Diese Botschaft scheint bei VW irgendwann Mitte
der Neunzigerjahre, in der Anfangszeit der Ära Piëch, durchgedrungen zu
sein. Piëch war am 1. Januar 1993Vorstandsvorsitzender bei VWgeworden.
Als Bernd Pischetsrieder ihn 2002 in diesem Amt beerbte, wechselte er in
den Vorsitz des Aufsichtsrates. Geändert hat sich an der Fahrlässigkeit
der Konzernspitze dadurch nichts. Daher konnte sich die Botschaft von
der mangelnden Kontrolle zwölf Jahre lang so in das Unternehmen
hineinfressen, dass es allen Beteiligten zunehmend als völlig herren-
und verantwortungslos vorgekommen sein muss. In den Topetagen bei VW
bestach und erpresste fast jeder jeden, und alle zusammen plünderten sie
das Unternehmen aus, das sie ohnehin fürstlich bezahlte.
Zusammengeschweißt wurde das "Team" von Managern und vorgeblichen
Kontrolleuren durch Geld, Machtmissbrauch und gemeinsame
Rotlichtabenteuer. Viele Topmanager des Konzerns und ihre Co-Manager von
der IG Metall spielten den Playboy, W bezahlte. Und zahlte und zahlte
und zahlte