Die Menschenrechtsorganisation Pro Asyl hat die Bundesregierung zur Aufnahme von rund 25.000 Flüchtlingen aus Griechenland und Italien
aufgefordert. Die Organisation verwies am Mittwoch in Berlin auf die deutsche Zusage, im Rahmen des sogenannten „Relocation“-Programms
zur Lastenverteilung in der EU bis September 2017 insgesamt gut 27.000 Flüchtlinge aus den beiden Ländern nach Deutschland kommen zu
lassen. Bislang sei dies nur in etwas über 2000 Fällen erfolgt.
Pro Asyl verwies auf EU-Ratsbeschlüsse vom September 2015, die die Umsiedlung von insgesamt 160.000 Asylsuchenden aus den Hauptein-
reiseländern Italien und Griechenland in andere EU-Staaten vorsahen.
Für Deutschland betreffe dies 17.200 Menschen aus Griechenland und 10.300 Menschen aus Italien und zwar aus Herkunftsländern, bei denen
die durchschnittliche Anerkennungsquote in der EU mindestens 75 Prozent beträgt. Neben Syrien treffe dies auf Burundi, Eritrea, Malediven,
Oman, Katar und Jemen zu. Legale Einreisemöglichkeiten gefordert-Pro Asyl verlangte legale Einreisemöglichkeiten zudem für Flüchtlinge aus Irak
und Afghanistan.