*nbh- ‚STOß-: hoch > spreng-, sprüh-‘ wie in dt. Nebel und iran.-griech. Naphta (altind. nabhate ‚birst, zerspringt, fliegt in die Luft‘); dt. Nabel, lat. umbo ‚Buckelschild‘ (mit kleiner Erhöhung in der Mitte) und Ambo; vgl. *nm-, SNAP! Und tibet. nub ‚*stipp-: sink-, eintauch-‘, semit. *nb- ‚stoß-‘
*nd- wie in altind. nadati ‚dröhnt‘
Semit. *nd- ‚stoß-, vorschieß-, geb-‘ wie in hebr. Kâl Nidrêy ‚alle Gelübde‘, arab. nadâ ‚stoß-, stink-: Duft, Geruch, Parfüm‘; vgl. semit. √nḍ- ‚glanz-‘
*ngṷ- wie in dt. Nacht und lat. nox ‚Nacht‘
Semit. *nḥ- ‚spitz, schneid-‘ wie in naḥlah ‚Biene‘
*nh2- ‚schwimm-‘ wie in lat. nare, natare ‚schwimmen‘ und griech. νέω ‚schwimme‘
Jap. ni- ‚dreh-, rund-‘ vgl. mi- ‚rund‘
*ni̭- ‚stech-; stoß-, werf-, Gewalt‘ erschließbar aus den Erweiterungen *ni̭-gṷ- ‚tunke, stippe‘ wie in griech. νίζω ‚bade‘,*ni̭-h- wie in altind. nayati ‚führt, lenkt‘ und *ni̭-k- wie in Neckar ‚treibender, wilder Fluss‘ und griech. Nike ‚Niedermachen, Zubodenwerfen: Siegen, Sieg‘; vgl. *nṷ- (also ursprünglich *nü-?)
Univers. *nk- ‚pick-, klopf-, spitz‘ wie in vietnames. nhức ‚stechend‘, kambodschan. kam-nak ‚Tropfen‘, jidd. Macke ‚Schlag‘ (hebr. makkâh < *mankâh von der Wurzel n-k-h)
*nḱ- ‚stech-, schneid-‘ wie in lat. nocere und nex, griech. Nektar ‚tod-über(windend)‘ (+ *tr- ‚trans, darüber hinaus‘); vgl. finn. nähdä ‚spitzen, kucken, schauen‘ und georg. naḫva ‚sehen, hineinspitzen‘
*nm- ‚(zu-)wend-, dreh-; beug-‘ wie in dt. nehmen ‚sich zuwenden (bzw. sich geben) lassen‘, griech. νέμω ‚teile ein, teile zu‘ (anomal ‚unregelmäßig‘ von νόμοϛ ‚Regel, Gesetz‘ als „Festgesetztes, Erteiltes, Ukáz = Hinweis, Weisung“) und altind. namas- ‚Verehrung, Verbeugung‘, kelt. Nancy (Nant-iacum) ‚Tal-heim‘; vgl. *nbh-
Semit. *np- ‚fächer-, wedel-, lüft-‘ wie in arab. nafs und hebr. Mappe, mop ‚Fahne, Tuch, Wischlappen‘
Semit. *nq- ‚pick-, bohr-‘ wie in arab. nuqrah ‚Höhlung‘ > nàcchera ‚Perlmutter; Kastagnette‘, nacre ‚Perlmutter‘, Niqâb ‚Gesichtsschleier mit Sehschlitz‘ und niqâs ‚Zerpickung, Kleinhacken = discussio, Auseinanderklamüsern‘; vgl. georg. √ng/q- ‚picchiare, schlagen‘ wie in nagrva ‚erschrecken, frappieren‘, da-nakvra ‚er-schrecken‘, naqva ‚schlagen, stoßen‘, √nḫ- ‚zerstampf-, kleinstoß-‘ wie in neḫvi ‚(zersetzter, pulverisierter) Mist‘, √nk- ‚spitz > klein, fein‘ wie in nikeli ‚Nase, Schnauze‘, da-nikvra ‚die Eischale auf-brechen/-picken‘, neki ‚kleiner Finger‘, ničvi, ničuri ‚Schnauze‘, niǧgo ‚Plattnase, Simon‘, necva ‚zerkrümeln, zermalmen‘,
*nr- ‚zuck-, ruck-, stipp-, dip‘ wie in dt. schnarren ‚schnelle Vibrationen (hohe Töne) von sich geben‘, Erweiterung *nr-h- in litau. nérti ‚tauchen‘; vgl. *mr-
*ns- ‚zurück-‘ wie in dt. genesen ‚zurück zu alter Form kommen‘, nähren ‚genesen lassen‘, griech. Nestor ‚Rückkehrer‘; vgl. semit. *ns/ṣ- ‚füg-, Ordnung, gerecht, aufrecht, richtig‘ wie in niṣf ‚gerechte Teilung: Hälfte‘, naṣîb ‚(festgesetztes, für jemanden bestimmtes) Los‘ und nisâʼ ‚Gattinnen, Frauen‘; vgl. *sn- ‚dreh-‘
Semit. *ns- ‚weh-, atm-‘
Georg. *ns- ‚niesel-‘ wie in nisli ‚Nebel‘
Semit. √nt- ‚stoß-‘ wie in arab. nat’ah ‚Hügel‘
Semit. √nṭ- ‚spring-; tropf-‘ wie in hebr. Matte ‚Ausbreitung‘ (vom Fallenlassen her)
Georg. √nt‘- ‚zünd-, leucht-‘ wie in Natella, abgeleitet von natheli ‚Licht‘, v-a-nth-ab ‚(ich) zünd-e‘ (Zusammenhang mit armen. anthel ‚Glutkohle‘ und griech. Anthrax ‚Glutkohle, Karfunkel, Milzbrand‘?)
*nṷ- ‚nick-, stoß-, (hinein-)steck-, zieh-, jede kurze, abrupte Bewegung‘ wie in griech. Neume ‚Nicken: Wink, Hinweis, Tip‘, lat. Numen, russ. Nevá, alteurop. Nièvre und griech. νόος/νοῦς ‚Geist, Sinn, Verstand‘ (*noṷo-s ‚seine Nase hineinstecken > nachspür-, schnupper-, forsch-‘), Erweiterungen *nṷ-bh- wie in dt. Schnupfen ‚Schleim einziehen‘, *nṷ-d- ‚nach vorne stoßen/bringen‘ wie in dt. nützen, litau. naudà ‚Nutzen‘ und altind. nudate ‚stößt‘, *nṷ-h- ‚Töne ausstoß-‘ wie in altind. navate ‚brüllt‘ und *nṷ-k- wie in poln. niuchać ‚schnüffeln‘; vgl. *ni̭- (also ursprünglich *nü-?)








