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" Der Wald gehört ! "
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Die größten deutschen Privateigner von Wald sind mit Ausnahme der Constantia Forst GmbH, der Bofrost-Stiftung und der Blauwald GmbH allesamt Adelsfamilien.
  • Thurn und Taxis: Die Thurn und Taxis verfügen mit knapp 20.000 ha über den größten Privatwaldbesitz in Deutschland. Bis zum Jahr 2004 war der Waldbesitz derer zu Thurn und Taxis sogar noch deutlich größer. Fürstin Gloria entschied sich seinerzeit für eine weniger starke Konzentration auf immobiles Vermögen und verkaufte zum 1. Januar 2004 den kompletten Forstbetrieb „Ebnat“ mit mehr als 5.000 Hektar Waldfläche an die Blauwald GmbH & Co. KG (s.u.) im Besitz der Familie Merckle.
  • Christian Erbprinz zu Fürstenberg – sein Waldbesitz umfasst in Deutschland ca. 18.000 ha. Zwei Drittel der Waldflächen befinden sich im Schwarzwald. Er besitzt darüber hinaus Wälder in Kanada und Österreich. Mit der Lignis GmbH & Co. KG baute Heinrich Prinz zu Fürstenberg ein Unternehmen zur Holzvermarktung auf, an dem er viele namhafte Fürstenhäuser beteiligte: Waldburg-Wolfegg, Leiningen, Löwenstein-Wertheim-Rosenberg und Sayn-Wittgenstein-Hohenstein – zusammen 52.000 Hektar Wald.
  • Hatzfeldt-Wildenburg: Auf einer Fläche von 15.058 ha betreibt die [Links nur für registrierte Nutzer] in Rheinland-Pfalz, Brandenburg und Thüringen Waldwirtschaft. Die Wälder in Rheinland-Pfalz befinden sich seit über 500 Jahren im Besitz der Familie von Hatzfeldt-Wildenburg. Alleine die Hatzfeldt’sche Standesherrschaft Wildenburg-Schönstein umfasst 10.500 ha. In den Jahren 2001-2003 wurde in Brandenburg das „Revier Massow“ mit über 6.600 ha von der [Links nur für registrierte Nutzer] und privaten Eigentümern dazu gekauft. Im Jahr 2012 wechselten 600 ha nord-östlich von Beichlingen/Thüringen nach über 500 Jahren aus dem Besitz des Grafen von Werthern zum neuen Eigentümer, Hermann Graf von Hatzfeldt.
  • Fürst von Hohenzollern: Die Forstbetriebsfläche der [Links nur für registrierte Nutzer] beträgt rund 15.000 ha; davon entfallen 12.800 ha auf das Bundesland Baden-Württemberg und 2.200 ha auf Bayern. Der Waldbesitz ist nicht arrondiert, sondern erstreckt sich über eine Ausdehnung von 180 km in Nord-Süd- und 420 km in Ost-West-Richtung.
  • Riedesel Freiherren zu Eisenbach: Die [Links nur für registrierte Nutzer] ist ein forstlicher Zusammenschluss von 20 Gesellschaftern mit einer Betriebsfläche von ca. 14.000 ha Privatwald in Hessen. Operativ arbeitet die Waldgesellschaft mit 8 Revierförstereien. Ein zentrales Verkaufsbüro vermarktet die Rundholzprodukte.
  • Sayn Wittgenstein-Berleburg: Die Familie zu Sayn-Wittgenstein-Berleburg verfügt seit Jahrhunderten über ausgeprägte Waldflächen. Mit ca. 13.100 ha Fläche ist der Betrieb der „[Links nur für registrierte Nutzer]“ der größte private Forstbetrieb in Nordrhein-Westfalen. Die bewirtschaftete Fläche verteilt sich über insgesamt acht Förstereien.
  • Wittelsbacher Ausgleichsfonds: Der [Links nur für registrierte Nutzer] wurde durch ein bayerisches Gesetz am 9. März 1923 zur Verwaltung des Vermögens der entmachteten Dynastie gegründet. Es handelt sich um eine Stiftung des öffentlichen Rechts, die Erträge stehen den Mitgliedern des Hauses Wittelsbach zu. Die Forstdirektion des Wittelsbacher Ausgleichsfonds bewirtschaftet 11.840 ha Wald. Darunter den ca. 5.000 ha großen Köschinger Forst, den 2.000 ha großen Dürnbucher Forst, sowie den mit 1.600 ha größten zusammenhängenden Auwald Bayerns (zwischen Neuburg und Ingolstadt).
  • Haus Oettingen-Wallerstein: Heute führt Erbprinz Carl-Eugen die Geschäfte der [Links nur für registrierte Nutzer], die neben dem Brauhaus und Immobilien auch den Bereich „Forst“ umfasst. Die Fürst Wallerstein Forstbetriebe bewirtschaften ca. 11.000 ha Wald. Die Wälder liegen zu rund 60% im schwäbischen Landkreis Donau-Ries, der Rest im angrenzenden Württemberg. Wie die Augsburger Allgemeine am 18. März 2017 berichtete, veräußerte Prinz Ernst Krafft zu Oettingen-Wallerstein das Schloss Seyfriedsberg mitsamt seiner knapp 1.200 ha Wald. Während das Schloss an vier um Diskretion bemühte Schlossliebhaber aus dem Landkreis Augsburg ging, hat den Wald größtenteils „ein deutscher Unternehmer“, der ebenfalls (noch) anonym ist erworben.
