Streit um Finanzierung
Sprunghafter Anstieg: So viel kosten Flüchtlinge deutsche Großstädte
Montag, 03.08.2015, 21:19
Die Ausgaben für Flüchtlinge nehmen in deutsche Städten immer mehr zu. Teilweise gibt es Kostensprünge von über 200 Prozent. Viele Kommunen sind daher besorgt, wie lange sie die Finanzierung mit den derzeitigen Mitteln noch leisten können - und fordern Bund und Länder zu einem raschen Handeln auf.
Deutschlandweit klagen Länder und Kommunen über Probleme bei der Unterbringung von Flüchtlingen. Der nicht abreißende Zustrom ist für viele Bundesländer kaum noch zu bewältigen. Mit der Unterbringung und der Versorgung sind große Kosten verbunden, wie eine Auflistung der Zeitung „Welt“ zeigt. Teilweise hätten sich die Ausgaben mehr als verdoppelt.
In Dresden seien die Ausgaben etwa von 15,6 Millionen Euro im Jahr 2014 auf 47 Millionen im Jahr 2015 gestiegen. Das bedeute einen Sprung um 203 Prozent. Ein Drittel der Kosten würden für den Neubau von Unterkünften benötigt.
In Hannover steigen die Kosten um 183 Prozent, von 16,7 Milliarden Euro auf 47,2 Millionen Euro, wie die „Welt“ berichtet. Das entspreche einem Anteil von 1,2 Prozent des Gesamthaushalts. Der Trend setze sich fort, schätz die Stadt. 2016 sollen die Kosten noch höher sein....
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