Die chinesische Ratingagentur Dagong gibt es, und sie produziert, soweit ich das beurteilen kann, ganz ordentliche Ergebnisse. Leider ist das letzte veröffentlichte Rating für Russland vom letzten Jahr, und damit nicht mehr so sehr aussagekräftig. USA, einigermaßen aktuell bei A-, Deutschland bei AA+, Russland bei A, letzteres wie gesagt im vergangenen Jahr ermittelt.
Interessant auch Egan-Jones:
[Links nur für registrierte Nutzer]On September 14, 2012, Egan-Jones downgraded the credit rating of the United States for the third time from AA to AA-, the lowest of what is considered "high grade", as a reaction to QE3.
Davon unabhängig: Ein Rating ändert nichts am realwirtschaftlichen Wert, es versucht ihn nur zu erraten. Wenn nun die großen 3 Russland abstufen und USA oben lassen, hast Du ein politisches Ratespiel ohne reellen Hintergrund.
Da hast Du wohl Recht. Da Du den ollen Marx zitiert hast, stelle ich mal einen amerikanischen Präsidenten dagegen:
Zitat von Lincoln
„Die Windflügel sind Sakralbauten für ein neues Glaubensbekenntnis.“ (Hans-Werner Sinn)
Als historischer Materialist, der Gier nach Mammon als letzten Antrieb vermutet, musst Du "gesetzmäßig" verwirrten Idealismus als Erklärung verschmähen und damit auch die zu tage getretene Orientierungslosigkeit - und andererseits: Es sind halt nicht nur Victoria Nulands trockene Plätzchen in Kiew oder Joe Bidens verzogenes Bübchen oder der Ölpreis, die diese Weltgeschichte schreiben ...
Putin - ist eine Projektion, um den geht es nicht und ging es nie. Und was hätten die Ostdeutschen damit zu tun? Doch nur, dass sie wissen, dass der Iwan keine psychotische Bestie ist und dass sie vom Russen eben nicht umerzogen worden sind, also die richtige Balance von Abstand und Nähe.Aber das hier, das ist ein interessanter Gedanke:
die Ostdeutschen wären endgültig Pro-Russisch, die Merkelei wäre endgültig am A... des Propheten und die EU wäre mehr als ratlos. Putin wäre wieder die Lichtgestalt und für die Amerikaner wäre das eine Ohrfeige, die durch die ganze Welt schallt.
Aber Putin könnte diese Gebiete ja verkaufen, wie einst der Zar Alaska.., dann hätte er zwar die Taschen voller Dollars aber dafür das Volk an seiner Kehle.
Und es geht keinesfalls ums - VERKAUFEN, sondern Russland ist ja die letzte Antithese, aber da ist Schiller schon wieder und das Risiko schwärmerischen und inflationären Gebrauchs des Ganz Großen Heilsgeschichtlichen Bogens ...
„Die Windflügel sind Sakralbauten für ein neues Glaubensbekenntnis.“ (Hans-Werner Sinn)
Ich habe den Dagong auch einmal näher studiert, für Russland ein A ist absolut außerhalb jeder Realität und wenn die Chinesen das nicht berichtigen, dann ist der Dagong alles andere als Maßgebend.
(Falls er es überhaupt je war, diese Pannen sind auf dem internationalen Finanzparkett einfach unverzeihlich.)
Das hier ist soweit richtig:
und trotzdem bestimmen die Ratingagenturen das Wohl und Weh ganzer Volkswirtschaften und können selbst ein Land wie Russland in den Ruin treiben. Diese Macht haben sie nun einmal und daran können wir schlecht vorbeidiskutieren.Davon unabhängig: Ein Rating ändert nichts am realwirtschaftlichen Wert, es versucht ihn nur zu erraten. Wenn nun die großen 3 Russland abstufen und USA oben lassen, hast Du ein politisches Ratespiel ohne reellen Hintergrund.
Und wie sich diese Krise subsummieren wird, im neuen Jahr, das können wir aus den täglichen Nachrichten so ungefähr entnehmen. Wenn das in dieser Richtung weiter geht, dann wird diese Krise die der 1998er Kriste vielleicht noch übertreffen.
Und das hier hat durchaus etwas:
Russland hat sich zu lange auf die Einnahmen aus dem Öl- und Gasgeschäft verlassen. Investitionen in neue Technologien und die eigene Industrie wurden dagegen vernachlässigt. Diese Monokultur rächt sich jetzt, meint StZ-Wirtschaftsredakteur Werner Ludwig.
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das hier war vorauszusehen:
Russland-Krise erfasst Weißrussland: Regierungschef gefeuert
Der weißrussische Präsident Alexander Lukaschenko hat überraschend seinen Regierungschef und die Chefin der Zentralbank gefeuert. Das Land ist wirtschaftlich von Russland abhängig und kämpft offenkundig gegen die Ansteckung durch die Rubel-Krise.
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und das hier scheint folgerichtig zu sein:
Die Rubel-Krise trifft Russlands Wirtschaft hart: Die Zentralbank muss das Rettungspaket für die angeschlagene Trust Bank binnen Tagen vervierfachen. Im nächsten Jahr rechnet der Finanzminister mit weiteren Banken-Crashs.
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also muss das Rettungspaket von 30 Milliarden auf 99 Milliarden erhöht werden, bis jetzt!
Das wird kein gutes Jahr, das Jahr 2015, für die russische Wirtschaft.
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