.„Es gibt Verbrechen gegen und Verbrechen für die Menschlichkeit. Die Verbrechen gegen die Menschlichkeit werden von Deutschen begangen. Die Verbrechen für die Menschlichkeit werden an Deutschen begangen.“ Carl Schmitt, deutscher Staatsrechtler und Philosoph
"Der Sieg ging an die Alliierten, der soldatische Ruhm an die Deutschen." Drew Middleton, amerikanischer Militärpublizist
Das Bild hat mittlerweile einen weiteren Karrieresprung hinter sich und wird nun auch von der Huffington Post in einer Weise für Lügen- und Kriegshetze gegen Russland missbraucht, die selbst den WDR in den Schatten stellt. Als reines Kommerzunternehmen ist die Huffington Post allerdings genauso wie ihr Kooperationspartner Focus keinen ernsthaften journalistischen Standards verpflichtet und muss nur genug Deppen finden, die die Seite regelmäßig aufrufen.
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.„Es gibt Verbrechen gegen und Verbrechen für die Menschlichkeit. Die Verbrechen gegen die Menschlichkeit werden von Deutschen begangen. Die Verbrechen für die Menschlichkeit werden an Deutschen begangen.“ Carl Schmitt, deutscher Staatsrechtler und Philosoph
"Der Sieg ging an die Alliierten, der soldatische Ruhm an die Deutschen." Drew Middleton, amerikanischer Militärpublizist
Nur ein ganz simples, eher harmloses Beispiel:
[Links nur für registrierte Nutzer]Ein eklatanter Fall der medialen Verbreitung einer falschen Information
[Links nur für registrierte Nutzer] 11.02.2009
Ein Scherzkeks hatte den vielen Vornamen des neuen Wirtschaftsministers in Wikipedia einen weiter hinzugefügt, viele Medien sorgten für die Verbreitung.
Manchmal gelingen schöne Fallen im Internet, die zeigen, wie rasant sich hier Informationen verbreiten können. Das fällt – wie bei Prüfungen – vornehmlich dann auf, wenn die Informationen falsch sind. Eine [Links nur für registrierte Nutzer] bei Bildblog.de, dessen Autor – warum eigentlich? – lieber anonym bleiben wollte, hat eine solche Falle aufgestellt, in die peinlicherweise auch viele Journalisten getappt sind.
Am Sonntagabend, als nach dem Rücktritt von Glos Karl-Theodor zu Guttenberg zum neuen Wirtschaftsminister ernannt worden war, fielen dem Autor die vielen Vornamen des adeligen CSU-Mannes im [Links nur für registrierte Nutzer] auf. Zum Scherz, so schreibt er, [Links nur für registrierte Nutzer] er einen weiteren – Wilhelm - der Liste hinzu, um zu schauen, ob das irgendjemand auffällt.
Das tat es nicht, erstaunlicherweise tauchte aber der zusätzliche Vorname daraufhin in zahlreichen Medien (und Blogs) auf. Bild kam damit groß heraus, aber auch die [Links nur für registrierte Nutzer], der [Links nur für registrierte Nutzer](hier mittlerweile korrigiert), das [Links nur für registrierte Nutzer], [Links nur für registrierte Nutzer] und andere Medien kopierten entweder die Liste der Vornamen aus dem Wikipedia-Artikel oder aus Artikeln anderer Medien.
Zwar fiel in Wikipedia der falsche Vorname auf und wurde [Links nur für registrierte Nutzer], doch angesichts der Übermacht der Medien, die den zusätzlichen Namen verbreiteten, wurde die Korrektur bald wieder [Links nur für registrierte Nutzer], dann der falsche Vorname durch einen Link zu Spiegel Online [Links nur für registrierte Nutzer] und erst gestern Abend nach der Meldung in Bildblog [Links nur für registrierte Nutzer]. Der Fallensteller merkte an, es sei vielleicht kein sonderlich guter Scherz gewesen, doch die sich schnell entfaltende Eigendynamik habe ihn "an den Recherche-Methoden vieler Journalisten erheblich zweifeln" lassen..
Interessant wäre in der Tat, ob die Journalisten sich die falsche Liste mit Cut-and-Paste direkt aus Wikipedia oder – wahrscheinlicher - aus anderen Medien geholt haben. Die Vertrauenswürdigkeit von Wikipedia dürfte damit nicht gerade verstärkt werden, auch wenn die Korrektur hier immerhin erfolgte. Die Vertrauenswürdigkeit der Medien hat dadurch jedenfalls Schaden erlitten, da offenbar einfach ohne Nachprüfung Informationen übernommen wurden (allerdings, so muss man einräumen, handelt es sich eher um eine Lappalie). In aller Regel ist der falsche Vorname noch weiterhin auch online zu finden
Spiegel Online hat den Fehler ausgebessert und schreibt: "Anmerkung der Redaktion: In einer früheren Version dieses Artikels wurde Karl-Theodor zu Guttenberg fälschlicherweise der weitere Vorname Wilhelm zugewiesen. Dieser Fehler kam durch eine Manipulation der Internet-Enzyklopädie Wikipedia und mangelnde Nachrecherche von SPIEGEL ONLINE zustande; da Wikipedia Kooperationspartner von SPIEGEL WISSEN ist, könnten unsere Leser auch dort kurzzeitig auf den falschen Namen gestoßen sein. Der Fehler wurde inzwischen bereinigt. Wir bitten um Entschuldigung."
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