Hier die Meldung nebenbei:
Suhl - In der Flüchtlingsunterkunft in Suhl ist es am Mittwochabend zu einem schweren Zwischenfall gekommen. Nach Angaben der Polizei gerieten mehrere Asylbewerber gegen 21 Uhr „wegen Glaubensfragen“ aneinander. Die Situation sei dann rasch eskaliert, sagte ein Sprecher der Landeseinsatzzentrale der Polizei in Erfurt am Mittwochabend unserer Zeitung. Die Beamten des Inspektionsdienstes Suhl seien mit der Lage überfordert gewesen, weil schließlich so viele Flüchtlinge in den Streit verwickelt gewesen seien.
Daraufhin seien geschlossene Polizeieinheiten unter anderem aus Erfurt nach Suhl verlegt worden. Im Laufe der Auseinandersetzungen zwischen den Flüchtlingen beziehungsweise zwischen den Flüchtlingen und den Einsatzkräften seien Steine auf Polizisten geworfen und ein Papierkorb angezündet worden.
Der Einsatz dauert derzeit noch an. Erstes Ziel sei es, in dem Heim erst einmal wieder Ruhe herzustellen und die verschiedenen Glaubensgruppen zu trennen, sagte der Sprecher. Ob es bei den Zusammenstößen Verletzte gab, war bis dahin noch unklar.
Gerüchte, die im Internet kursieren und nach denen das Heim Ziel eines rechtsextremen Brandanschlages geworden ist, wies der Sprecher ausdrücklich zurück. Erst vor wenigen Wochen war ein Streit zwischen Flüchtlingen in dem Heim so eskaliert, dass die Polizei die Auseinandersetzungen mit einem Großaufgebot an Beamten beenden musste. Damals waren verschiedene Flüchtlingsgruppen wegen eines Fußballspiels aneinander geraten.
Das Flüchtlingsheim in Suhl ist seit Wochen massiv überbelegt. Platz ist dort eigentlich für etwa 1.200 Menschen. Zuletzt waren dort bis zu etwa 1.800 Menschen untergebracht.
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