Der IQ im Ländervergleich
Die Frage nach der Intelligenz bestimmter Nationalitäten oder Bevölkerungsgruppen mag kontrovers betrachtet werden. Tatsächlich gibt es aber durchaus sowohl
nationale, politische als auch
geografische Faktoren, die Einfluss auf die
Intelligenz haben. Oftmals noch überraschend, aber wissenschaftlich inzwischen nachgewiesen ist, dass ein wärmeres Klima einen merklich schlechten Einfluss auf den Intelligenzquotienten hat.
Mit einem durchschnittlichen IQ von
100 Punkten steht Deutschland in diesem Ranking auf
Platz 13. Mit
106 Punkten erreichen die Einwohner in Hongkong den höchsten Intelligenzquotienten weltweit. Der letzte Platz mit gerade noch
51 Punkten wird von
Nepal belegt. Zusätzlich zum reinen Ranking der Länder soll in dieser Tabelle der Einfluss von Wohlstand und Klima dargestellt werden.
Intelligenz in Relation zu Einkommen und Klima
Der dargestellte IQ wurde aus den Ergebnissen zahlreicher internationaler Studien gebildet und dem Durchschnittseinkommen und staatlichen Ausgaben für Bildung der Jahre 2000 bis 2019 gegenüber gestellt.
Bitte Vorsicht: Das Durchschnittseinkommen hat sich in den letzten Jahren insbesondere in kleinen Staaten massiv verändert. Eine Auflistung mit aktuelleren Zahlen finden Sie hier. In dieser Tabelle geht es jedoch um den Zeitraum von 2000 bis 2019, in dem auch die Studien zur Intelligenz erschienen sind.
Platz Land/Region IQ Ø Einkommen Bildungsausgaben pro Einwohner Ø Tages höchst Temperatur
1 Hongkong *
106 31.536 € 1.075 € 26,2 °C
2 Japan
106 36.591 € 1.120 € 19,2 °C
3 Singapur
106 36.712 € 1.178 € 31,5 °C
4 Taiwan *
106 26,9 °C
5 China
104 4.157 € 151 € 19,1 °C
6 Südkorea
103 20.370 € 847 € 18,2 °C
7 Niederlande 101 40.497 € 1.960 € 14,4 °C
8 Finnland 101 38.147 € 2.238 € 8,2 °C
9 Kanada 100 35.915 € 1.684 € 7,4 °C
10 Nordkorea 100 15,3 °C
11 Luxemburg 100 63.686 € 2.996 € 14,7 °C
12 Macau * 100 39.368 € 1.188 € 26,0 °C
13 Deutschland
100 35.650 € 1.554 € 13,8 °C
14 Schweiz 100 62.884 € 2.929 € 15,2 °C
15 Estland 100 12.300 € 610 € 10,1 °C
16 Australien 99 38.364 € 1.914 € 24,3 °C
17 Vereinigtes Königreich 99 36.354 € 1.721 € 12,9 °C
18 Grönland * 99 26.511 € 3.710 € 0,4 °C
19 Island 99 42.078 € 3.161 € 8,1 °C
20 Österreich 99 38.084 € 1.924 € 13,2 °C
21 Ungarn 99 10.175 € 479 € 16,6 °C
22 Neuseeland 99 26.923 € 1.664 € 17,4 °C
23 Belarus 99 4.163 € 202 € 11,8 °C
24 Belgien 98 36.200 € 2.060 € 14,8 °C
25 Norwegen 98 67.110 € 4.420 € 9,0 °C
26 Schweden 98 44.247 € 2.812 € 9,9 °C
27 Slowenien 98 18.163 € 910 € 16,9 °C
28 Dänemark 98 47.475 € 3.389 € 12,5 °C
29 Kambodscha 97 693 € 13 € 33,1 °C
30 Frankreich 97 33.595 € 1.678 € 16,8 °C
31 USA
97 44.558 € 2.178 € 18,8 °C
32 Polen 96 9.384 € 446 € 13,4 °C
33 Slowakei 96 12.739 € 475 € 14,6 °C
34 Tschechien 96 13.891 € 579 € 12,8 °C
35 Russland 96 7.361 € 271 € 9,5 °C
