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Ich bin damals nach Deutschland gekommen (aus einem der südlichsten Teile Schwedens), weil Facharbeitermangel propagiert wurde. Heute arbeite ich zwar, aber wegen "Globalisierungsmaßnahmen" für die Hälfte des Geldes. Ich gehe zurück nach Schweden, wo meine Familie ist und Verwandten leben. Hab mich immer für die "bösen" Deutschen eingesetzt, fand auch die Mentalität cool und habe mich immer politisch engagiert. Da wurde ich dann aufgrund meiner Herkunft auch noch beschimpft usw. Gut das ich hier keine Frau oder Kinder habe.
Wenn ich dieses Land verlasse, dann bin ich auch höchstwahrscheinlich wegen internationaler "Outsourcingmaßnahmen" arbeitslos. Aber sag mir was hälst du von diesen genannten Themen? Würd mich brennend interessieren.




Ich habe die vierzig Jahre der Roten miterleben müssen, vom dritten Lebensjahr an. Wurde mit der ganzen Ideologie dieser Richtung belegt bis 1989, weil man den Weg mit der Mauer und dem Stacheldraht, versperrt hatte. 89 glaubte ich und weiter Millionen, es würde sich nun verbessern. Es gab viele, die glaubten, nun würden die gebratenen Tauben über sie kommen. Denen hat man dann sehr schnell geholfen, auf den Boden der Realität zurückzukommen. Ich wurde, wegen "Fachkräftemangel" urplötzlich aussortiert und mußte dann sehen, wie ich es mit meiner Frau weiter bewekstellige, ordentlich zu leben. NUN finden sich die, denen es aufgefallen ist, daß man das gesamte Volk 89 schon für dumm verkauft hat und werden auch nicht locker lassen, bis sich die Politik besinnt und darauf regiert, oder es zu den Ausschreitungen führen wird, welche von beobachtenden Wissenschaftlern schon angekündigt werden. Noch ist die Politik in der Lage, Bevölkerungsschichten gegeneinander auszuspielen. Die Punkte der Pegida sind schon nicht schlecht formuliert. Es darf nicht zu Machtkämpfen unter den Organisatoren kommen. Dann besteht die Gefahr, zu zerbrechen. Rückt dies Bewegung in meine erreichbare Nähe, bin ich dabei. War auch schon dabei, als es gegen die Roten in der DDR ging.
Nicht jeder Abgrund hat ein Geländer
"In Deutschland gilt derjenige, der auf Schmutz hinweist, als viel gefährlicher, als derjenige, der den Schmutz macht."
Kurt Tucholsky
Ich werde mal ganzheitlich eine Antwort verfassen und nicht Aussagen von dir aus dem Zusammenhang reißen nur um sie zu kommentieren. Also ich muss mit meinen knapp 30 Jahren jetzt auch zugeben das ich mich, ähnlich wie du "zur Ruhe setzen" möchte. Ich bin damals mit ungefähr 17 Jahren nach Deutschland gekommen. Frisch aus der Schule in Schweden und mit der Perspektive "hier finde ich Arbeit". Welche ich auch in einer "hiesigen" Fleischereikette gefunden habe. Wegen meines Aussehens (typisch swedisch halt bis auf meine haselnussbraunen Haare) bin ich halt anders als die türkischen Einwanderer, immer positiv aufgenommen worden. Witzig ist wie sehr mich nach meiner Herkunft gefragt haben, als Sohn des Jörgen (~ daher mein Nachname wahrscheinlich) bin ich halt bis auf meinen "ungewöhnlichen Vornamen" immer wunderbar vorangekommen. Die Westphalen haben bzw. dort wo ich gewohnt habe, konnten mir zeigen was "Deutschland" ausgemacht hat. Ich liebe ja Deutschland über alles - es ist richtig interessant einem melancholischen Westphalen dabei zuzuhören wie sehr er sich um Welt und Geschehnisse sorgt. Auch die berliner Schnauze und die zügellos freiheitlichen Sachsen konnte ich kennenlernen. Auch wenn Deutschland halt christlich geprägt ist, habe ich nie wirklich "Hass" wahrgenommen. Selbst die hier ansässigen Frauen sind so aufgeschlossen und waren "interessiert" an meiner Herkunft. Da ich ein unüblicher Einwanderer bin.
Trotzdem habe ich eine tiefe Verbundenheit zu meinen Wurzeln, vorallem zur Verwandschaft die ich jetzt nicht mehr so regelmäßig besuchen kann. Ich fühle mich den Deutschen zwar tief verbunden, dennoch werde ich im Falle eines politischen Umbruches, dieses Land verlassen und wahrscheinlich nicht wiederkommen. Ich weiß nicht wie das mit den Ansichten der Eingeborenen hier so genau ist, aber ich würde mich schämen, wenn ich sowas wie diese linke Brut im eigenen Land habe. Deshalb habe ich mich gegen viele Dinge hier in Deutschland ausgesprochen die Fischer, Schröder und heute Trittin und seine Öko-Faschisten vom Stapel lassen. Ich habe mich halt politisch dafür eingesetzt, weil ich geglaubt habe, viele Leute daran zu erinnern, dass man sich nicht so durch die Gegend treten lassen sollte.
