Zitat Zitat von Shahirrim Beitrag anzeigen
Du sagst doch selbst, ihr lehnt niemanden ab, wenn er verletzt ins Krankenhaus geliefert wird.

Natürlich unterstützt ihr den IS nicht offiziell, aber indirekt schon. Und sei es auch unabsichtlich, wenn ihr Hisbollah bombardiert, die gegen den IS in Syrien kämpfen.
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Bürgerkrieg in Syrien
Israel wird für syrische Verletzte vom Feind zum Retter
23.03.2014 17:21 Uhr

Von Lissy Kaufmann



Israels Ärzte behandeln verletzte Syrer. Die dürfen zu Hause niemandem davon erzählen, denn in Syrien gilt Israel nach wie vor als Feindstaat.



Wer an der syrisch-israelischen Grenze um medizinische Hilfe bittet, kann damit rechnen, behandelt zu werden. Die israelischen Soldaten kümmern sich um syrische Flüchtlinge so gut wie um verletzte israelische Soldaten wie in diesem Fall.
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Wer an der syrisch-israelischen Grenze um medizinische Hilfe bittet, kann damit rechnen, behandelt zu werden. Die israelischen Soldaten kümmern sich um syrische Flüchtlinge so gut... - Foto: image/Xinhua


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Nur der Feind kann uns jetzt noch retten. Hassan erinnert sich genau an den Moment, in dem ihm das bewusst wurde. Gut einen Monat ist das her. Heute steht der Syrer mit Tränen in den Augen in einem durch Vorhänge abgetrennten Untersuchungsbereich der Kinderintensivstation. Er hält seine dreijährige Tochter auf dem Arm. Israelische Ärzte haben ihr hier, im Western Galilee Medical Center in Naharija, das Leben gerettet.

Vor wenigen Stunden hat die Kleine das erste Mal nach einem Monat wieder die Augen geöffnet. Sie klammert sich an ihren Vater. Sie hat kleine Gummihandschuhe übergestülpt bekommen, damit sie sich die Nähte am Kopf nicht aufkratzt. Ihre dunkelbraunen Haare wachsen nur langsam nach. Sie hat gut 30 Prozent ihres Gehirns verloren. Hassan weint, als er beginnt, ihre Geschichte zu erzählen. Details preisgeben kann er nicht, auch seinen richtigen Namen verschweigt er. Zu gefährlich wäre es, würde jemand in Syrien herausfinden, wo er und seine Tochter sich aufhalten. Er schildert, wie er seine jüngsten Kinder, ein Zwillingspärchen, packte und sie ins Erdgeschoss bringen wollte. Streubomben hagelten auf sein Haus. Nach internationalem Recht sind diese verboten. Hassan schaffte es nicht rechtzeitig. Ein Schrapnell traf das Mädchen am Kopf, bohrte sich durch ihr Gehirn und trat an der anderen Seite wieder hinaus. Ein weiteres Metallteil zerfetzte ihren Zwillingsbruder und verletzte Hassan an der Hand. Zwischen Glück und Trauer liegen nur ein paar Zentimeter. Hassan hört die Worte seiner Frau: „Du musst mit der Kleinen nach Israel in ein Krankenhaus.“ Er gehorchte, brachte sich und die Tochter zur Grenze im Süden des Landes.[Links nur für registrierte Nutzer]Wir fragen nicht nach ihrer Religion oder auf welcher Seite sie kämpfen. Wir helfen allen Verletzten