Bielefeld (WB). Es sollte eine positive Mischung aus Flüchtlingshilfe und Rockkonzert werden, doch das erste »Refugees Benefiz Konzert Bielefeld« wurde zum Desaster. 350 Besucher hatten sich allein auf Facebook angekündigt, dazu waren noch zahlreiche mündliche Zusagen gekommen.
Am Ende kamen gerade einmal 93 Gäste zum Benefizkonzert ins Bielefelder Movie, wo sechs Bands teilweise vor einem menschenleeren Saal spielten. »Ich bin echt enttäuscht. Ich hab’ so viel Werbung wie noch nie gemacht, und trotzdem sind kaum Leute gekommen«, sagt Veranstalter Thomas Kagemann.
Eigentlich sollten die Einnahmen des Konzertes komplett an das Bielefelder Café Welcome an der Zen*tralen Ausländerbehörde (ZAB) gehen. Dort wird seit einigen Monaten von Ehrenamtlichen ein Kaffee- und Teeausschank für geflüchtete Menschen und Besucher zur Pflege der Willkommenskultur angeboten.
Veranstalter muss draufzahlen
Doch nun muss Veranstalter Thomas Kagemann selbst noch draufzahlen. Denn obwohl die auftretenden Künstler für den guten Zweck auf ihre Gage verzichten, sind nicht einmal die Grundkosten gedeckt. »Und was richtig krass ist, ist dass von zehn Spendendosen, die wir aufgestellt haben, auch noch sieben ausgeräumt wurden. Wer macht denn so was? Das ist wirklich armselig«, sagt Kagemann.
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