36 Spanien 95 23.638 € 961 € 21,1 °C
37 Irland 95 39.216 € 2.065 € 13,2 °C
38 Italien 95 28.677 € 1.134 € 17,8 °C
39 Kroatien 95 10.399 € 414 € 18,0 °C
40 Israel
93 25.912 € 1.503 € 25,4 °C
41 Malta 93 17.593 € 997 € 23,1 °C
42 Portugal 93 17.198 € 825 € 21,5 °C
43 Bermuda * 92 81.558 € 1.444 € 24,6 °C
44 Bulgarien 91 5.094 € 183 € 18,1 °C
45 Griechenland 91 18.848 € 637 € 22,3 °C
46 Ukraine 91 2.121 € 115 € 14,6 °C
47 Vietnam 91 1.291 € 58 € 28,9 °C
48 Kasachstan 89 5.699 € 181 € 13,5 °C
49 Malaysia 89 6.847 € 364 € 32,0 °C
50 Myanmar 89 715 € 11 € 32,2 °C
51 Thailand 89 3.805 € 150 € 33,0 °C
52 Serbien 89 4.356 € 169 € 18,3 °C
53 Chile 88 9.107 € 395 € 18,5 °C
54 Costa Rica 88 6.681 € 403 € 28,6 °C
55 Irak 88 4.068 € 157 € 32,3 °C
56 Rumänien 88 6.350 € 202 € 16,0 °C
57 Argentinien 87 7.856 € 376 € 21,4 °C
58 Bosnien und Herzegowina 87 3.678 € 18,7 °C
59 Mauritius 87 6.978 € 253 € 26,8 °C
60 Mexiko 87 7.901 € 363 € 29,8 °C
61 Türkei 87 7.896 € 271 € 20,5 °C
62 Sri Lanka 85 2.181 € 44 € 29,7 °C
63 Montenegro 85 5.409 € 21,1 °C
64 Kuba 84 4.947 € 403 € 30,0 °C
65 Brasilien 83 6.776 € 346 € 30,6 °C
66 Philippinen 83 2.081 € 55 € 31,9 °C
67 Iran 83 4.059 € 139 € 26,6 °C
68 Kolumbien 83 4.499 € 188 € 30,3 °C
69 Venezuela 83 6.041 € 213 € 32,1 °C
70 Albanien 82 3.138 € 96 € 21,4 °C
71 Arabische Emirate 82 34.519 € 659 € 34,4 °C
72 Dominikanische Republik 82 4.434 € 130 € 31,7 °C
73 Libanon 82 5.742 € 130 € 23,9 °C
74 Afghanistan 81 424 € 13 € 24,4 °C
75 Jordanien 81 2.761 € 94 € 27,5 °C
76 Pakistan 81 879 € 21 € 30,9 °C
77 Peru 81 3.851 € 124 € 24,4 °C
78 Indonesien 80 2.104 € 65 € 31,6 °C
79 Malediven 80 5.185 € 256 € 31,0 °C
80 Katar 80 52.360 € 1.884 € 33,7 °C
81 Palästina 80 2.335 € 109 € 28,0 °C
82 Bolivien 79 1.707 € 127 € 27,6 °C
83 Ecuador 79 3.715 € 164 € 25,6 °C
84 Ägypten 78 1.942 € 77 € 30,0 °C
85 Algerien 77 3.291 € 207 € 26,5 °C
86 Indien 77 1.039 € 39 € 31,7 °C
87 Madagaskar 77 375 € 11 € 28,3 °C
88 Saudi-Arabien 77 15.603 € 1.037 € 32,7 °C
89 Sudan 77 1.043 € 20 € 36,5 °C
90 Syrien 76 3.081 € 203 € 25,3 °C
91 Bangladesch 75 836 € 16 € 29,9 °C
92 Osttimor 74 1.852 € 45 € 30,9 °C
93 Kenia 74 839 € 51 € 27,4 °C
94 Tansania 74 627 € 24 € 29,1 °C
95 Marokko 71 2.293 € 114 € 24,1 °C
96 Burundi 70 175 € 9 € 28,9 °C
97 Südafrika 69 5.306 € 274 € 24,7 °C
98 Niger 69 387 € 13 € 36,5 °C
99 Ruanda 69 475 € 19 € 26,6 °C
100 Lesotho 68 993 € 70 € 22,5 °C
101 Nigeria 68 1.565 € 33,3 °C
102 Äthiopien 67 339 € 17 € 27,2 °C
103 Kamerun 67 1.102 € 30 € 31,0 °C
104 Namibia 67 3.758 € 291 € 29,9 °C
105 Kongo (Dem. Rep.) 64 282 € 6 € 30,4 °C
106 Ghana 61 1.041 € 60 € 32,1 °C
107 Äquatorialguinea 56 6.811 € 29,9 °C
108 Gambia 55 579 € 11 € 32,9 °C
109 Guatemala 55 2.527 € 77 € 32,1 °C
110 Sierra Leone 52 368 € 13 € 30,4 °C
111 Nepal
51 531 € 18 € 24,6 °C
Was ist der Intelligenzquotient?
