Ein endgültiger Staatsbankrott stand aber wohl entgegen vieler Darstellungen noch nicht vor der Tür. Ich hatte mal einen Artikel darüber gelesen, Überschrift hieß, soweit ich mich erinnere "angezählt, aber nicht ko" oder so ähnlich. Leider finde ich mit den Artikel mit diesem Suchstring aber nicht mehr.
Nun jedenfalls lautete das Fazit, die Volkswirtschaft der DDR befand sich zwar in einer schwersten ökonomischen Krise, hätte sich aber unter weitgehenden wirtschaftlichen Reformen, also einer Abkehr von der bornierten Planwirtschaft durchaus wieder berappeln können.
Die DDR hätte also einen ähnlichen Entwicklungsweg wie China einschlagen können. Natürlich ohne dessen menschenverachtenden Arbeitsbedingungen und die gigantische Umweltverschmutzung. Dies wäre nicht erforderlich gewesen, da in der DDR wesentlich bessere Rahmenbedingungen herrschten als in China und schon die Lage in Zentraleuropa ein erheblicher Standortvorteil war. Zudem verfügte die DDR über eine gut ausgebildete Facharbeiterschaft und auch die Hochschulausbildung war nicht schlecht.
Ein Problem waren zugegebenermaßen die vielen konsumorientierten Wohlstandsflüchtlinge. Wobei mir aber viele Ossis versicherten, daß die Masse der DDR-Flüchtlinge bis zur Wiedervereinigung nicht gerade die Leistungsträger waren sondern eher konsumorientierte Unterschicht. Sie meinten, auch in der DDR hätte es Fleiß und Ausdauer erfordert, um sich eine gesicherte Existenz mit eigenem Häuschen aufzubauen und als Leistungsträger hätte man seine mühsam erarbeitete Existenz nicht so einfach bei der ersten sich bietenden Gelegenheit zur Flucht ins westliche Konsumparadies an den Nagel gehangen.
Nichtsdestotrotz hätte man für dieses Problem der Republikflucht natürlich eine Lösung finden müssen.




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