Wo lebt denn der? Auf einmal ist die Mehrheit wieder gut ausgebildet? Hat der die Aussagen von Nahles noch nicht gehört oder gelesen?
Welche Zeugnisse, welche Diplome? Von was spricht dieser Vollkoffer?
Und dann will der Schmierfink noch eine unbefristete Aufenthaltserlaubnis, ist der noch ganz koscher?
Einen Flüchtlingsfonds will er, aber ohne extra Steuern, sondern nur Umschichten. In welchem Ressort darf dann dafür an anderer Stelle gespart werden?
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Beides zusammen heißt im Klartext: Deutschland hat in den nächsten Monaten, wenn nicht sogar Jahren, mit der Anwesenheit von Hunderttausenden Neuankömmlingen aus anderer Kultur, mit anderem Glauben und auch anderen Wertvorstellungen und Verhaltensweisen zu leben. Richtig ist aber auch, dass die Mehrheit der Flüchtlinge relativ gut ausgebildet, jung und zupackend, bereit und willig ist, ein neues Leben aus und mit eigener Anstrengung anzufangen.Wer aus (Bürger-)Kriegsregionen kommt und in Deutschland Asyl beantragt, der sollte noch vor dem Winter eine unbefristete Aufenthaltserlaubnis erhalten. Damit verbunden ist die (selbstverständliche) Ansage der vollwertigen Integration: Ältere werden über Arbeit, Jüngere über Schule und Ausbildung nicht als Gäste, sondern als wirtschaftlich, gesellschaftlich und rechtlich gleichberechtigte Angehörige der hiesigen Bevölkerung anerkannt.
Und – wie für alle anderen Ausländer in Deutschland auch – besteht die Perspektive, nach einer gewissen Aufenthaltszeit und unter bestimmten Kriterien die Staatsangehörigkeit und damit auch die vollen politischen Rechte zu erhalten.
Kinder und Jugendliche anerkannter Flüchtlingsfamilien sollten nicht als vorübergehende Problemfälle per Zwang und Dekret auf passende Schulen verteilt oder dualen Ausbildungsprozessen aufgezwungen werden. Vielmehr muss klar sein, dass sie langfristig hierbleiben und jene Lücken füllen, die durch die geringen Geburtenzahlen in Deutschland entstehen. Sie müssen genau die gleichen Bildungs- und späteren Aus- und Weiterbildungsangebote erhalten und nutzen können wie ihre deutschen Mitschüler(innen).
Dann lohnt sich nämlich für die Betroffenen erst recht, rasch die Sprache, die Alltagsnormen und hiesigen Verhaltensnormen zu lernen, weil sie von den ortstypischen Kenntnissen und Fähigkeiten dann ein Leben lang profitieren können. Das gilt übrigens ganz besonders auch für Jugendliche mit dem dualen System und für Familienangehörige, die vorerst vielleicht als Eltern dem Arbeitsmarkt nicht so einfach zur Verfügung stehen.
Bei der Arbeitssuche sollten Zeugnisse und Diplome der anerkannten Flüchtlinge unbürokratisch anerkannt werden. Das muss ja nicht heißen, dass eine syrische Krankenschwester sogleich in einem deutschen Krankenhaus auch als vollwertige Krankenschwester eingesetzt werden muss.
Aber man könnte es der Leitung des Spitals, Alten- oder Pflegeheims überlassen, die Entscheidung zu treffen, wie sie mit der Ausbildung und – noch wichtiger – mit dem Fachwissen und den -kompetenzen der anerkannten Flüchtlinge umgehen will, und wann und wie hier durch gezielte Einarbeitung und Eingliederung nachgeholfen werden sollte.Ja, Herr Thomas Straubhaar, da schwafeln Sie mal unerhörten, dreisten und verlogenen Mist zusammen. Würden Sie mir mal über den Weg laufen, ich würde nicht zögern und Ihnen vor die Füße spucken.Ein mit Bundesmitteln großzügig ausgestalteter "Flüchtlingsfonds" sollte den Kommunen jetzt rasch und für einen mehrjährigen Planungshorizont die Finanzmittel verschaffen, die unverzichtbar sind, soll die Integration der anerkannten Asylsuchenden gelingen. Damit sind Kindertagesstätten, Schulen und Schulmahlzeiten, Sport- und Kulturangebote für Jugendliche, aber auch Sprachkurse und Integrationshilfen für Flüchtlingsfamilien zu finanzieren.
Es ist unstrittig, dass ein rasches und großzügiges Asylverfahren, eine vollständige Integration anerkannter Flüchtlinge in das Bildungssystem und den Arbeitsmarkt und ein "Flüchtlingsfonds" nicht alle bestehenden Probleme löst, aber neue schaffen wird. Die Attraktivität Deutschlands als Ziel der Flüchtlingsströme wird weiter steigen.
Aber sollte es uns verwundern? Man gucke mal seine Biografie an:
Geboren: 1957
Familienstand: Verheiratet, drei Kinder
Ausbildung:
Abitur 1976. Studium Volkswirtschaftslehre Universität Bern, Lic.rer.pol. 1981, Dr.rer.pol 1983. Postdoctoral Fellow University of California Berkeley 1985/86. Habilitation Universität Bern 1987.
Berufliche Laufbahn:
Privatdozent/Lehrstuhlvertretungen Universität Bern, Basel, Konstanz, Freiburg i.Br.. Professor der Helmut Schmidt Universität Hamburg 1992. Leiter von HWWA und HWWI 1999-2014.
Heutige Position: Professor der Universität Hamburg für Internationale Wirtschaftsbeziehungen.
Forschungsanbindung: Direktor des Instituts für Integrationsforschung des Europa-Kolleg Hamburg; non-resident Fellow der Transatlantic Academy Washington DC.
Langsam komme selbst ich nicht mehr umhin, zuzugeben, dass da eine gewisse Gruppe ihre Interessen durchsetzen will.


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