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Nicht Schwert, nicht Giftgebräu wird dermaleinst dich töten,
Kein schleichend Zipperlein samt Hals- und Lungennöten.
Ein Schwätzer bringt dich um, fällst du ihm einst zur Beute;
Drum, wirst du groß, sei klug: flieh redewütige Leute!
Horaz 65-8 v. Chr.
Espelkamp ist ein besonderer Fall.
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Umnutzung in eine Flüchtlingsstadt[Bearbeiten]
Südtor Espelkamp-Mittwald im Oktober 1958
Festumzug 10 Jahre Espelkamp-Mittwald am 3. Oktober 1959, Fahnenträger der Landsmannschaften
Bis Anfang 1947 wurden die Sprengungen auf Initiative von Pastor Karl Pawlowski (Ev. Hilfswerk Westfalen, heute Evangelisches Johanneswerk e.V.) und Birger Forell (schwedischer Pfarrer) nur in reduziertem Umfang durchgeführt. Die Muna-Gebäude wurden im Juni 1947 vorläufig Karl Pawlowski und seinem Ev. Hilfswerk Westfalen für karitative Zwecke zur Verfügung gestellt. Im Oktober 1948 befahl General Alex Bishop die endgültige Einstellung der Sprengungen der Muna. Es begannen zähe Auseinandersetzungen um die künftige konzeptionelle Ausrichtung der Muna-Siedlung und um deren Leitung. Der diakonische Unternehmer Karl Pawlowski, der als Erster den Zuschlag für die Muna erhalten hatte, wollte eine kirchliche Mustersiedlung mit einem hohen Anteil an Heimen, Krankenhäusern und pädagogischen Einrichtungen unter seiner Leitung gründen.[8] Sein Gegenspieler war Max Ilgner, ein ehemaliger IG-Farben-Manager, der im Auftrag der Stuttgarter Hilfswerks-Zentrale arbeitete. Er entwickelte das Konzept einer stärker an wirtschaftlichen Interessen orientierten Freistadt mit eingeschränkter gewerkschaftlicher und staatlicher Kontrolle.[9] Beide Konzepte wurden schließlich verworfen und Pawlowski und Ilgner entmachtet. Als Vermächtnis des Konzeptes von Karl Pawlowski wurde im Oktober 1948 der Ludwig-Steil-Hof gegründet. Er fasste die karitativen Einrichtungen des Ev. Hilfswerks Westfalen auf dem Gelände der ehemaligen Muna zusammen.[10] Evangelische Kirche und das Land Nordrhein-Westfalen einigten sich auf die Konzeption einer säkularen gewerblichen Sozialsiedlung. Am 4. Oktober 1949 gründeten das Land Nordrhein-Westfalen, das Ev. Hilfswerk und die Evangelische Kirche in Westfalen zu diesem Zweck die Aufbaugemeinschaft Espelkamp GmbH. Espelkamp-Mittwald entwickelte sich nun zu einer der großen Vertriebenenstädte in Deutschland.
1950 erklärte die US-amerikanische Aufbauhilfe Espelkamp zum „pilot project“.[11] Die Aufbaugemeinschaft wurde Träger des Gesamtaufbaus und zum 1. Dezember 1951 als Organ der staatlichen Wohnungspolitik anerkannt. Wohnungen wurden errichtet und Industriebetriebe angesiedelt. Am 22. Oktober 1959 erhielt Espelkamp-Mittwald das Stadtrecht und wurde fortan nur noch „Stadt Espelkamp“ genannt.[6] Das bis dahin so genannte Dorf Espelkamp wird heute Alt-Espelkamp oder auch „Altgemeinde“ genannt. Am 3. Oktober 1960 hielten die Züge der Ravensberger Bahn erstmals am neuen Bahnhof.
Das neue Rathaus wurde am 15. September 1960 eingeweiht. Mit 3756 gegen 234 Stimmen entschied sich die Bevölkerung Espelkamps gegen eine Trennung der Gemeinde Alt-Espelkamp von der Stadt Espelkamp. Am 28. Juli 1964 übernahm die Stadt die öffentlichen Grundstücke und Infrastruktureinrichtungen, die bisher von der Aufbaugemeinschaft treuhänderisch verwaltet worden waren. Am 1. Januar 1966 wurde die Stadt Espelkamp amtsfrei und gehörte nicht mehr zum Amt Rahden. Es kam zu Gebietsgewinnen und -abtretungen. So erhielt die Nachbargemeinde Rahden von Espelkamp ein Gebiet von 2,97 km2. Von Fabbenstedt erhielt Espelkamp 99 ha, von Frotheim 48 ha und von Tonnenheide 11 ha.[6] Am 1. Januar 1973 wurde Espelkamp um einige umliegende Gemeinden vergrößert (s. u.).
Nicht Schwert, nicht Giftgebräu wird dermaleinst dich töten,
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Horaz 65-8 v. Chr.
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