Salafistenprediger Sven Lau wirkt in dem Prozess gegen ihn schon längere Zeit bedrückt
Düsseldorf – Mehrfach unterbricht Sven Lau sein Schlusswort. Weinkrämpfe schütteln den Islamistenführer. Tränenreiche Schlussworte des Angeklagten!
Im Düsseldorfer Terrorprozess gegen Salafistenprediger Sven Lau hat die Bundesanwaltschaft erneut sechseinhalb Jahre Haft beantragt. Das Oberlandesgericht hatte die Beweisaufnahme bereits vor mehreren Wochen geschlossen, nach Beweisanträgen im Plädoyer des Verteidigers aber weitere Prozesstage angesetzt.
Dies habe an der Gesamtschau nichts geändert, sagte Staatsanwalt Malte Merz am Mittwoch.
► Laut Anklage sollen mit Laus Hilfe zwei Islamisten von Deutschland aus in die Reihen der Terrorgruppe Jamwa gelangt sein. Ihm wird außerdem vorgeworfen, die Terrormiliz mit Geld und Nachtsichtgeräten unterstützt zu haben.
Sven Lau vor Gericht
Sven Lau (rechts) am Dienstag vor dem Oberlandesgericht. Ihm wird Unterstützung der syrischen Terrorgruppe Jamwa vorgeworfen – sein Freund Pierre Vogel dementiert das
Terror-Prozess Hassprediger schützt Terror-Freund
Die zwei prominentesten Vertreter des Salafismus in Deutschland sahen sich am Dienstag in einem Gerichtssaal wieder: Sven Lau und Pierre Vogel.
Das Oberlandesgericht will sich ein Bild vom Werdegang von Sven Lau verschaffen
Hass-Prediger Sven Lau Mutter und Ehefrau verweigern Aussage
Der Terrorprozess gegen den bundesweit bekannten Salafisten-Prediger Sven Lau wird am Dienstag in Düsseldorf fortgesetzt.
Verteidiger Mutlu Günal beantragte erneut einen Freispruch für den 36-Jährigen. Lau selbst bestreitet die Vorwürfe gegen ihn.
Bereits in den vergangenen Monaten hatte der Islamist angeschlagen und bedrückt gewirkt. Nun seine tränenreichen letzten Worte!
Stockend und schluchzend berichtete Lau, wie sehr ihm ein bestimmter Ermittler der Polizei zusetze. Dieser genieße offenbar Narrenfreiheit, agiere nicht fair.
Er sitze bereits 22 Monate in Untersuchungshaft. Die Trennung von Frau und Kindern sei sehr hart für ihn, sagte Lau. Im Gefängnis sei er beschimpft, bedroht und angespuckt worden. Er bitte um ein gerechtes Urteil.