Doch, genau die. Darin unterscheiden sich freie Menschen von Hunden, die nach dem Wunsch des Züchters rammeln. Der kann sehr wohl auf sein Ideal des Dackels hin züchten und alles, was zu lange Beine hat, verwerfen. Menschen dagegen suchen sich aus, mit wem sie vögeln - besonders Frauen, die jedes Kind selbst austragen müssen und darum sehr sorgsam den Vater wählen.
Diese Freiheit macht nicht vor Grenzen halt, nicht vor Sprachen, nicht vor Hautfarben und nicht vor Religionen. Sie ist essentiell. Sie hat die heutigen Menschen in ihrer Vielfalt erst ermöglicht und wirkt weiter fort. Um so absurder sind Lykurgs Ideen, soweit sein Gestammel überhaupt so etwas wie Ideen auszudrücken vermag.
Er will einen Zwischenstand der Entwicklung, einen kleinen Teil der heutigen Menschheit, auf ewig konservieren, indem er den Menschen genau die Freiheit abspricht, die seinen Vorfahren erst ermöglichte, ihn hervorzubringen. Jede weitere Entwicklung will er als Verrat am Volk ächten.
In einer Welt, die voranschreitet, ist sein höchster Traum der Urzeitmensch der Zukunft.



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