Zitat Zitat von Max Kraft Beitrag anzeigen
Wir stehen momentan unter Dauerbeschuss transatlantischer Worthülsen. Deine Analyse ist völlig richtig. Es geht um eine Neuordnung des Nahen Ostens. Die Amerikaner und Israel ergreifen in Wahrheit für die sunnitische Seite Partei, indem sie eine nebulöse, syrische Opposition, die angeblichen "Freiheitskämpfer für Demokratie und Menschrechte", unterstützen, während Russland und China der schiitische Seite und denen mit ihnen verbunden Alawiten beistehen. Wenn Assad fällt ist endgültig die Hölle los, denn dann werden die etwa 3 Millionen Alawiten und auch die Christen durch Salafisten und IS massakriert, wenn sie nicht rechtzeitig Richtung Europa fliehen. Der gemäßigtere Teil der Rebellen würde schnell aufgerieben werden, die gelieferten Waffen nur wieder in die Hände des IS fallen, der durch Saudi-Arabien ohnehin ständig mit amerikanischen Waffen beliefert wird. Für Waffenindustrie und Schleuserbanden ist das Ganze natürlich ein Riesengeschäft. Diese humanitäre Heuchelei stinkt zum Himmel.
Davon ganz abgesehen: Ich kann an den Dämon Assad nicht glauben, der uns von der Lügenpresse ständig suggeriert wird.

Etwa 75 Prozent der Bevölkerung von Damaskus sind sunnitische Muslime. Sechs Prozent der Einwohner sind Alawiten (Nusairier). Weitere vier Prozent verteilen sich auf Drusen, Schiiten, Ismailiten, Jesiden und Juden.

15 Prozent sind Christen verschiedener Konfessionen. Die Melkitischen Orthodoxen bilden die größte christliche Gemeinschaft. Andere bekennen sich zur Armenischen Apostolischen Kirche und der mit Rom unierten Syrisch-Katholischen und Griechisch-Katholischen Kirche sowie die Maroniten.

Auch Gläubige der Chaldäischen Kirche und der Assyrischen Kirche des Ostens, auch Apostolische Kirche des Ostens genannt, leben in der Hauptstadt. Daneben existieren noch verschiedene protestantische sowie römisch-katholische und syrisch-orthodoxe Gemeinden.

Obwohl es in der Geschichte von Damaskus ein paar Mal zu interkonfessionellen Auseinandersetzungen kam, wie beispielsweise 1860, ist das Zusammenleben vorwiegend friedlich geprägt.

Staatspräsident Baschar al-Assad hatte 2006 dem griechisch-orthodoxen Patriarchen von Antiochien, Ignatios Hazim, einen Weihnachtsbesuch abgestattet. Der Patriarch residiert in Damaskus. Es war der erste Weihnachtsbesuch eines syrischen Präsidenten beim Patriarchen seit der Unabhängigkeit des Landes im Jahre 1946.
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Über die Jahrhunderte hinweg haben in Damaskus offensichtlich erheblich mehr Religionsgemeinschaften, besonders auch mehr christliche Gemeinden überlebt, als in Europa. Eine Tatsache, die sehr für die Toleranz der Muslime im Allgemeinen und die der Familie Assad im Besonderen spricht.

Du hast völlig recht: Wenn Assad fällt ist endgültig die Hölle los.