Heimbetreiber: Flüchtlinge müssen in Berlin hungern
Kein Geld, kein Essen: In einigen Berliner Flüchtlingsheimen können sich die Bewohner offenbar nicht mehr selbst ernähren. Heimbetreiber beklagen, dass das Landesamt für Gesundheit und Soziales den Flüchtlingen kein Geld auszahlt.
Vier Berliner Betreiber von Flüchtlingsheimen beklagen, dass Bewohner ihrer Einrichtungen seit Wochen kein Geld bekommen. Die Menschen würden regelrecht hungern, teilten die Betreiber nach Informationen der rbb-Abendschau am Montag mit. Demnach zahlt das Landesamt für Gesundheit und Soziales (Lageso) an die Menschen kein Geld für Essen aus. Termine seien teils bis zu sieben Mal von der Behörde verschoben worden, hieß es.
Bis 10. März ohne Geld
Den Angaben zufolge warten Flüchtlinge in Einrichtungen vom Internationalen Bund (IB) und Gierso auf Leistungen von über 1.000 Euro. Die Menschen könnten sich deshalb nicht mehr selbst verpflegen und seien auf Spenden angewiesen. In einem Einzelfall hat nach rbb-Informationen ein Bewohner aus einer Einrichtung in Berlin-Köpenick erst am 10. März einen Termin. Bis dahin erhält er kein Geld.
Die zuständige Senatsverwaltung für Soziales teilte auf Nachfrage der rbb-Abenschau mit, dass intensiv an einer Verbesserung der Situation gearbeitet werde. Härtefälle sollen dem Lageso gemeldet weden.