Aber ich wurde halt als "Neo-Nazi" und vergleichbares gebrandmarkt, weil ich mich für euch eingesetzt habe. Man könnte mich als sowas wie einen Ur-Ur-Ur-Pegida-Anhänger betrachten. Denn in Schweden ist es damals noch schlimmer gewesen. Auch schon zu meiner Schulzeit. Da gab es in den Medien auch immer großes Geschrei um "Einwanderung" und andere Dinge. Aber als ich dann keinen Job gefunden habe und dann sowas wie "religiöse Beschneidungen kleiner Mädchen und Jungen" aufkam, da bin ich dann schon rein aus wirtschaftlicher Interesse hierhin ausgewandert. Damals noch weil man sich mit den Dänen gut verstanden hat. Heute würde ich, sofern sich in meiner Heimat (südlicher Teil Schwedens) eine "Möglichkeit" zeigt besser zu verdienen, auswandern. Und das liegt nicht an den Menschen hier in Deutschland, welche einen wärmer nicht hätten behandeln können, selbst unter der Berücksichtigung meiner Einwanderung, sondern weil die Politik gegen die Menschen gerichtet ist und Leute hier mit Füßen getreten werden. Ich habe sehr lange in einem "Obdachlosenheim" gearbeitet (mehr aus altruistischer Not als mein 2. Job damals) und hier sind viele Leute auf den Straßen verhungert, obwohl so viel Platz war (Thema Asyl-Anwärter und Einwanderung). Das macht mich heute immernoch rasend vor Wut.
Ist eine Unmöglichkeit - aber selbst darum kümmert sich PEGIDA nicht. Deshalb solche Parolen wie: "Wer diskutiert, verliert" - sind meiner Meinung nach auch nur oportunistische Phrasen. Ich würde den Leuten sogar genauso wie der NSU-Geschichte unterstelllen V-Männer und ähnliche Befängnis zu haben (Stichwort: Verfassungsschutz im angeblich größten Neo-Nazi-Verbrechen). Wäre ja nicht das Erste mal, wie bei der Bolschewistischen Revolution, die Gegenseite auch die Revolution selber finanziert. Alexandr Solzhenitsyn finde ich hat es in seinen Büchern so treffend beschrieben. Auch wie man ein "marxistisches" System erkennt "[...] ein marxisitsches System erkennt man daran, dass es seine Verbrecher verschont und den politischen Gegner kriminalisiert."
Ich habe als Ausländer eine zu große Verbundenheit mit meinem Land, als dass das ich mich für Deutschland ins Feuer werfe. Ich spreche aus meiner Sicht die Wahrheit aus, damit es die Leute verstehen. Wenn sollte man mit mir diskutieren und eine objektive Wahrheit neu-evaluieren um nicht Gefahr zu laufen sich vor einen "politischen" Karren zu spannen. Aber dafür ist PEGIDA nicht empfänglich. Ein System muss ja pervers sein, wenn es seine eigene "Revolution" initiiert und finanziert. Also nimm es mir nicht krumm, wenn ich behaupte das der "deutsche Michel" es nicht anders verdient hat und ich mich in mein Land verkrümmel. Ich hege kein persönliches Interesse daran, in die Fronten dieser Geschichte zu geraten. Als Ausländer gebe ich aber zu Deutschland und die Leute darin zu lieben, nicht weil man sich wahrscheinlich ethnisch ähnelt, sondern weil ich so viele facettenreiche Menschen kennengelernt habe, wovon mir die Westphalen, wie bereits beteuert, am meisten gefallen. Sie sind nicht so cholerisch oder phlegmatisch, sondern haben so eine bodenständigen Realismus mit dem Hang zur Wehleidigkeit (was wahrscheinlich an der genetischen Übertragbarkeit von Melancholie liegt).
Sind einfach zum knuddeln diese Trauerklöße, würde mir einen einpacken und nach Schweden mitnehmen.![]()
Kennt ihr diesen Moment, in dem plötzlich alles Sinn ergibt und man merkt, dass der ganze Scheiß sich wirklich lohnt? Ich auch nicht.
Das Geschlecht kann man nicht bestimmen, das macht die Natur. Man kann das Geschlecht feststellen.
Die Zeit zum Handeln jedesmal verpassen nennt ihr die Dinge sich entwickeln lassen.
Was hat sich denn entwickelt, sagt mir an, das man zur rechten Stunde nicht getan?
Emanuel Geibel
Kennt ihr diesen Moment, in dem plötzlich alles Sinn ergibt und man merkt, dass der ganze Scheiß sich wirklich lohnt? Ich auch nicht.
Das Geschlecht kann man nicht bestimmen, das macht die Natur. Man kann das Geschlecht feststellen.
Die Zeit zum Handeln jedesmal verpassen nennt ihr die Dinge sich entwickeln lassen.
Was hat sich denn entwickelt, sagt mir an, das man zur rechten Stunde nicht getan?
Emanuel Geibel
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