der Du leben möchtest?

    Zum Konjunktiv selbst: Natürlich ist er in der Prognostik unvermeidlich. Aber es gibt einen Unterschied zwischen kontrolliertem Konjunktiv und entfesseltem Konjunktiv. Deine Prognosen und meine Analysen operieren auf unterschiedlichen Ebenen.

    Du arbeitest mit idealtypischen Zukunftsbildern, die stark von normativen Annahmen und selektiven Parametern geprägt sind. Ich nehme den aktuellen Zustand als Ausgangspunkt, um Restriktionen, Reaktionsgeschwindigkeiten und Kostenräume zu bestimmen.

    Kurz: Zukunftsvision vs. Systemanalyse – kann man machen, sollte man aber nicht verwechseln.

  10. #27050
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    Standard AW: Russland

    Zitat Zitat von A-Lincoln Beitrag anzeigen
    Zunächst zur Idee: Ich würde den Ist-Zustand linear in die Zukunft fortschreiben. Das tue ich ausdrücklich nicht. Was ich mache, ist Baseline-Analyse, Du Prognose. Aber! Prognose ist nicht gleich Extrapolation. Wer in Szenarien springt, ohne die gegenwärtigen institutionellen, ökonomischen und gesellschaftlichen Grenzen sauber zu vermessen, betreibt keine Vorausschau, sondern Narrativdesign.

    Deine Passage zu Parametern, Gewichtungen und Eintrittswahrscheinlichkeiten klingt zunächst analytisch, bleibt aber auffällig unverankert. Du sagst selbst nicht, welche Parameter du konkret wie gewichtest, sondern betonst nur, dass es viele geben könnte. Das ist ein klassischer Fall von abstrakter Komplexitätsrhetorik: Sie erzeugt Tiefe, ersetzt aber keine belastbare Modellierung. Prognosen werden nicht besser, nur weil man ihre Unsicherheit ausführlich beschreibt.

    Inhaltlich problematisch wird es beim Europa-Teil. Du skizzierst ein unitaristisches Greater Europe als Manifestation eines freien Volkswillens – das gefällt mir - räumst aber gleichzeitig ein, dass der Impuls über einen äußeren Feind kommen könnte. Genau hier liegt der Bruch:

    Eine politische Ordnung, die emotional über Bedrohung aktiviert wird, erzeugt Mobilisierung, aber keinen stabilen Legitimationskern. Das ist kein Schönheitsfehler der Entstehungsgeschichte, sondern ein strukturelles Risiko. Angst integriert kurzfristig, fragmentiert langfristig. Ist das die Welt in der Du leben möchtest?

    Zum Konjunktiv selbst: Natürlich ist er in der Prognostik unvermeidlich. Aber es gibt einen Unterschied zwischen kontrolliertem Konjunktiv und entfesseltem Konjunktiv. Deine Prognosen und meine Analysen operieren auf unterschiedlichen Ebenen.

    Du arbeitest mit idealtypischen Zukunftsbildern, die stark von normativen Annahmen und selektiven Parametern geprägt sind. Ich nehme den aktuellen Zustand als Ausgangspunkt, um Restriktionen, Reaktionsgeschwindigkeiten und Kostenräume zu bestimmen.

    Kurz: Zukunftsvision vs. Systemanalyse – kann man machen, sollte man aber nicht verwechseln.
    Langer Rede...kurzer Sinn...
    Weniger Worte und mehr Handwerk...
    Deutschland ist kompliziert...nichts für Anfänger...

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