Ein paar Tränen und gespielte Empörung kommen immer gelegen, und noch etwas mehr auszupressen.[Links nur für registrierte Nutzer]
Die gestrige Rede von Höcke in Dresden hat zu stürmischen Reaktionen in den Medien geführt. Seit heute früh findet ein regelrechtes Kesseltreiben gegen den AfD-Funktionär statt. Die Bild-Zeitung spricht explizit von einer Nazi-Rede. Auch der AfD- Landeschef Marcus Pretzell agitiert massiv gegen seinen Parteifreund und distanziert sich auf das Schärfste von ihm. Im Kern geht es um die Geschichtspolitischen Aussagen von Höcke. Höcke hatte gestern in Dresden gesagt, dass die deutsche Geschichte immer nur mies und lächerlich gemacht werde und weiter: „Diese lächerliche Bewältigungspolitik lähmt uns. Wir brauchen eine erinnerungspolitische Wende um 180 Grad.“ Dann äußerste sich Höcke politisch unkorrekt zum Holocaust-Mahnmal: „Die Deutschen sind das einzige Volk der Welt, das sich ein Denkmal der Schande in seine Hauptstadt pflanzt.“ Dieser Satz führte zu einer Empörungswelle durch die Medien und die etablierte Politik. Dabei haben sich in der Vergangenheit der Schriftsteller Martin Walser und der Spiegel-Herausgeber Rudolf Augstein wie Höcke positioniert. So hatte Walser bei der Verleihung des „Friedenspreises des Deutschen Buchhandels“ im Oktober 1998 vielleicht in dieser Frage noch schärfer argumentiert. Er äußerte wörtlich: „In der Diskussion um das Holocaustdenkmal in Berlin kann die Nachwelt einmal nachlesen, was Leute anrichteten, die sich für das Gewissen von anderen verantwortlich fühlen. Die Betonierung des Zentrums der Hauptstadt mit einem fußballfeldgroßen Albtraum. Die Monumentalisierung der Schande.“ Walser sprach sich weiter gegen die Instrumentalisierung des Holocaust aus. Wörtlich sagte er: „Ausschwitz dürfe nicht zur Moralkeule verkommen, die Dauerpräsentation unserer Schande werde dazu instrumentalisiert, den Deutschen weh zu tun oder gar politische Forderungen daraus abzuleiten“ Auch der Spiegel-Gründer Rudolf Augstein formulierte zu seinen Lebzeiten ähnlich wie Walser: „Dieses Schandmal sei gegen die Hauptstadt und das in Berlin sich neu formierende Deutschland gerichtet.“ PRO NRW verurteilt die Hexenjagd gegen Björn Höcke auf das Schärfste. Die gegenwärtige Kampagne gegen Höcke belegt eindrucksvoll, dass es um die Meinungsfreiheit in der Bundesrepublik nicht besonders gut bestellt ist. Bei der Rede Martin Walsers im Oktober 1998 gab es stehenden Beifall, unter anderem von der versammelten Regierungsspitze einschließlich des damaligen Kanzlers Schröder. Wenn heute ein rechter Politikerdasselbe wie Walser sagt, wird von einer Nazi-Rede gesprochen. Armes Deutschland.
Man muss sich das mal in Ruhe durch lesen. Es heulen die Linken und das auserwählte Volk.




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