Die Definition besagt, dass der Intelligenzquotient eine Maßzahl für
intellektuelle Leistungsfähigkeit ist. Gerne wird der IQ mit einer vorhandenen Leistung oder gar Bildung verwechselt. Es handelt sich jedoch um die "Fähigkeit", diese Leistung zu erbringen. Also um die Auffassungs- und Kombinationsgabe und um die Lernfähigkeit.
Ein Mensch ist also nicht weniger intelligent, nur weil er bislang einen geringeren Bildungsstand erlangt hat. Derjenige jedoch, der die
gleiche Bildung mit
viel weniger Aufwand erreichen kann, ist als intelligenter einzustufen. In einigen Intelligenztests taucht z.B. die Frage nach aktuellen Politikern auf. Hierdurch wird ermittelt, ob und wie gut der Proband sich allein durch die Medienpräsenz einen Namen und dessen Position merken kann.
Intelligenz ist keine frei erlernbare Fähigkeit, kann jedoch durchaus
bewusst gesteigert werden. Durch regelmäßiges Gehirntraining wie z.B. in der
Schule werden einzelne Fähigkeiten gezielt angesprochen und hierdurch eine Leistungssteigerung erreicht. Die allgemeine Denkfähigkeit kann also von jedem selbst in einem gewissen Rahmen beeinflusst werden. Die wichtigste Phase zur Bildung von Intelligenz ist im Kindesalter und nimmt mit zunehmendem Alter erheblich ab.
Auch wird ein Teil der Intelligenz durch Vater und Mutter vererbt.
Der Intelligenzquotient wurde so bemessen, dass der Mittelwert bei
100 liegt. Bei einer Standardabweichung von 15% ist also ein IQ zwischen
85 und
115 als normal anzusehen. Je nach psychischer und physischer Verfassung des Probanden können zudem die Messergebnisse um bis zu 10 Punkte nach oben und unten schwanken.
Kritik:
Der IQ wurde von Westeuropäern für Westeuropäer nach westeuropäischen Maßstäben entwickelt. Es ist immer noch strittig, ob sich dieses Verfahren überhaupt auf Völker mit gänzlich anderen sozialen Strukturen, Kulturen, Werten und Denkweisen anwenden lässt.
Der *Flynn Effekt
Zu beobachten ist, das in westlichen Industrieländern der IQ mit den Jahren immer weiter ansteigt. Dieser
1984 erstmals von
James R. Flynn entdeckte Effekt wurde in den nachfolgenden Jahren weiter erforscht und findet heute im mehr Studien Beobachtung. Man geht hierbei im Mittel von einem jährlichen Anstieg um etwa 0,3 bis 0,5 Punkten aus. Bei Frauen sei der Anstieg zudem schneller, als bei Männern. In zahlreichen Ländern kommt es hingegen auch zu einem umgekehrten Flynn-Effekt, also der Abnahme des Intelligenzquotienten.
Der IQ in Relation zu Einkommen und Bildungsausgaben
Wie in der obigen Tabelle ersichtlich, scheint es eine Verbindung zwischen Einkommen und Höhe des IQ nur bedingt zu geben. Zwar tauchen unter den ersten Plätzen vorwiegend Länder mit hohem Einkommen auf, jedoch auch solche mit weit geringerem Einkommen wie China, die Mongolei und osteuropäische Staaten. Auffällig ist hingegen, dass Länder mit
hohen Bildungsausgaben auch fast immer eine intelligente Bevölkerung haben. Im Umkehrschluss gilt dies jedoch nicht, denn unter den ersten 30 Plätzen gibt es ebenso Länder mit mittleren bis niedrigen Ausgaben. Das Ranking wird ausschließlich angeführt von bevölkerungsreichen ostasiatischen Ländern, die diesen Umstand am ehesten verdeutlichen: Dort ist es nicht üblich, dass der Staat die Ausbildung bezahlt. In der Regel wird sie durch die Famile getragen. Der finanzielle Aufwand, der in die Bildung fließt, ist also nicht geringer - gleichwohl aber nicht mehr von Staat gelenkt.
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https://www.laenderdaten.info/iq-nach-laendern.php