  • Waldburg zu Zeil und Trauchburg: Der Familie rund um Georg Fürst von Waldburg zu Zeil und Trauchburg gehören rund 10.000 ha Grund in Baden-Württemberg und Bayern, insbesondere Wald. Im ehemaligen Landkreis Wangen (Allgäu) konstatierte 1968 der damalige Landrat Walter Münch „Jeder zweite Baum ist ein fürstlicher Baum.“ Mit der Verwaltung der im Besitz des Fürsten befindlichen Forste und dem Betrieb des angegliederten Holzhofes befasst sich die „Fuerstlich Waldburg Zeilsche Forstverwaltung“.
  • Arenberg-Meppen GmbH: Die Arenberg-Meppen GmbH ist 1928 aus diesem früheren emsländischen Besitz der Herzöge von Arenberg entstanden. Der [Links nur für registrierte Nutzer] bewirtschaftet in den Landkreisen Emsland, Cloppenburg und Grafschaft Bentheim fast 9.500 ha eigene Wälder, sie ist damit die größte Privatwaldbesitzerin Niedersachsens. Alleingesellschafterin ist die gemeinnützige „Stiftung Herzog von Arenberg“ in Düsseldorf. Zu den größten Arenberg-Meppener Wäldern gehören der Engelbertswald in Geeste, das Waldgebiet Rechtemoor in Heede, der Hedwigenwald zwischen Sögel und Börger und der Eleonorenwald zwischen Vrees und Friesoythe. Weitere über 2.500 ha landwirtschaftlicher Fläche sind verpachtet.
  • Constantia Forst GmbH: Als Wolfgang-Ernst Fürst zu Ysenburg und Büdingen im Jahr 1990 die Wirtschaftsunternehmen des Fürstenhauses übernahm, verwaltete die Unternehmensgruppe „Fürst zu Ysenburg und Büdingen mbH“ noch einen der größten privaten Forstbetriebe Deutschlands mit einer Waldfläche von ca. 10.000 ha. In Folge von Fehlinvestitionen und Fehlspekulationen mussten große Teile des Fürstlich Ysenburg-Büdingischen Besitzes verkauft werden. Im Jahr 2005 wurde sogar beim Amtsgericht Friedberg ein „masseloses Insolvenzverfahren“ über den Forstbetrieb des Fürstenhauses eröffnet. Der Büdinger Wald wurde durch den Insolvenzverwalter am 31. Mai 2006 an die „[Links nur für registrierte Nutzer]“ veräußert, dahinter stehen zwei Investorenfamilien aus Wien. Mit einer Gesamtbetriebsfläche von ca. 9.250 ha (davon 25 ha Wasser und 125 ha Steinbrüche) gehört der Büdinger Wald zu den größten zusammenhängenden Privatforstbetrieben Deutschlands. Der Forstbetrieb der Constantia Forst GmbH ist in die drei Forstreviere Breitenborn, Wächtersbach und Waldensberg gegliedert.
  • Haus Sachsen-Coburg und Gotha: Die „[Links nur für registrierte Nutzer]“ bewirtschaftet ca. 9.000 ha Wald. Rund 2.000 ha kaufte Familienoberhaupt Prinz Andreas von Sachsen-Coburg und Gotha erst 1996 für die Familie zurück. Weitere rund 7.000 ha kamen nach einem juristischen Tauziehen mit abschließendem Vergleich um die Jahrtausendwende hinzu. Der Forst derer von Sachsen-Coburg und Gotha ist heute der größte zusammenhängende Privatwald in Ostdeutschland.
  • Fürstenhaus Hohenlohe-Oehringen: Dem Oehringer Fürstenhaus unter der Leitung von Kraft Fürst zu Hohenlohe-Oehringen dürften ca. 8.600. ha Wald gehören. Davon liegen ca. 1.200 ha Wald rund um Waldenburg. Weitere 1.549 ha Wald rund um Löwenstein wechselten im Jahr 2006 aus dem Besitz des Fürstenhauses Löwenstein-Wertheim-Freudenberg in den Hohenlohe-Oehringer Forstbetrieb. Die Familie kauft gerne in dieser Größenordnung. Im Jahr 1997 sicherte man sich rund 4.200 ha Land in Sachsen-Anhalt. Daneben befindet sich ein Hof in Mecklenburg-Vorpommern im Besitz der Familie, hier stehen 2.400 ha Land zu Buche. An die „alten Zeiten“ reicht der heutige Grundbesitz dennoch nicht heran. Um die Jahrhundertwende gehörte die Familie mit insgesamt 39.365 ha landwirtschaftlicher Fläche zu den fünf größten Grundbesitzern in Deutschland (Platz 1 hatte mit 98.746 ha der König von Preussen inne)!
Gekürzt, da der ganze Text die zulässige Länge von 12000 Zeichen überschreitet. Den Rest kann man hier nachlesen: [Links nur für registrierte Nutzer]