Es gibt auch eine grosse Verschlechterung für jetzige und künftige Rentner, die durchschnittlich oder unterhalb des ermittelten Durchschnitts verdient haben. Das Rentenniveau wurde dramatisch abgesenkt, so dass ein Durchschnittsverdienst heute nur noch für eine Grundrente reicht. Diese muss sinnigerweise auch noch versteuert werden und von diesem werden Beiträge zur Kranken- und Pflegeversicherung fällig. Der steuerliche Freibetrag für eine Rente ist schon jetzt auf 30 Prozent abgeschmolzen, d.h. 70 Prozent der Rente muß versteuert werden (natürlich nur die, die jetzt oder vor zwei oder drei Jahren in Rente gingen). Das Renteneintrittsalter wurde ebenso dramatisch nach oben geschoben und beträgt in wenigen Jahren 67 Jahre sowohl für Männer als auch für Frauen. D.h. der in einem Arbeitsjahr erworbene Rentenwert wird auf diese Weise noch einmal abgeschmolzen. Als besonderen Bonus steigen die Strafabschläge für Menschen, die "zu früh" in Rente gehen. Sie betragen wenigstens 10 Prozent, liegen aber zumeist höher (auch dreißig Prozent und mehr sind möglich).
Ich empfinde es als zynisch, Vermögenswerte bei der Betrachtung der Rentenhöhe einzurechnen. Die Rente soll die Versorgung im Alter sicherstellen und zwar besonders und zuallerst der Menschen, die durch eine geringe Verdiensthöhe oder durch finanzielle Verpflichtungen, die durch die Versorgung eigener Kinder entstehen, keine Vermögenswerte schaffen können. Genau für diesen Personenkreis war und ist die Rente gedacht, nicht für die, die in zahlreiche Aktien oder Immobilien investieren können und dadurch im Alter abgesichert sind.




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