Dies führt sich fort: Kein Arzt im gehobenen Stil wird eine Putzfrau zu einer besten Freundin machen - oder deren Mann, der auf der gleichen sozialen Stufe stehen wird.
Und dergleichen nehmen wir die Künstler: sie können sich auch nur in ihrer Fantasie gut verstehen - warum sonst gibt es in Berlin auch Künstlerviertel, die sich Häuser aufkaufen, sanieren und dann auch unter sich bleiben wollen.
Setzen wir noch ein bißchen die Krone auf: Auch Muslime bleiben unter sich, besonders die streng gläubigen - entweder du konvertierst oder du bleibst ewig fremd - für einen guten Gruß reicht es, weil man hofft, bei Fraundlichkeit, daß wir ihnen die Ware abkaufen, ansonsten Kühle - erlebe ich auch - man spürt es - und führen wir es weiter aus - Journalisten - welche Putzfrau - Reinigungskraft wird sich mit ihnen auf ihrer Ebene unterhalten können ?
Oder Vietnamesen, die auch nicht gern deutsch lernen, dafür ihre Kinder aber sehr gut deutsch lernen, weil sie auch eifrig in der Schule sind - das alles können wir als gemeingültig kennen - oder willst Du mir sagen, es ist nicht so ?
Schuster, bleib bei deinen leisten - oder Zille - wo hat sich Zille aufgehalten - bei seinesgleichen.
Ich erinnere mich noch an diese Schmalzromane, als meine Großmutter sie in der Schürze brachte, durfte es in der DDR nicht geben, wir lasen sie, ich war noch jung - da hat der Chefarzt die Reinigungskraft geheiratet und alles vollzog im nebelhaften Traum - der Prinz und das Aschenbrödel - der hätte sein Prestige verloren, in der Realität - er wäre zur Lachnummer für Kollegen geworden - aber die Leute wollen sowas lesen und sich daran erfreuen. Diese Romane haben mich eher erheitert, als ich in die Realität kam - vorher las ich "Ditte Menschenkind" von Nexö - das war traurig, aber realistischer.







Igno-ProllBank: Stalker ManfredM, et al...
