Leider sind die falschen Leute am Ruder - die, die mit Geld nicht umgehen können, die, die leichtfertig Schulden machen, die, die nicht rechnen können und wo die Hand öfter in die eigene Tasche führt, bis das zu verteilende Häufchen für alle immer kleiner wird.
Daran geht das kap. System kaputt - an der Unfähigkeit, an der Gier derer, die den Hals nicht voll genug kriegen - ist wohl in allen Systemen ähnlich.
Ein Japaner wird anders rechnen als ein Italiener und Grieche und die Nordmänner haben auch anders rechnen gelernt, weil: wer die kalten Zeiten einrechnen muß, der denkt und handelt anders.
Anders die, bei denen immer die Sonne scheint, bei denen alles 2 - 3 mal im Jahr wächst - sie rechnen aber auch nie damit, daß es mal krachen könnten - Erdbeben und Vulkanausbrüche - da ist es dann gut, daß man sich schützen gelernt hat - aber wem sagt man das - die meisten wissen es, scheinbar nur die nicht, die es eigentlich angehen sollte.
Aber, wie immer - alles ist immer komplexer in der Welt - wo gibt es nur schwarz oder weiß ?
Im Grunde stört daran hauptsächlich das "sozialistisch" und nicht wie unsere Gegner meinen das "national". Das "sozialistisch" ist wie der Gehstock, der dir beim schnellen Schritt zwischen die Beine gerät und dich ins Straucheln bringt. Der Mensch ist auf Überleben gepolt und nicht auf "wir haben uns alle lieb".
Nutzer ausgeschieden
China hat die Interessen der globalen Wirtschaft im Auge. Lese mal ein paar Reden vom chinesischen Staatschef. Alles ist auf Globalisierung ausgerichtet, auf den globalen Trend, und dazu bekennt man sich. Das chinesische System ist vielleicht internationalsozialistisch, aber ganz bestimmt nicht "national".
« La haine impie accroîtrait vos misères »
("Der gottlose Hass erhöht euer Elend")
„Groß ist die Wahrheit, und sie behält den Sieg“ 3. Esra, 4, 41
Wo die Chinesen richtig erfolgreich sind, sind die im Effekt auch richtig kapitalistisch, eine härtere Selektion für jede denkbare Position innerhalb einer Produktions- oder Dienstleistungskette wirst du kaum sonst auf der Welt finden. Kein Wunder auch, Menschen haben sie mehr als genug, da ist Rosinenpickerei bei den "Human Ressources" einfach nur logisch. Der Staat sorgt zwar für einen gewissen Ausgleich, der Unterschied zwischen armen und reichen Chinesen ist aber zumindest so extrem wie sonst überall auf der Welt, eher noch etwas extremer. Das funktioniert, weil der chinesische Kommunismus ein stabiles Fundament in der dort weit verbreiteten konfuzianischen Lebensphilosophie gefunden hat, in der Individualität generell eine viel unbedeutendere Rolle spielt als in allen westlichen Geistesschulen.
Wie es mit der DDR unter Ulbrichts neuer Ökonomie weiter gegangen wäre ist schwer zu sagen. Zugegeben, schlechter als unter dem geistlosen Apparaktschik Honecker hätte es kaum laufen können, ob und wie viel besser Ulbrichts Ansatz war, werden wir leider nie erfahren.
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