Ja, ich weiß, Du bist die Schönste und die Größte, und alle anderen sind doof.
Intelligentere Menschen hätten einen Denkanstoß darin gesehen. Immerhin können die Chinesen auf 3000 Jahre Hochkultur zurückblicken. Ein kleines Zwischentief von 100 Jahren holen sie gerade erstaunlich schnell auf.
Unter unseren Demokratien ist die Schweiz das letzte Beispiel für funktionierende Demokratie wie ich sie verstehe, und gerade die Vorzeigedemokratie in den USA war nie so richtig demokratisch. Man betrachte nur die Sklaverei als Extrembeispiel, aber auch die gewaltsame Niederschlagung der Gewerkschaften (Memorial Day Massaker, Ludlow Massaker und weitere), den Völkermord an den Indianern (der letzte Vorfall ist noch keine 50 Jahre her), oder den Einsatz der Nationalgarde gegen protestierende Studenten an der Kent State University.
In der EU sind fast alle Voraussetzungen für Demokratie nicht erfüllt, es gibt keine Proportionalität der Stimmrechte für die Wahl zum EU-Parlament, keine Gewaltenteilung, kein Legislativrecht für das Parlament und keine gewählte Exekutive.
Schon Platon und Aristoteles haben auf die eklatanten Mängel der Demokratie hingewiesen. Auch die Römer spotteten dank ihrer Erfahrung mit der Demokratie "Vox populi, vox bovis". Mein Misstrauen gegenüber der weit verbreiteten Einstellung, die Demokratie allein sei das Maß aller Dinge ist also nicht nur durch Mängel real existierender Demokratien begründet, sondern lässt sich bis auf die alten Griechen zurückführen, die diese Regierungsform erstmals ausprobierten.
Das tun sie, und ich sehe das nicht wie Du durch eine rosa Brille, sondern realistisch. Natürlich ist Freiheit ein hoher Wert, und ich bewundere jeden, der etwas dafür riskiert. Andererseits sehe ich die Risiken, und die Schatten der potentiellen Aufwiegler, die skrupellos genug sind, eine Schar von Kindern in den Tod zu hetzen um ihre machtpolitischen Ziele umzusetzen.
Das ist wieder eine Deiner typischen Niederträchtigkeiten, denn das habe ich nie gesagt.




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