Israel versteht die Interessen der russischen Seite in Syrien sehr gut. Es weiss auch, dass die IS-Hochburg in Raqqa gerade mal 1000 Kilometer von der russischen Suedgrenze entfernt ist.
Es sind zahlreiche russischen Soldaten heldenhaft im Kampf gegen den radikal islamischen Terror auf syrischem Boden gefallen. Diese Opfer Russlands werden auch in Israel wahrgenommen.
Israel ist bekannt, dass zur Zeit 4.500 russische Buerger in Syrien aktiv sind, um den islamischen Terror dort zu bekaempfen. Gelingt es nicht, diesen sunnitischen Terror einzudaemmen, waere es nur eine Frage der Zeit, dass diese Terroristen nach Russland eindringen und dort Terror gegen russische Zivilisten verbreiten.
Russland muesste fuer ein destabilisiertes Syrien einen hohen Preis, einen hohen Blutzoll zahlen. Deshalb ist es wichtig, dass der sunnitische Terror in Syrien besiegt wird. Das ist auch in Israels Interesse.
Russland hat also ein vitales Interesse an stabilen Verhaeltnissen in Syrien. Israel teilt dieses Interesse durchaus, weil ein destabiles Syrien und eine islamische Terrorhochburg dort auch in einer Langfristperspektive Israel und Europa gefaehrden und bedrohen koennte.
Trotzdem gibt es bei all diesen Gemeinsamkeiten auch Dinge bzgl. des Irans, die man immer wieder der russischen Seite erklaeren muss.
Das Terrorregime im Iran stellt fuer Israel eine existenzielle Bedrohung dar und deswegen duerfen die schiitischen Milizen, die auch aus Terroristen aus Laendern wie Irak, Pakistan und Afghanistan bestehen, nicht in Syrien die Oberhand gewinnen.
Aus Syrien darf kein 2.Libanon unter der Kontrolle des Irans entstehen.