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Tierhaltung, Erziehung und Zucht liegt uns Germanen in den Genen. Kein Volk dieses Planeten hat so viele überragende Haus- und Nutztierzüchtungen hervorgebracht wie wir. Bereits die antiken Schriftsteller Roms wußten von der besonderen Art des Umganges der Germanen mit den von den Römern abschätzig als "bestiae" bezeichneten Vierbeinern zu berichten. Die über Jahrhunderte ungeschlagene germanische Kavallerie in Diensten Roms ist Beleg für diese besondere Fähigkeit. Ebenso wie der Hundefund im Doppelgrab von Oberkassel, der als weltweit frühester belastbarer Beleg der Domestizierung von Hundeartigen gilt. Fast alle modernen Hunderassen haben ihren Ursprung hier. Ebenso wie das moderne deutsche Sportpferd, das seinen Ursprung in den Kavallerie-Zuchten Trakehnens hat. Gar nicht zu reden vom Nutzvieh. Selbst in den Prärien Nordamerikas werden heute bevorzugt Schwarzbunte als Milchvieh gehalten.
Ich sehe in dieser Fähigkeit, die sich offenbar bis heute in uns gehalten hat, eine Möglichkeit sich von den minder-entwickelten Fähigkeiten der Südvölker abzugrenzen.
Du bist noch im Stadium "Meiner tut sowas nicht" verhaftet. Zudem die Schönrednerei. Denn Pferde sehe ich zumindest hierzulande nicht jeden Tag auf den Bordstein kacken, frei rumlaufen im Park, in Mietshäusern bellend oder sonstwo. Auch hab ich noch nirgends gesehen, daß Pferde instinktiv auf Jagd und Beute aus sind. Es sind Fluchttiere. Ich persönlich meide die Viecher aber dennoch, alleine wie sie einen tumb anglotzen. Als Wurst finde ich sie ab und zu o.k.
Den Hinweis auf Rasse halte ich für irreführend, weil eben in jedem Hund der Instinkt schlummert. Bei einem mehr, bei anderem weniger. Ich sage da nur Jagdtrieb, Beuteverhalten usw.
Daß Rottweiler sich den Alpha-Gegner raussuchen und auschalten halte ich jetzt nicht gerade für sehr beruhigend. Denn das ist ja immer aus Sicht des Hundes der Fall, wen oder was er für einen Alphagegner hält. Eine Töle hier griff z.B. immer Mülltonnen an - für mich jetzt nicht unbedingt ein Zeichen abwägender und reflektierender Feindeswahl. Und ob der gute Rottweiler eigentlich zu faul ist Dritte zu beissen, finde ich nicht gerade vertrauenserweckend. Ein Kind oder auch Erwachsener ist da schnell mal gerissen. Wird auch viel im Zuhältermilieu gehalten. In USA mag das vielleicht nicht so dramatisch sein, weil die Leute ja bewaffneter sind wie hier. Um so einer angreifenden Bestie gleichmal Blei in den massiven Schädel zu jagen.
Heizerist in Ben Ephraims Gemeinde.
Die Ironie an der Sache ist ja irgendwie, daß die völlig wilde Hundeliebhaberei hier immer mit Hass auf Tiere u.s. daherkommt. Nichts könnte falscher sein! Das genaue Gegenteil!
Es geht doch um artgerechte Haltung, entgegen der Vermenschlichung des Tieres, was sicher nicht artgerecht ist. Deshalb stimmt Dein Ausdruck "Hundefetischismus" schon. Es werden menschliche Wünsche in das Tier projiziert, dieses versucht als Menschen zu erziehen usw. Das Tier sieht im Menschen aber Rudelmitgleid (die Hierarchie muß ständig festgelegt werden) oder aber Beute, territoriale Eindringlinge usw.
Und dann kommen die Hundeliebhaber daher und reden von Tierschutz, Tierhasser usw.
Mir persönlich geht es als Tierfreund vielmehr um eine artgerechte Haltung.
Heizerist in Ben Ephraims Gemeinde.
Auch viele unserer Mitmenschen sind schlimm genug als Gefahr im öffentlichen Raum, oder aber tägliches Ärgernis. Wobei ständige aktenkundige Beißattacken von Menschen auf willkürlich ausgewählte Menschen, mir nicht bekannt sind. Das rechtfertigt doch aber nicht die wilde Hundeliebhaberei!
Von Einschläfern hab ich nirgends was geschrieben. Das ist mißverständlich in diesem Zusammenhang.
Heizerist in Ben Ephraims Gemeinde.
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